Revolution?

Was bleibt, wenn man die Revolution vom Sofa aus reflektiert? Mitgrölen von Harald Schmidts Intonation der Internationalen. Vor allem dann, wenn man nur wenige Fußminuten vom Epizentrum der kreuzberger Maikrawalle weg wohnt. Dieses Volksfest der besonderen Art begeistert seit Jahren alle, die schon mal Flaschenwerfen oder Autos in Brand setzen wollten. Nur so erklärt sich die Unlogik hinter der Geschichte. Nicht das schicke Schnösel und Bonzen-Mitte wird zerlegt. Man treibts mit den zugereisten Demonstranten schön bunt im eigenen Wohnzimmer. Warum auch zur Friedrichstraße reisen, wenn man des Nachbars Spätkaufladen demolieren kann. Grund zur lautstarten 1. Mai-Demo gäb’s mehr als genug. Selbst die eher weniger für ihr Temperament bekannte Bundespräsidentenkandidatin Prof. Dr. Gesine Schwan warnt leise und bedacht vor sozialen Unruhen. Nix da, sagt der Rest der Politikerwelt. Alles lieb und nett, wir leben doch in einem Sozialstaat, kuschelig warm… Im Ernst, ein paar Pflastersteine auf Edelboutiquen werfen tät ich schon gern. Allerdings bin ich auch ein furchtbarer Angsthase, meide alles, bei dem ich mir weh tun könnte. Dies schließt Skifahren ein, Schlittschuhlaufen erst recht. Bevorzugte Sportart ist daher Schwimmen und bevorzugte Protestform das Bloggen.

Im vergangenen Jahr durfte ich wenigstens eine beachtliche Zahl von Polizeiwägen in meinem Sträßchen beobachten. Die versteckten sich dort, um im Fall der Fälle schnell ausrücken zu können. Dann zog eine klägliche Gruppe lieb demonstrierender Punks und Ökos über den Herrmannplatz… den Mob hatte man wohl unterwegs verloren.

Also dann, Viel Spass mit Harald Schmidt:

DifferentStars

PS: DifferentStars und SomeVapourTrails gehen heute lieber durch die Hasenheide spazieren und meiden ihre sonstigen Feiertags-Ausflugsziele.

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