Kompromissangebot an Weihnachtsskeptiker – Smoke Fairies

Heute wollen wir trotz allem vorweihnachtlichen Trubel auch der stetig wachsenden Gruppe von Weihnachtsskeptikern ein Kompromissangebot unterbreiten. Weihnachten kann man aus so einigen Gründen bekritteln. Weil es irrwitzigem Konsum Vorschub leistet. Weil es partout gefühlig und so gar nicht ironisch sein will. Weil es irgendwie doch auch ein Quäntchen Religion beinhaltet und selbige bekanntlich die Wurzel jeglichen Übels ist. Es fehlt nicht an Argumenten, um denen, die sich an Weihnachten erfreuen, mal kräftig in die Suppe zu spucken. All diesen Mitmenschen muss es zwangsläufig ein wahrer Gräuel sein, wenn weihnachtliche Musik aus den Boxen schallt. Wer zwar mit der Realität des Dezemberwahns Probleme hat, das Fest jedoch nicht fanatisch hasst, für eben solch Zeitgenossen gibt es heute die richtige Platte! Ihnen mag der archaische Ansatz der Smoke Fairies zupasskommen. Deren Album Wild Winter schwelgt in Dream-Folk-Pop, der ohne Kitsch, Gefühlsduselei oder heuchlerischen Glaubensbekenntnissen auskommt, sich wahrhaftiger Besinnlichkeit und ehrlicher Emotion verpflichtet fühlt. Das britische Duo beschreibt das Ansinnen der Platte so: „Sometimes winter provides us with a sense of togetherness and love, and sometimes it leaves us feeling alienated, cold and playing a glockenspiel alone in a darkened room. It’s part of the year that will always be bittersweet and wild. This was the inspiration behind the record.“ Wer der Intention dieser Platte folgt, wer diesen Zwiespalt auch bei sich erkennt, wird dem Album viel abgewinnen können.

Sehen wir uns die Lieder doch kurz näher an. Christmas Without A Kiss gibt sich ganz dem Weihnachtsblues hin. Zeilen wie „Always want what I can’t have/ And this year it’s the same/ I don’t have the one I love/ I want snow, I get rain“ oder „Get into the festive mood, maybe go carolling/ Red lipped from too much mulled wine, no church will let me in“ unterstreichen, dass hier das Fest der Feste kräftig in die Hose geht.  Weiterlesen

Free Download: Sunturns – Christmas Bells/Wedding Bells

Sunturns

via Alternativ Julkalender

Während Weihnachtsfilme oft mit kitschigen Verlobungsszenen enden, bei denen der Held der Heldin auf spektakuläre Weise, in allerletzter Sekunde darnieder knieend den Ring überreicht, besingen die Sunturns den Alltag als Frohlockung des ultimativen Liebesschwurs. Nur am Ende, mit den letzten Takten kommt Pathos auf:  „Meine Liebe zu dir misst sich daran, wie sehr ich in der Winterwunderwelt ertrinke“.  Weiterlesen

Stream: Bill Botting & The Two Drink Minimums – It’s Not Christmas Anymore

bill botting

1,2,3,4,5,6… Urgh… Oh, schon wieder eine feine Ausnahme von der Regel, welche da heißt: Nur furchtbare Amateurbands, die professionell wirken wollen, zählen ihre Songs an. Puh, normaler Weise schalte ich da gleich auf den „Aus“-Knopf, welches auf meiner Jagd nach den feinen unentdeckten Indie-Perlen sehr, sehr oft geschieht.  Weiterlesen