Lauschrausch III: Sharon Van Etten

Wenn eine überhypte Band ein Lied wie „Alle meine Entchen“ covert, tratschen das das hunderte Online-Magazine und Blogs aufgeregt weiter. Wenn ein im Sinkflug befindlicher Altmeister ein Lied wie „Alle meine Entchen“ covert, tratschen das hunderte Online-Magazine und Blogs aufgeregt weiter. Der werte Leser merkt also schon, dass ich der Überzeugung bin, dass heutzutage natürlich auch im Bereich der Musik der Nachrichtenwert zuallererst darin besteht, dass etwas getan wurde. Warum es gemacht wurde, das wird weniger thematisiert. Ein Paradies für Minderleister! Die Aktion allein rückt in den Vordergrund, die Frage nach der Qualität dackelt weit hinterher. Doch gibt es jedoch Ausnahmen. Coverversionen, die eine breite Berichterstattung rechtfertigen. Ob diese eben darum verbreitet werden oder als eine von unzähligen Nachrichten mal kurz durchs Netz flitzen, das spielt in solch Fällen dann auch keine Rolle. Wenn die begnadetet Singer-Songwriterin Sharon Van Etten im australischen Radio eine Version von Nick Caves People Ain’t No Good darbietet, darf man dieser atemberaubenden Stimme gerne lauschen – und darüber schreiben. Zumal diesem Song die nötige Wertschätzung widerfährt. Gedanken zu dem Lied hatte ich bereits in einem Beitrag zu meinen 100 Songs ausgiebig geäußert. Daher will ich gar keine weiteren Worte verlieren und mich angesichts einer gelungenen Interpretation in den Lauschrausch stürzen.

Einen Download dieses Mitschnitts gibt es auf der Webseites des australischen Senders triple j.

(via Exclaim!)

SomeVapourTrails

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