Die Jugend von heute sind immer noch wir

Traurig aber wahr – irgendwie schon! Oder wiederum vielleicht nicht – halt ne Zeiterscheinung. Hat schon seinen Grund, dass sich niemand traute die neuen Alben von Travis, The Verve oder Oasis als gereift zu beschreiben…eher wütender und rockiger…das ist zumindest mein Eindruck…und ein guter Grund diese in meinem CD Regal wissen zu wollen.

Gehöre ich doch zu den Thirtysomethings – der Generation, die es verpaßt hat, zur irgenwie coolen Grunge Generation X zu gehören…zu spät dran auch um sich als Generation Golf vom Wohlstand korrumpieren zu lassen und allgemein …dann eher mit den Twentysomethings irgendwie der Generation Praktikum angehört oder der Generation „Vielfalt an Jobs im Lebenslauf“. Symptomatisch: Die Sehnsucht aller endlich da anzukommen, wo sie wirklich hingehören – ständig gehetzt von der Panik das „noch Bessere“ verpassen zu können.

Vielleicht rührt ja mein merkwürdiger Konversatismus die Comebacks des Jahres fast mehr zu huldigen als die Newcomer auch daher…so zu sagen meine Antihaltung im Kampf mit dem Zeitgeist.
Portisheads „Third“ ist für mich dann auch eines der Alben 2008.

Kurze Momente des Grauens und Selbsterwachens gibts natürlich schon…nichts ist schlimmer als Berufsjugendliche – ein Schreckensgespenst dem ich nie gleichen wollte.

Als ich mich dann jüngst dabei ertappte, wie ich Amy McDonald’s Youth Of Today mitsang, wurde mir schon ein wenig komisch. Immerhin bin ich so etwa ein Jahrzehnt älter.

Amy McDonald – Youth Of Today

Tröstlicherweise bin ich dann aber auch wiederum- oder andersrum – einige Jahre jünger, als die oben schon erwähnten Travis, The Verve und Oasis. Werd mir vorsichtshalber das Album von Amy nicht kaufen – obwohl ichs eigentlich ganz gut finde 😉 …und mich lieber an die Wiederkehrer halten.

Zurück zu The Verve: „Bitter Sweet Symphony“ ist und wird auch immer ein Meilenstein der Musikgeschichte bleiben – wenn auch unumstritten geklaut – haben die Herren Jungs von The Verve mit ihrer einmaligen Interpretation das Original weit in den Schatten gestellt. (mehr dazu auf Wikipedia)

Viele Blogger maulten dann sehr, als The Mover vorab den Boten fürs Album gab. „Wo ist nur diese Gänsehaut schaffende Melancholie hin“ – war so das Credo. Ganz im Ernst: Ich mag The Mover . Ebenso wie:

The Verve – Love Is Noise

Anstatt sich immer nur leid zu tun und traurige Musik zu hören ist ein bißchen mehr Rock und Wut ganz angebracht dieser Tage.

Britpop is dead – lang lebe der Britrock…

Travis – Something Anything

Oasis – The Shock Of The Lightning

DifferentStars

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