Schatzkästchen 91: Wanda – Columbo

Eine der spannenden Fragen dieses Musikherbsts war wohl jene nach dem Sound der neuen Platte von Wanda. Seit die Österreicher ihr Album Niente für Oktober angekündigt hatten, wunderte zumindest ich mich, ob nach den beiden wie aus einem Guss tönenden Werken Amore und Bussi irgendwelche Änderungen am Erfolgsrezept anstehen würden. Die erste nostalgisch-balladeske Single 0043 gab diesbezüglich nur bedingt Aufschlüsse. Seit heute freilich kann man sich schon an eine Einschätzung wagen. Mit Columbo zeigen Wanda einmal mehr ihr Gespür für Gassenhauer, die man schlicht mitträllern muss. Der Refrain „Am Ende fällt Columbo etwas ein. Lass es unsre Rettung sein! Es wird eine schöne Lösung sein, doch wir beide passen nicht hinein.“ könnte eingängiger nicht ausfallen. Dass der tolpatschig-smarte Inspektor noch einmal als Beziehungskitt herhalten muss, hätte sich Peter Falk auf seiner Wolke wohl auch nicht träumen lassen. Durch Columbo gewinnt das anstehende Album allmählich Konturen. Denn abgesehen von keyboardlastigerer Instrumentierung haben Wanda nichts verändert, ihr Wiener Schmäh sticht weiterhin. Alles leiwand, finde ich!

Niente erscheint am 06.10.2017 auf Vertigo Berlin.

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