Dark Horse des Jahres – Pacific Theater

Manchmal darf man ein Naseweis sein und vor allen anderen, die erst dann in den Chor einstimmen, wenn der Drop eigentlich schon gelutscht ist, in die Welt posaunen, wer die nächsten kommenden fixen Größen am Musikfirmament sind. Meine Co-Bloggerin Differentstars und ich sind uns einig, dass es nur eine Frage der Zeit scheint, bis auch der letzte Hinterwäldler seine Coldplay-Sammlung unters Tischbein klemmt, um den Tisch zusätzlich Stabilität zu verleihen, damit man auf selbigem gut tanzen mag. Unser Dark Horse des Jahres ist eine US-amerikanische Band namens Pacific Theater, die mit dem Album Animals At Night demnächst den Durchbruch schaffen wird. Noch ist sie unbekannt, doch vielleicht morgen schon wird sich die Kunde rasant verbreiten. Wir haben sie bereits vor ein paar Wochen vorgestellt und wollen nun unsere Begeisterung nochmals unterstreichen. Doch warum ruhen unsere von Zuversicht getragenen Hoffnungen in schwelgerischem Übermaß auf den Herrschaften Dan Ryan, Daniel Bellury, Gina Yates, Adam Travis?

Die perfekte Mischung verschiedenster Einflüsse, die von New Wave über ebenfalls sehr britisch anmutenden Alternative Rock bis hin zu Elementen des Shoegaze reicht, wird souverän und eigenständig vorgetragen, wirkt für ein Debütalbum fast schon überreif und nie abgekupfert. Man möchte ob dieses großen Wurfs in Demut darüber ausbrechen, dass es noch Newcomer wie von einem anderen Stern gibt, die alle Talente besitzen, um ein neues Kapitel Musikgeschichte  zu schreiben. Dabei klingen Pacific Theater so, als würden sie von Manchester aus die ein wenig dahinsiechende britische Musikszene retten. Man mag die Formation partout nicht in Brooklyn, New York verorten.

Das Quartett hat die absolut besten Voraussetzungen, um in der obersten Liga mitzuspielen, ja mehr in kultische Gefilde aufzusteigen. Letztlich entscheidet das Gefühl für sehr gutes Timing über Gedeih oder Verderb. Es sind einprägsame Refrains, die man nicht so leicht vergisst, nahezu jedes Lied birgt Zeilen, welche sich ins Ohr hämmern, sowie der überlegte Aufbau der Songs, der von der ersten Sekunde an fesselt, keinen Leerlauf aber jede Menge Höhepunkte kennt.  Ob es die epische Breite von Taj ist, die eine mit starker Aura versehene Ballade in Wuchtigkeit taucht, das in jeder Hinsicht mit Potential zum veritablen Retro-Hit ausgestattete Lions, welches Depeche Mode auch bereits vor 20 Jahren vor Neid erblassen lassen hätte oder das mit Piano und Gesang für Gänsehaut sorgende Jacket Weather, das gesamte Werk vermag Anspruch mit Eindringlichkeit zu verbinden.

Meine werte Co-Bloggerin DifferentStars wird euch in den nächsten Tagen die einzelnen Titel noch genauer vorstellen. Außerdem freuen wir uns, dass wir im Rahmen eines Gewinnspiels zwei Exemplare des Albums verlosen dürfen. Spätestens nach dem ersten Hördurchlauf ist nahezu jeder angefixt und wird Animals At Night nicht länger missen mögen, in unsere frenetischen Begeisterunsgschöre miteinstimmen.

Lions from Whale Heart Records on Vimeo.

Links:

Offizielle Webseite mit Album-Stream

MySpace-Auftritt

Kostenloser Download von Lions und Refugee auf Last.fm

SomeVapourTrails

8 Gedanken zu „Dark Horse des Jahres – Pacific Theater&8220;

  1. Ja, die Band ist echt klasse, ich war auch ganz begeistert, als ich vor ein paar Wochen den ersten Song (Lions) hörte. Bin gespannt aufs Album!
    Wie kann ich an der Verlosung teilnehmen?

  2. Hi Peter,
    mein Süßer war hier ein bisschen unpräzise. Die Verlosung startet am Samstag, wenn ich meine Track-by-Track Review veröffentliche. Diesmal wird das Album jedoch nicht in herkömmlicher physischer Form verlost, sondern als Download-Karte. Dafür haben wir diesmal 2 davon, die wir verlosen. Werd‘ dich (deinen Kommentar) aber mit zum Verlosungspost rüber nehmen. Somit nimmst du teil, jetzt schon 😉

    DifferentStars

  3. Danke danke, das ist ja ein Service. 🙂 Übrigens ein toller Blog, den Ihr hier habt (das sage ich jetzt nicht zum Einschleimen!), ich werde ihn mal in meine Linkliste aufnehmen.

    Grüße aus Kiel,
    Peter

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