Schlaglicht 5: Summer Cannibals

Ich will ja nicht immer die guten, alten Zeiten bemühen, aber was Female-Fronted-Rock betrifft, waren die Achtziger oder Neunziger doch eine Hausnummer ikonischer als das, was uns derzeit so beglückt. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass nicht auch heutzutage fetzig-spröder Charme aus den Boxen wummern kann. Beim werten Kollegen von human cannonball bin ich vor ein paar Wochen auf eine zünftige Formation namens Summer Cannibals gestoßen. Zu der Band gibt es ein paar Dinge zu bemerken. Zunächst einmal wäre da ihr Name, der definitiv zu den einprägsameren Selbstbetitelungen zählt. Die Band kommt außerdem aus Portland in Oregon, einem der Indie-Hotspots in den USA. Warum gerade dort die Post abgeht, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Und nicht zuletzt überzeugt die Truppe durch einen fetzigen, lärmigen, aufmüpfigen Sound, welcher etwa an The Breeders erinnert (wie der Kollege bereits zutreffend festgestellt hat). Für Anfang März haben Summer Cannibals das Album Show Us Your Mind im Köcher. Die ersten beiden vorab veröffentlichten Something New und speziell der Titeltrack Show Us Your Mind tönen durchaus gelungen, machen Rabatz und Radau. Wer also auch ab und an voll Wehmut an die Zeiten kesser und raubeiniger Frauengestalten denkt, an jene vergangenen Tage, als sich noch nicht allerorts übellaunige Hipstermädels tummelten, wird die Summer Cannibals umso mehr zu schätzen wissen.

Show Us Your Mind ist für 03.03.2015 angekündigt.

Links:

Offizielle Homepage

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SomeVapourTrails

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