Sellaband meldet Insolvenz an

Traurige Nachrichten fürs musikalische Grassroot Movement, laut prefix hat Sellaband in Amsterdam Insolvenz angemeldet. Die Seite ist seit einigen Tagen nicht mehr online. Das Modell setzte auf „fanbased“ Finanzierungsmodelle, bei denen Fans vorab Anteile kaufen um die Produktion und Marketing des Albums vorzufinanzieren und den Künstlern so die Unabhängigkeit von großen Labels zu ermöglichen.

In Deutschland hatte 2009 die Band Angelika Express mit einem ähnlichen Modell, der Aktie Angelika großen Erfolg.

Im Oktober des vergangenen Jahres konnte Sellaband mit Public Enemy den ersten großen Act für ihre Idee gewinnen. Public Enemy gelten als Internet-Pioniere und sind die erste Band, die Mp3s zum Kauf anbot. (Mehr dazu auf TechCrunch). Bisher gibt es weder von Sellaband noch von Public Enemy eine offizielle Presseerklärung.

Schade, wobei dies nicht das Ende der fanfinanzierten Modelle sein dürfte. Im Dezember stellte SomeVapourTrails euch Plegde vor, eine Plattform, die Sellaband sehr ähnlich ist und auf der Helgi Hrafn Jónsson mehr als genug Unterstützer für die Finanzierung seiner neueste EP Kví, Kví gewinnen konnte.

DifferentStars

2 Gedanken zu „Sellaband meldet Insolvenz an

  1. Hallo, die sellaband Seite ist aber online und soweit man das auf den ersten Blick beurteilen kann auch tagesaktuell. Was ist nun dran an der Insolvenz ? Schöne Grüsse bernhard faaß

  2. Die Insolvenz ist kein Märchen, der Artikel allerdings auch nicht mehr aktuell. Inzwischen wurde Sellaband verkauft und weitergeführt. Dennoch scheint mir das Modell auch unter der neuen Führung nicht dazu angetan, die Musikwelt zu revolutionieren. Der anfangs vielversprechende Versuch wurde und wird von Musikfans zu wenig angenommen.

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