Schatzkästchen 20: Veruca Salt – Empty Bottle

Ich fühle mich eigentlich noch nicht in dem Alter, um lediglich in Erinnerungen zu schwelgen. Wenn ich freilich registriere, dass eine Band, die ich zu Studienzeiten sehr gern gehört habe, nach 15 Jahren wieder in Originalbesetzung vereint eine neue Platte veröffentlicht, dann werde ich vielleicht wirklich ein wenig rührselig und denke an die Zeit Ende der Neunziger zurückt, als mir das Album Eight Arms To Hold You viel, viel Freude bereitet hat. Die Band, von der ich spreche, ist Veruca Salt, eine amerikanische Alternative-Rock-Formation mit zwei charismatischen Frontfrauen. Veruca Salt haben den Sprung über den großen Teich nie wirklich geschafft, sind meinem Eindruck nach in deutschsprachigen Gefilden kaum bekannt. Zumindest damals, als das Internet noch ein Teenager war, war es auch gar nicht so leicht, etwas über Veruca Salt herauszufinden. Louise Post und Nina Gordon hatten es mir durchaus angetan, ich würde sogar sagen, sie haben mir female-fronted Rock so richtig schmackhaft gemacht. Doch als sich Gordon im Streit von der Band verabschiedete, schwand auch mein Interesse für die Band, die danach viele diverse Besetzung erlebte, einzig Post als Konstante hatte. Dass sich nun die gesamte Urbesetzung zu einem Comeback anschickt, endlich die Friedenspfeife geraucht wurde, freut mich sehr. In wenigen Tagen erscheint nun Ghost Notes, als Vorgeschmack erschallt schon jetzt der Song Empty Bottle. Und was soll ich sagen? Anfangs dachte ich, dass Post und Gordon einen auf Azure Ray machen, aber nach gut 2 Minuten lassen sie es so krachen, wie ich es mir nicht besser hätte wünschen mögen. Ach ja, die guten, alten Zeiten können mitunter unvermutet in der Gegenwart aufschlagen – und viel Freude bereiten! (via Nicorola)

verucasalt_ghostnotes

Ghost Notes erscheint am 10.07.2015.

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