Kidcat Lo-Fi – „Winter Love Song“

Tatsächlich KEIN Weihnachtssong ist der Winter Love Song. Wir glauben noch nicht mal, dass es ein Liebeslied auf den Winter ist, auch wenn der Titel anderes verheißt. Der Wiener Humor ist ein sehr spezieller und was verstehen wir hier in Berlin schon davon? Unsere Winter sind vor allem eines: Keine Winter, sondern ewige nass-kalt-graue Spätherbste. Schnee gibt es wenn überhaupt erst nach Weihnachten und dann auch nur für 2, 3 Tage. Schnupfen wie im Lied besungen, haben wir dafür schon ab Ende August, dank dem verfrühten Herbst, der irgendwann im Mai oder Juni erst enden wird. Wir verschreiben uns gegen den Winterblues eine gehörige Dosis Kidcat Lo-Fi. Sobald es in Berlin wieder stickig-heiß ist, wechseln wir dann zum I Hate Summer Song.

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Phoebe Bridgers – Have Yourself a Merry Little Christmas

Es kommt sehr, sehr(!) selten vor, dass wir hier Begeisterung für Coverversionen von Weihnachtsklassikern zeigen. Have Yourself a Merry Little Christmas gehört zu den Weihnachtssongs, die auf keiner Weihnachtscompilation fehlen dürfen. In der Regel weigern wir uns, solche Covers überhaupt anzuspielen.  Weiterlesen

The Clear – First Year Alone (Free Mp3)

My Angel won’t fly anymore
He left his wings, down in the bar
Where he still sings …Hallelujah !!!!

Halleluja! Das war Liebe auf den ersten Blick. Ein trauriges Liebeslied über das Verlassenwerden. Nicht von irgendjemandem, da helfen auch keine schönen Töchter oder Söhne anderer Mütter. Der Weihnachtengel höchstpersönlich, hockt „abgestürzt“ in der Bar und hat seine  Flügel verloren.  Weiterlesen

Schlaglicht 82: Blaue Blume

Kurz vor knapp, wenn Musikmagazine längst schon die Jahresbestenlisten in ihren Schubladen liegen haben, kommt fast wie aus dem Nichts eine EP daher, ohne die zumindest meiner Meinung nach 2017 in musikalischer Hinsicht unvollständig wäre. Die Rede ist von der EP Sobs der dänischen Formation Blaue Blume. Der Band, dieses Wortspiel sei erlaubt, kann man für diese vier Tracks gar nicht genug Rosen streuen, gerne auch blaue. Sobs steht für zärtlich-romantischen, perfekt instrumentierten Pop mit märchenhafter Note und Anflügen von Verschrobenheit. Gerade einmal 15 Minuten hat diese EP zu bieten, doch ähnlich stimmige, facettenreiche 15 Minuten wird man 2017 kaum finden. Beginnen wir in der Betrachtung gleich mit dem Song Macabre, der als bittersüßer wie hymnischer Synthie-Pop besticht. Die wonnige und auch aufgekratzte Melodie ist Seelenbalsam, opernhaft-exaltierter Falsetteinschübe runden die exzentrische Eleganz ab. Ebony wiederum hat den Flair einer auf Zehenspitzen schleichenden R&B-Nummer verbunden mit der Dramatik einer kraftvoller Achtziger-Ballade. Das famose Mayhem vermittelt von den Synthies ein wenig Peer-Gynt-Erhabenheit, die die samtene, helle Stimme des Sängers Jonas Smith perfekt untermalt. Die bewegende, schwärmerische Aufbruchssehnsucht gerät zu allerfeinstem Pop, den man gar nicht oft genug hören kann. Viel zu schnell endet Sobs, doch hat es dieses Ende natürlich ebenfalls in sich. Bei Haven’t You stellt Smith sogar die gesangliche Feinheit eines Anohni locker in den Schatten. Romantische Melancholie mit ein wenig Weltschmerz lässt dieses andächtige Stück leuchten!


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