Huch, Florence??? Nö des is wer anderes: A Fine Frenzy

foto_77930Foto: Hilary Walsh

Huch – nein wirklich – hab ich mich da verschaut? Was ist denn das. Ober – besser, ist das nicht??? Nein – ist sie nicht, sieht nur aus wie Florence (in zahm), klingt wie Florence + the Machine (in noch zahmer).

Und nein, es sind nicht nur die roten Haare. Die Stimme, der Bezug zur Anderswelt…. Im ersten Moment dachte ich, die gute Florence Welch habe vielleicht schon früher mal unter anderem Namen veröffentlicht. Dem ist aber nicht so. Hinter A Fine Frenzy steckt die US-Amerikanerin Alison Sudol.

Die Single Blow Away ist nett. Das Video auch hübsch.

Nach Email-Registrierung könnt ihr euch hier eine kostenlose Live-Version von Blow Away runterladen.

Den Namen  „A Fine Frenzy“ hat Alison William Shakespeares Sommernachtstraum entliehen:

„The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven“ (Des Dichters Aug, in schönem Wahnsinn rollend, Blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd hinab)

Ich stelle mir gerade die Frage, ob es A Fine Frenzy wirklich verdient als Florence + the Machine-Klon dazu stehen. Der Song ist catchy und charmant. Im Rennen gegen „das Original“ kann sie jedoch nur verlieren. Brave amerikanische Inszenierung des Sommernachtstraums vs wilde britische Nebel von Avalon.

Florence + The Machine – Drumming Song

Ein Besuch der MySpace-Seite von A Fine Frenzy später, muss ich sagen, da hab ich ein paar sehr nette Lieder gehört. Gefällt mir, werd‘ ich mal mehr in Ruhe anhören. Geschlagen gehören wohl die Marketing-Luschen ihres Labels, die sich nichts besseres einfallen lassen konnten, als sie auf die derzeitige Elfen-Modewelle zu schubsen und der Gefahr auszusetzen, baden zu gehen, ohne als eigenständige Künstlerin wahrgenommen zu werden.

Links: Florence + the Machine MySpace, A Fine Frenzy MySpace

3 Gedanken zu „Huch, Florence??? Nö des is wer anderes: A Fine Frenzy

  1. Ich bin ja ein riesen Fan von Alison und empfehle dir, mit dem ersten Album (von 2007) anzufangen (weil da „Rangers“ drauf ist und weils bei Saturn gerade für nen 5er rausgehauen wird). Da gibts auch ein paar nette Videos zu. Live ist sie übrigens fantastisch. Sehr locker und entspannt. Hatte ja das Glück, beim NJOY Konzert dabei sein zu dürfen und kurz mit ihr zu sprechen. Die Haare sind übrigens fantastisch. Aber davon fang‘ ich gar nicht erst an!!!

  2. Haha… Französinnen und rote Haare 😉 Sollte ich mal einen neuen Co-Blogger brauchen, färb ich mir die Haare wieder rot – nen tollen Fake-Akzent kann ich schon, der bewirkt bei meinem Liebsten Wunder…

    Hab auf MySpace gesehen, dass Alison früher stylingstechnisch eher so im Sixties-Style unterwegs war, auch musikalisch. Das Video oben war das erste, was ich von ihr wahrgenommen habe und da wirkt sie leider schon wie ein Florence-Klon.

  3. Tja, ganz mein Opa. Als der aus der Kriegsgefanngenenschaft kam, schwärmte er von rothaarigen Französinnen, was meine Oma auf die Palme brachte. Jetzt ärgere ich sie damit immer 😉

    Die neue Platte geht ihren Weg konsequent weiter. Die Stadionelemente a la Coldplay sind nun im Vordergrund. Aber du hast schon recht, an Florence erinnert es schon ein wenig. Ich wünsche mir für die nächste Platte wieder mehr Balladen, die fehlen etwas.

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