Schatzkästchen 46: Laura Gibson – The Cause

Musikfans, speziell wenn sie nicht der aus Funk und Fernsehen bekannte Musik lauschen, müssten sich eigentlich in tagtäglichen Dankesbekundungen ergehen, dafür nämlich, dass smarte Musikblogger im Veröffentlichungswust nach Perlen tauchen. Keine Sorge, ich meine nicht mich. Zu unorganisiert, zu tolpatschig selektiv nehme ich neue Klänge wahr. Der Kollege Nico von Nicorola ist diesbezüglich freilich aus einem anderen Holz geschnitzt. Was ich an Newslettern, Promo-Mails oder Trends der Musikmagazine im angelsächsichen Raum übersehe, finde ich in komprimierter Form beim geschätzen Kollegen. So auch den wirklich famosen Track The Cause der US-Singer-Songwriterin Laura Gibson. Frau Gibson ist mir keineswegs unbekannt, ihr Album La Grande hat mir 2012 sehr imponiert. Mit dem neuen Song wird das längst überfällige neue Album Empire Builder angekündigt. Laut Pressetext hat es nicht grundlos über vier Jahre gedauert, bis dieses Werk nun veröffentlicht wird. Gibson ist in der Zwischenzeit vom beschaulichen Portland in Oregon zum Studium nach New York gezogen, hat Familien- und Beziehungsbande hinter sich gelassen. Doch damit nicht genug: „Out of her comfort zone, she found even more of a challenge than she’d envisioned. Immediately upon arrival, she broke her foot and barely left her 5th floor apartment for the first two months. Then, on March 26th, 2015, her East Village building burned to the ground in a horrific gas explosion which killed two people and left many homeless. Gibson escaped from her apartment unharmed, but lost everything: all identification, eyeglasses, musical instruments, years of notebooks and every word she had written in response to her move. She spent the next few months rebuilding her life, bouncing between friends‘ couches and guest rooms, finishing her second semester, and all the while rewriting the lyrics she’d lost.“

Empire Builder ist also Ergebnis eines turbulenten Lebensabschnitts. Gerade deshalb darf man gespannt sein. Der erste Vorgeschmack The Cause zeigt Entwicklungen bereits auf, kommt in einem bestrickenden Sound daher. Cinematographischer Streicher-Chic trifft auf den Sixties-Charme des East Village, ein wummernder Bass ergänzt eine aus dem Hintergrund jaulende E-Gitarre. Musikalisch ist all das wunderbar verquickt. Wenn The Cause das Album in seiner Gesamtheit repräsentiert, dann darf man ruhig vor Vorfreude Purzelbäume schlagen. Und natürlich täte es mich nicht wundern, wenn es mir der eine oder andere Musikbloggers des Vertrauens gleichtun würde!

empirebuilder_cover

Empire Builder wird am 01.04.2016 auf City Slang erscheinen.

Konzerttermine:

02.05.2016 Berlin – Kantine am Berghain
03.05.2016 Leipzig – Werk 2
05.05.2016 Graz (AT) – Postgarage
06.05.2016 Wien (AT) – Haus Der Musik
07.05.2016 Stuttgart – Laboratorium

Links:

Offizielle Webseite

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