Schlaglicht 41: Cat’s Eyes

Wie wär es denn, zu Wochenbeginn einem wunderschön getragenen Song zu lauschen? Genauer gesagt einem Lied, das zu üppig instrumentiertem Pop den Sixties-Crooner raushängen lässt. Exakt solche Klänge hat das Duo Cat’s Eyes im Repertoire. Nachdem wir das gleichnamige Debüt 2011 leider ignoriert haben, soll uns das beim für Anfang Juni angekündigten Album Treasure House nicht noch einmal passieren. Der Song Chameleon Queen gibt ein großes Versprechen ab. Ein barocke Instrumentierung (Bläser! Orgel!) und ein walkürenhafter Hintergrundgesang sorgen für ein erhabene Atmosphäre, in welcher der Sänger Faris Badwan gedankenverloren einer alten Liebe nachhängt. Einer Beziehung, die er um gar keinen Preis wieder aufgeflammt wissen möchte. Hinter dem nonchalanten Schwelgen in Erinnerungen verbirgt sich eine Abrechnung, die einmal zu oft die Worte „I don’t care about you anymore“ betont. Der Stachel sitzt nach wie vor tief. Chameleon Queen agiert nach dem Motto „Leck mich doch am Arsch“, verpackt dies allerdings in einen edlen, balladesken Sound. Rachel Zeffira und Badwan wecken mit der herben Schönheit dieser Nummer fraglos Lust auf mehr. Wer so wie ich das Debüt komplett verschwitzt hat, kann das Warten auf Treasure House auch damit überbrücken, indem man in die bestrickend-retroeseke Welt von Cat’s Eyes einzutaucht. Dieser Katzencontent ist einmal was fürs Ohr!

treasurehouse_cover

Treasure House erscheint am 03.06.2016 auf RAF Records/Kobalt Label Services.

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