Lauschrausch XXVI: Fat Freddy’s Drop

Wir sind aus dem kurzen Frühjahrsschlaf erwacht und lustwandeln wieder regelmäßig in musikalischen Gefilden.

Wenn sich Musik als Konglomerat verschiedenster Stile ballt, dann fällt der Versuch einer Beschreibung gern auf die Schnauze. Weil man mit Worten den diversen Genreeinflüssen hinterherhechelt, vor lauter Körner das Ganze aus dem Blick verliert. Das neuseeländische Kollektiv Fat Freddy’s Drop beschreibt seine neue Platte Blackbird als „unholy mix of disco, rootsy dub, blues, soul and electronic funk“. Und doch verrät diese Aufzählung nichts vom Zauber, zu welchem Fat Freddy’s Drop befähigt sind. Die Herrschaften kreieren einen Sound der coolen Ekstase, tönen herrlich improvisiert, erschaffen pulsierende Magie, betätigten sich als Marionettenspieler, die die Gliedmaßen der Hörer mit elegantem Schwung in Bewegung versetzen. Bereits die Platte Dr Boondigga & The Big BW (2009) war schierer Genuss, viele Indizien sprechen dafür, dass man von Blackbird ähnliches erwarten darf. Irgendwo zwischen plumper Berieselung und Vermessung des Seins liegt in der Musik die Leidenschaftlichkeit des Spiels verborgen. Und genau diese Wonne wird bei Fat Freddy’s Drop mit den Ohren greifbar. Deshalb ist es auch total egal, in welchen Genres die Formation gerade hausieren geht. Es zählt somit nicht, was sie tut, sondern wie stupend sie es tut. Lauschräusche sind folglich garantiert!

blackbird

Blackbird erscheint am 28.06.2013 auf The Drop.

SomeVapourTrails

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