Schlaglicht 49: Wyldest

Betörenden Dream-Pop mit einer sogar für dieses Genre makellos hellen Stimme beschert uns das Londoner Trio Wyldest. Die vor wenigen Tagen erschienene EP Dark Matter ist nicht weniger als eine echte Offenbarung. Schon der Opener Wanders bietet mehr als selbst hartgesottene Anhänger des Genres erhoffen mögen. Der Track huscht durch eine traumgleiche Wildnis mit tosenden Wasserfällen, durch ein gefährliches Paradies der Leidenschaften und Sehnsüchte. Diese verwunschene Romantik wird durch schauernde Synthies und eine shoegazige Gitarre verdichtet. Einen ähnlichen Strudel der Emotionen bildet Stalking Moon ab. Die Frage „Is there something more to you than this?“ wird im Verlauf des Stücks mit zunehmender Dringlichkeit gestellt, was sich auch dadurch äußert, dass der nicht von dieser Welt scheinende Sound allmählich Fahrt aufnimmt, in Richtung Post-Punk abgleitet. Zoe Meads Gesang lotet die Abgründe des Fühlens wunderbar aus, sie ist eine Frontfrau, wie sie im Buche steht. Was sie auch einmal mehr beim Titeltrack Dark Matter unter Beweis stellt. Die Nummer ist gesanglich lasziver angelegt, wird dabei von schwülen Synthies unterstützt. Bei allem Lob für Meads Vortrag muss ich dennoch auch auf das kongeniale Songwriting hinweisen, welches die EP so besonders macht. Ich für meinen Teil war im Nu hingerissen, halte Wyldest für eine der Entdeckung des zugegeben noch jungen Jahres 2016. Und ich meine, dass ich mit dieser Einschätzung nicht allein bin. Wer ein Herz für Dream-Pop hat, bei dem muss es beim Hören dieser EP schlichtweg höher schlagen! (via Nicorola)

darkmatterEP

Dark Matter ist am 21.03.2016 auf Hand in Hive erschienen.

Link:

Wyldest auf Facebook

SomeVapourTrails

3 Gedanken zu „Schlaglicht 49: Wyldest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.