Last.Fm: Warum Diebe keine Fingerabdrücke hinterlassen sollten.

SomeVapourTrails hat sich heute dem Thema Gerücht Last.Fm verpetzt User an RIAA schon mal gewidmet und hält die Meldung von Techcrunch weniger für ein Gerücht – mehr für stating the obvious.

Verfolgt man die Diskussionen auf anderen Blogs zu dem Thema, z.B. hier bei Nerdcore wird erschreckend deutlich, wie wenig die Last.Fm-User wissen, was sie da tun und welche Daten sie alles Preis geben.

Wie generell auch sonst bei der Überführung von Tätern üblich, können Fingerabdrücke – Fingerprints – zur Beweissicherung gefunden und verwertet werden.

Hier ein Auszug aus den Last.Fm FAQ:

Was ist Fingerprinting?

Fingerprintig ist eine Technik, die es ermöglicht den Audioinhalt einer angehörten Musikdatei zu analysieren, und dadurch eine einzigartige ID eines jeden Titels zu erstellen; sozusagen einen „digitalen Fingerabdruck“. Dies macht es möglich für uns, die Musik, die du dir anhörst, zu identifizieren […]

Die Desktopanwendung liest soweit nur diese „digitalen Fingerabdrücke“ deiner Musikdateien aus, die die Grundlage unseres neuen Moderationsystems sollen werden, und verändert keine MP3-Dateien auf deinem Computer.[…]

(Quelle: Last.Fm FAQ)

Die gute Nachricht – das Fingerprinting kann im Srobbler ausgeschaltet werden.

Generell hab ich keine Mitleid mit Filesharern. Damit anzugeben, ein geleaktes Album schon vor VÖ zu besitzen und zu scrobbeln, dies ist ein beliebter Sport auf Last.Fm. Musik, die nicht vom Künstler oder Label freigegeben wurde, aus dem Netz zu saugen ist und bleibt Diebstahl.

Mit U2 – so werden viele einwenden, trifft es keine Armen. Doch mit dem Geld, dass die Cash Cows den Major Labels einbrachten, wurden früher Nachwuchsbands gefördert. Je weniger Geld die böse MI hat, desto weniger gibt sie neuen Künstlern eine Chance. Produziert und verlegt werden hauptsächlich noch sichere Selbstläufer wie DSDS- oder Popstars-Gewinner. Diese Kühe werden dann 1-2 Jahre kräftig gemolken – dann der Resteverwertung à la Dschungel-Camp und Promi-Dinner übergeben.

Umsonst ist eben nur der Tod – Filesharer graben kräftig am Grab der Musikkultur mit.

Link: Techcrunch Artikel

DifferentStars

PS: Wer das U2 Album No Line on the Horizon vor VÖ hört, diese Daten sind für jeden einsichtig – nicht nur für die RIAA und zwar hier.
Laut.de leitet auf diese Seite mit dem Link Namen Filesharer@Last.Fm? und vergisst, dass auch der ein oder andere Musikjournalist sein Rezensionsexemplar gescrobbelt haben könnte…

Update: Seitens Last.Fm wird dementiert. Dennoch scheinen viele Users kalte Füße bekommen zu haben und der ORF berichtet,  dass viele Nutzer ihren Account gelöscht haben. Link: ORF Futerzone – Last.fm dementiert Weitergabe von Nutzerdaten

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