Schlaglicht 35: Edward Sharpe and the Magnetic Zeros

Als vor ein paar Jahren im US-Fernsehen der Trailer zu einer neuen NFL-Saison mit dem Song Home unterlegt wurde, bin ich damals auf die Formation Edward Sharpe and the Magnetic Zeros aufmerksam geworden. Ich besitze zwar noch immer kein Album der Band, aber sobald ich besagtes Home höre, geht mir immer wieder das Herz auf. Und die Co-Bloggerin fragt stets aufs Neue, meist nachdem sie schon eine Weile mitgeträllert hat, wie die Band denn heißt. Sie kann sich den Namen schlicht nicht merken. Dieses Problem habe ich zwar nicht, aber aus irgendeinem Grund habe ich es in all den Jahren dennoch versäumt, tiefer ins Schaffen der Band aus Los Angeles einzutauchen. Schade. Aber vielleicht sollte ich gerade jetzt einen Anlauf nehmen. Anlass dafür ist ein wenige Tage alter Post des Kollegen Nicorola, in welchem er auf den Song Hot Coals hingewiesen hat. Hot Coals ist Vorbote des für Anfang 2016 angekündigten, bereits vierten Studioalbums der Band. Und dieser Vorgeschmack hat es in sich.  Der Song irritiert zunächst durch hohen Falsettgesang und folkiges Schweben, ehe er sich unvermutet in soulig-funkige Gefilde aufmacht, ein Quäntchen Jam erfüllt die Chose, über sieben Minuten entwickelt sich der Song, entpuppt sich als feine Mischung aus jazzigen Elementen und andächtigem Americana. Hot Coals spricht zwar keine Einladung zum Mitträllern aus, wie dies etwa Home tut, aber vielleicht haben Edward Sharpe and the Magnetic Zeros längst den Punkt erreicht, wo Eingängigkeit nicht mehr oberste Priorität besitzt. Wenn ich mir jedoch die launige Verve der Pianoakkorde oder die edlen Bläserfanfaren so zu Gemüte führe, eröffnet sich mir ein hintergründiger Charme, der mich nur noch weiter dazu drängt, die Band rund um Frontmann Alex Ebert näher kennenzulernen. Eines ist jedenfalls schon gebongt. In die bald kommende Platte werde ich voller Neugier reinhören. Verliebtheit mit Ansage, wenn man so will!

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