Stippvisite 13/02/11

Eigentlich will ich dieser Tage kürzer und kürzer treten, viel durch die Vegetation spazieren, der werten Co-Bloggerin beim Fotografieren von Häuserwänden über die Linse schielen. Musikalische Propagandapostillen werden vernachlässigt, der Gehörkosmos auf die Musik reduziert, die mir tagein und tagaus in den Briefkasten flattert. Da sind allerlei Kleinode dabei, die ich auch mal funkeln lasse und nicht bereits am Wegesrand nach dem nächsten glitzernden Fundstück luge. Mein RSS-Feed quillt vor ungelesenen Beiträgen über. Wieviel Input braucht es, um der eigenen Existenz ihren Soundtrack zu zimmern? Als ich nach einigen Tagen wieder die neuesten Entdeckungen befreundeter Blogs studierte, weitete sich das Herz. Daran will ich auch unsere werten Leser teilhaben lassen.

Videotipp:

Evening Hymns-Dead Deer from istoica on Vimeo.

Carla von Days Of Music muss ich Dank aussprechen. Mit ihrem Posting des Clips zum formidablen Song Dead Deer der kanadischen Evening Hymns brachte sie mir diesen erst wieder ins Gedächtnis. Die schiere Masse an Musik sorgt manchmal dafür, dass man vergisst, was eigentlich im Herz und Hirn einen dauerhaften Platz haben sollte.

Hörtipp:

In meinem Blog-Newsfeed zu verharren, das ist nicht nur Privileg, nein, mehr noch Verpflichtung! Peter von Coast Is Clear trägt diese Bürde mit Anstand. Dass er jüngst Sauerkraut aus den Staaten serviert hat, wo doch jede Form von Kraut auch in hiesigen Gefilden gut gedeiht, sehe ich ihm nach. Schließlich haben Music for Headphones mit Ich bin Zang auch ordentlich etwas auf dem Kasten. Kosmisch gut und mit siebeneinhalb Minuten keine Sekunde zu kurz.

Entdeckertipp:

Ich sehe mich gerne feinfühligem Post-Rock gegenüber, bei dem es nicht mal eben so darauf los tschinbummt und scheppert, bis der Doktor dreimal klingelt. Solchen hat unser liebster Musikblogübervater Peter von den Schallgrenzen erstöbert. 52 Commercial Road nennt sich die britische Formation, deren Album A Wreck Provides An Excellent Foundation mir auf Anhieb Gefallen abrang. Wer nicht auf vordergründige Effekte schielt, wird diese Platte mögen.

Downloadtipp:

Und da wäre noch ein Liedchen, welches wir selbst gefunden haben. Wir harren ja bereits der in Kürze erscheinenden Platte Fading Parade von Papercuts. Die zwei Albumtracks Do You Really Wanna Know und Do What You Will sind gegen Bekanntgabe einer E-Mail-Adresse nun kostenlos erhältlich. Wer verspielt-schmissigen Pop nicht von der Bettkante stößt, den wird er zu Wonnen führen.

Fingerübungstipp:

Say Hi – „Devils“ Video from stereogum on Vimeo.

Nico von nicorola hat unlängst das Video zu Devils gepostet, einem „bluesinfizierten, breitbeinigen Schweinerock“ von Say Hi. Nach dem ersten Hördurchlauf fand ich den Song ganz toll, mittlerweile bin ich der Meinung, dass gelungene Ansätze nicht konsequent zu Ende komponiert wurden. Schade, da hätte man noch mehr daraus machen können. Als Fingerübung unterhalten nicht ganz zweieinhalb Minuten jedoch ungemein.

Das soll es mal wieder gewesen sein. Viel Vergnügen mit den Empfehlungen!

SomeVapourTrails

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