Schlaglicht 13: C. Duncan

Schon im Januar habe ich auf den im schottischen Glasgow ansässigen Singer-Songwriter C. Duncan hingewiesen, nachdem ich den Track Say für mich entdeckt hatte. „Ich schätze schleicherische, versponnene Rhythmen, die in Schwaden aus einer Art Zwischenwelt ans Ohr driften. Wenn ein Sound noch im Nirgendwo von Traum und Wachheit verhaftet scheint, bin ich ganz und gar entzückt. Say ist so ein Musterstück, zwischen dösendem Downtempo und andächtigem Kammerpopcharme angesiedelt, voll rätselhafter Verlockung dargeboten.“, so enthusiasmiert schrieb ich damals. Nun gibt es einen Song zu vermelden: Here to There. Dieser tönt durchaus anders, man könnte ihn als „Beach Boys meet Fleet Foxes“ zusammenfassen. Laut Eigenbeschreibung frönt C. Duncan „charming lo-fi folk with the harmonic width of choral composition„, „textured like contemporary dreampop„. Und tatsächlich lassen diese beiden Lieder auf einen Musiker schließen, der einem vielschichtigen Sound huldigt. Was im Kern folkiger Pop ist, wird von ihm in seinem zum Studio unfunktionierten Schlafzimmer wunderbar ausgestaltet. Alles klingt so vielstimmig und melancholisch verschachtelt, dass man bei besten Willen kein Ein-Mann-Projekt dahinter vermuten würde. Man darf gespannt sein, was das für Juli angekündigte Albumdebüt namens Architect noch so im Köcher parat hat. Ich für meinen Teil halte C. Duncan schon jetzt für eine der Entdeckung dieses Musikjahres. (via Coast Is Clear)

Architect erscheint am 17.07.2015 auf FatCat Records.

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