Verklärtheit und Hauruckgloria – Phoria

Vor ein paar Wochen schon habe ich auf die im englischen Brighton beheimatete Formation Phoria hingewiesen, den NME zitiert, welcher den Sound als “breathtaking blend of whisper-like vocals and euphoric electronics” gelobt hat. Nun wurde dieser Tage die EP Display veröffentlicht. Und das erscheint mir Grund genug, den Namen Phoria nochmals mit einem dicken Ausrufezeichen zu versehen.

Phoriapress1

Denn diesem seligen, andächtigen, weichgezeichneten, fast schmusigen Murmeln und Raunen steht ein filigraner, angenehm zerhäckselter Sound gegenüber, der schon mal in hymnischer Trance vergeht. Eine soulig verbrämte, meditative Unauffälligkeit plustert sich bei manchen Tracks zu triumphierender Ekstase auf. Solch Electronica erlaubt sich Pop-Einsprengsel, die glitzern und glänzen. Es sind wohldurchdachte Höhepunkte, sie gleichen imposanten Bergrücken, welche über einer sonst ruhigen, von sanftem Flirren schraffierten Soundlandschaft schweben. Aus dieser schlaftrunkenen, von Tautropfen benetzten Unwirklichkeit tritt eine freundliche Unruhe, ein Kriechen und Krabbeln, ein Perlen und Schimmern hervor, ehe dann hohe Synthiewände ins Blickfeld wabern.  Weiterlesen