Zwei Hochkaräter bitten zum Tanz – Justin Townes Earle / John Vanderslice

Zwei Hochkaräter bitten zum Tanz. Justin Townes Earle mit einer gelungenen, viel zu kurzen Daytrotter-Session, die Lust auf seine neue Scheibe macht. John Vanderslice mit einer kostenlosen EP.

Wir haben Justin Townes Earle bereits öfters erwähnt. Dieser Tage erscheint sein neuestes Werk Harlem River Blues. Wem der Country-Barde bislang noch immer kein Begriff ist, dem sei er hiermit nochmals, nachdrücklich wie eindringlich nahegelegt. Sein Vater, Steve Earle, ist ebensowenig ein Unbekannter wie Townes van Zandt, dem er seinen zweiten Vornamen verdankt. Damit wurde ihm ja eine Bürde in die Wiege gelegt, der er jedoch bislang mit Würde und Anstand gerecht wurde. Sein Zugang zu Country ist unverkrampft, nicht auf ein Verwerfen des Althergebrachten ausgelegt, textlich gut beobachtend, kitschfrei, nahe an den Realitäten. Zur nochmaligen Einstimmung auf sein Schaffen seien zwei Balladen empfohlen – und natürlich die neue Daytrotter-Session. Wir werden natürlich auch die aktuelle Platte ausgiebig besprechen. Das gebietet mein Faible für Herrn Earle.

Wenden wir uns nun einer Gratis-EP namens Green Grow The Rushes zu, die John Vanderslice soeben unter das Musikvolk gebracht hat.

Vanderslice ist eine Singer-Songwriter-Konstante. Er produziert kaum mal Vernachlässigbares. Ich habe auch sein letztes Album Romanian Names mit Freude gehört und mindestens zwei Tracks auf ewig ins Herz geschlossen. Von solch exorbitanter Qualität sind die hier vertretenen sechs Titel zwar nicht, aber das experimentelle Penthouse Window mit seiner grandiosen Klarinette gerät nur auf den ersten Blick zur Fingerübung und das von Sythies dominierte I’ll Never Live Up To You präsentiert den Liedermacher mit starken Lyrics. Lay Down ist der kompletteste Song dieser EP, allein – aber nicht nur – dieser Track lohnt bereits den Download von Green Grow The Rushes. Bitte hier dankbar zugreifen! (via das klinicum)

Viel Vergnügen!

SomeVapourTrails

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