Schlaglicht 19: Farao

Der unter dem Künstlernamen Farao wirkenden norwegischen SingerSongwriterin Kari Jahnsen habe ich in den letzten Jahren schon die eine oder andere Zeile spendiert. Nun freilich scheint das, was lange währt, endlich gut. Es gibt ein Albumdebüt zu vermelden – und dies sogar noch mit konkretem Veröffentlichungsdatum! Im September soll Till It’s All Forgotten das Licht der Welt erblicken. Zwei Tracks der anstehenden Platte zeigen Faraos Qualitäten deutlich auf. Sie vermag die makellose Elfe zu geben, die in einer Mischung aus Folk-Pop und Synthie-Pop sehnend, leidend, fieberhaft und melancholisch lustwandelt. Ihre Songs widerstehen gängigen Mustern, sind Experiment, sind Rätsel, sind Sirenenklang. Bei Bodies etwa dominiert eine verpeilter Rhythmus, der dem Song verquer, verlangend und verschroben tönen lässt. Hier wird Kammermusik – man höre nur die Bläser! – mit einem Synthie-Gewitter überzogen. Hunter wiederum ist eher als dramatische Pop-Ballade angelegt, bei der im Verlauf Schlagzeug und elektronische Effekte das Lied mit künstlerischer Finesse ausstatten, es so in diese wunderbar unberechenbaren, skandinavisch-versunkenen Sphären heben. Farao bürstet gegen den Strich, sabotiert ab und an das eigene ätherische Auftreten. Spannend, meine ich. Und darum darf man sich auf Till It’s All Forgotten freuen!

tillitsallforgotten

Till It’s All Forgotten erscheint in Deutschland am 11.09.2015 via Full Time Hobby.

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