Electropop-Babes Part 1: UH HUH HER

uh huh her

Da lehnen zur Zeit einige Electropop-Babes an der Lie In The Sound-Bar und warten drauf von mir ins Rampenlicht gestellt zu werden. Diverse Britpopper versuchen derweil meine Aufmerksamkeit in rockiger Gefilde zu lenken, rüpeln hier und da, oder blicken einfach nur melancholisch – ich lasse die Jungs mal stehen und widme mich lieber der illustren Frauenrunde.

UH HUH HER sind eine Sünde wert. Ein bisschen kitschiger, schwelgerischer Electropop, wie gemacht für den Soundtrack einer US-Frauenserie und genau daher kennen auch manche eine Hälfte des Duos: Leisha Hailey verkörpert in der Showtime-Networks-Serie The L Word Alice Pieszecki. Gemeinsam mit Kollegin Camila Grey haucht und säuselt sie dann auch wollüstig bis lasziv ins Mikro, um nicht nur Männerträume Klang werden zu lassen.

Alles schön bonbonfarben und fernsehtauglich – UH HUH HER spielen nur harmlos mit dem Feuer anstatt wahrhaft zu zündeln. Gekonnt werden 80er-Synthies und Indie-Rock-Einflüsse vermixt zum Mainstream-Radio-Pop. Schön zum Schwelgen oder als Hintergrundberieselung für coole Klamottenläden und dies ist positiv gemeint, zumindest fast ausschließlich. Das Leben braucht leichte Momente und die passende musikalische Untermalung dazu.

UH HUH HER sind wie eine Tüte Zuckerherzen. In Dosen genossen sehr lecker, zuviel davon und man sehnt sich nen Magenbitter daher, oder zumindest den Zorn und Weltschmerz von Metrics Emily Haines.  Electro-Magierinnen wie Ladytron sind sie wahrlich nicht – dazu fehlen Tiefe und echte  Emotion.

UHH_Cover

Common Reaction
Label: Nettwerk
VÖ: 28.8.09

Tracklist:
1. Not a Love Song
2. Explode
3. Wait Another Day
4. Common Reaction
5. Say So
6. Covered
7. Everyone
8. Away From Here
9. So Long
10. Dance With Me
11. Dreamer

Link: Myspace

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