Schlaglicht 16: Mammút

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Bei isländischer Musik muss man gar nicht lange über Qualität nachgrübeln, sie ist in der überwältigenden Zahl der Fälle mehr als nur vorhanden. Bei Klängen von dieser Insel stellt sich eher schon die Frage, ob jener Künstler, jene Musikerin oder auch jene Band vielleicht sogar in die Fußstapfen einer Björk oder von Sigur Rós treten kann. Sich im Indie-Bereich einen Namen machen ist eine Sache, zu den herausragenden Acts einer Epoche zu zählen, das ist freilich eine andere Hausnummer. Bei der Formation Mammút aus Reykjavík – woher aus sonst? – bin ich noch am Grübeln. Diese 3 Frauen und 2 Männer zählende Band darf man eigentlich nicht als Newcomer bezeichnen, schließlich existiert sie schon seit über 10 Jahren, veröffentlichte bereits 3 Alben. Alexandra Baldursdóttir, Andri Bjartur Jakobsson, Arnar Pétursson, Ása Dýradóttir und Katrína Mogensen haben auch schon einige nationale Weihen erhalten. Nun freilich wollen sie am großen Rad drehen, haben ihre erste EP in englischer Sprache aufgenommen. River’s End ist melodischer wie intensiver Indie-Rock mit Post-Punk-Finesse, der durch Mogensens oft geradezu aufopfernden, poppigen Gesang immens gewinnt.  Weiterlesen