Schatzkästchen 54: Bryde – Help Yourself

Sich die Seele aus dem Hals fiebern? Rohe Emotionen in Gitarrensound verpacken, mit einem Mindestmaß an Zügelung versehen? Aus dem Herzen keine Schlangengrube machen? Sängerinnen mit diesem Gefühlsprofil habe ich vor zwanzig Jahren schon gemocht, dem Prinzip „raue Schale, weicher Kern“ kann ich bis heute viel abgewinnen. So auch der Britin Bryde, die mich mit ihrem Song Help Yourself sofort beeindruckt hat. Mein musikalisches Gedächtnis sieht Parallelen zu einer PJ Harvey. Doch lässt es mich leider auch im Stich. Denn speziell der Refrain erinnert mich vom gesamten Flair an einen Song, den ich vor langer Zeit gerne und oft gespielt habe. Doch wie heißt er? Von wem stammt er? Und warum zum Teufel ist er mir aus dem Erinnerung geflutscht? Sei’s drum, wenn Frau Bryde mehr Tracks wie diesen hinbekommt, prognostiziere ich ihr eine rosige Zukunft. Sie selbst verortet sich übrigens im Genre Alternative. Was mich wieder zur Hoffnung verleitet, dass Alternative eine Renaissance erlebt und den abgeschmackten Indie-Begriff endlich, endlich wieder ablöst. Doch zurück zu Bryde. Einen kleinen Vorwurf kann ich ihr allerdings nicht ersparen: Muss man eine EP wirklich EP1 nennen? (via Coast Is Clear)

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EP1 erscheint am 13.05.2016 auf Seahorse Music.

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