Ein einsamer Gang über den Campus – Basement Revolver

Lange schon habe ich ein Faible für Bücher, Filme und natürlich Musik, die auf Campussen nordamerikanischer Universitäten angesiedelt sind. Allerdings nicht für jede Klänge oder Geschichten, die von Saufgelagen, Cheerleadern oder hünenhaften Sportlern erzählen. Vielmehr interessieren mich Außenseiterstories, die ihren Platz in der Erwachsenenwelt suchen, sich möglichst rosige Zukunftsperspektiven ausmalen, während sie zugleich mit manch Enttäuschungen, etwa in Liebesdingen, zu kämpfen haben. Je öfter ich mir in den vergangenen Tagen die EP Agatha der kanadischen Formation Basement Revolver angehört habe, desto stärker hat mich die Stimmung dieser Lieder an diese Szenerie erinnert. Im Geiste sehe ich eine junge Frau an einem trüben Herbsttag durch die einen pittoresk gelegenen Campus flankierenden Wälder flanieren und dabei allerlei Sorgen rekapitulieren. Das ist der Rahmen, der mir beim Lauschen der EP in den Sinn kommt.

Photo Credit: Yoshi Cooper

Agatha knüpft nahtlos an die letzten Sommer erschienen Debüt-EP an. Basement Revolver lassen die guten, alten Neunziger aufleben, indem sie shoegazigen Indie-Rock zum Sound ihrer Wahl machen. Eine kräftige Gitarre kontrastiert dabei den hellen, nachdenklichen Gesang Chrisy Hurns. Introspektive Lyrics und der Bombast eben jener verhallten Gitarre sind die Charakteristika des Formation.  Weiterlesen