Lauschrausch XXXII: Lemuria

Man nehme die unbeschwerte Unmittelbarkeit des Punk-Pop, vermenge dies mit der heiteren Lärmigkeit von gut 20 Jahre abgehangenem Indie-Rock, süße das Ganze mit Sheena Ozzellas Stimme. Fertig ist ein grundsympathisches, unterhaltsames Album. Die amerikanische Formation Lemuria hat mit ihrem Drittling The Distance Is So Big zwar nicht die Sterne vom Himmel geholt, aber immerhin auf einigen Songs ein buntes Feuerwerk abgefackelt. Diese unverkrampfte Wonne lebt auch vom ewigen Fetisch, den eine von knalliger Gitarre bemantelte Mädchenstimme versprüht. Dass Drummer Alex Kerns einen Part im Girl-Boy-Zwiegesang übernimmt, gibt der Chose noch zusätzliche Würze.

Als Ergebnis können sich gleich zu Beginn prima Songs wie Brilliant Dancer und Clay Baby sehen lassen. Im Verlauf der Platte sorgen Dream Eater und Public Opinion Bath für Freude. Je kürzer Lemuria die Tracks halten, desto weniger Leerlauf ist zu vermelden. Das Trio hat schlichtweg ein Händchen für starke Zweieinhalbminüter, wo spätestens im Refrain ordentlich Rabatz gemacht wird. Dann klappt es mit dem Lauschrausch!

thedistanceissobig

The Distance Is So Big ist am 12.06.2013 auf Bridge 9 erschienen.

SomeVapourTrails

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