Lauschrausch XX: theTRIF

toremainafragment

Ich habe zwar für nahezu alle Genres ein offenes Ohr, aber die vielen Spielarten des Jazz werden mir wohl stets ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Gut, ich mag ein Jean-Pierre von Miles Davis, aber dieses Stück muss man einfach lieben. Somit bin ich also völliger Laie, wenn es etwa um Fusion geht. Dennoch will ich den werten Lesern heute eine Empfehlung in den Kopfhörer raunen, nämlich das in Essen angesiedelte Trio theTRIF. Dessen letzten Herbst erschienenes Album To Remain a Fragment wirkt locker vom Hocker drauflosgespielt, eine nie langweilige, keinesfalls anstrengende Jam-Session mit E-Gitarre, Bass und Drums. Die Band nennt ihr Werk eine „verspielte Liebeserklärung an Jazz, Funk, Hip-Hop und modernen R&B“. Ich für meinen Teil habe vor allem das dreiteilige Bebabop ins Herz geschlossen. Das tönt pfiffig, abwechslungsreich, mit ordentlich Zunder und mancherlei Ideen im Gepäck. Gegen Ende des dritten Abschnitts wird gar ein wunderbar flirrendes Sperrfeuer abgefeuert. An solch derart effektvollem Sound kann ich mich sehr und überaus erfreuen, auch wenn mir diese Art von Klängen nie ganz in Fleisch und Blut übergehen wird. Nichtsdestotrotz absolut empfehlenswert!

To Remain a Fragment wurde am 08.10.2012 auf Phonector veröffentlicht.

Konzerttermine:

28.03.2013 Meiningen – Schlupfwinkel
30.03.2013 Hildburghausen – Brumby
31.03.2013 Würzburg – Felix
01.04.2013 Mainz – schon schön
17.04.2013 Duisburg – Djäzz

SomeVapourTrails

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