Demnächst in diesem Theater: Sophie B. Hawkins

Ruhm gibt es nur auf Zeit. Diese Erfahrung dürfte wohl auch die amerikanische Singer-Songwriterin Sophie B. Hawkins gemacht haben. Vor knapp zwanzig Jahren zählte sie zur kommenden Garde, konnte sich über mangelnden Erfolg nicht beklagen. Doch während eine damals ebenfalls ins Rampenlicht tretende Tori Amos mittlerweile längst eine fixe wie exzentrische Größe darstellt, wurde es um Sophie B. Hawkins ruhig. Seit Whaler (1994) entstanden lediglich zwei weitere Platten, stellten sich keine weiteren Charts-Erfolge ein. Am 15.06.2011 veröffentlicht Hawkins ihr neuestes Werk The Crossing. Bereits das Tracklisting hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Braucht es wirklich akustische Versionen früher Hits wie As I Lay Me Down, wird damit das neue Material nicht automatisch mit Nostalgie versetzt? Ich für meinen Teil werde mir die Platte freilich dennoch anhören, keineswegs der alten Zeiten wegen, vielmehr weil ich es als ganz große Leistung empfinde, einen Song wie Sinnerman darzubieten und sich dabei nicht zu blamieren. Wer Nina Simones zehnminütiges Meisterwerk kennt, wird verstehen, was ich meine. Und sich The Crossing auf den Merkzettel kritzeln.

Tracklisting:

Betchya Got A Cure For Me
Sinner Man
The Land The Sea And The Sky
Georgia
Missing
Heart And Soul Of A Woman
Life Is A River
Miles Away
I Don’t Need You
Gone Baby
A Child
Dream Street And Chance
Red Bird
Betchya Got A Cure For Me (Long Version)
Damn, I Wish I Was Your Lover (Acoustic)
Missing (Original Demo)
As I Lay Me Down (Acoustic)

SomeVapourTrails

Ein Gedanke zu „Demnächst in diesem Theater: Sophie B. Hawkins

  1. Ich bin sehr gespannt auf das Album. Dazu muss ich sagen, dass Whaler für mich rein emotional eines der Alben ist, die ich nie wieder hergeben möchte. Schön übrigens der Grund, warum sich Sophie damals zurückgezogen hat: Die Plattenfirma wollte einen Banjopart auf Timbre entfernen, wogegen sie sich gesträubt hat. Ich fand Wilderness dann nicht mehr so gut, aber mal schauen. Die Akustikversionen sind schon seltsam. Gerade die Songs leben ja auch von den Keyboards.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.