Musikalisches Tohuwabohu (VIII): VedeTT, Treptow, Jef Maarawi, Orchestre Les Mangelepa

Und nun ohne Umschweife und mit nur zwei Tagen Verspätung zum zweiten Teil unseres musikalischen Tohuwabohus! Aus dem Kladderadatsch erhaltener Mails, Newsletter und Social-Media-Feeds der letzten 2 Monate habe ich mir einige Perlen herausgefischt. Mögen sie auf gespitzte Ohren stoßen!

VedeTT

Wave-Pop mit larmoyant-melancholischer Grundstimmung, das bietet VedeTT aus Frankreich. Florent Vincelot (aka Nerlov) hat mit Losing All kurz vor Weihnachten eine tolle EP veröffentlicht, bei der es sehr schade wäre, würde sie deshalb untergehen, weil man im Dezember eigentlich stets zu sehr in die Rückschau vertieft ist. Der Track Get off the Road offenbart einen atmosphärisch Synthie-Sound mit Trip-Hop-Elementen, der durch einen leidenschaftlichen, auch mal in Sprechgesang abgleitenden Vortrag ergänzt wird. Der Titeltrack Losing All ist waviger Post-Punk, bei dem abermals der fragile Gesang Nerlovs hervorsticht. Ähnlich gestrickt ist It Seems to Be Natural, das in Sachen Rhythmus freilich noch dynamischer und eingängiger anmutet. Sehr gelungen, von dieser Nummer könnten sich eine Menge Bands eine Menge abschauen! Entschleunigt, in Fragen schwelgend, sehnsuchtsverloren, derart beendet Eyes die EP. Der nachdenklich-jazzige Bläsereinschub ist nur ein weiteres Detail, das Losing All von der Masse hervorhebt. VedeTT, soviel steht außer Frage, zählt zu jenen Acts, auf die man auch 2018 unbedingt ein Auge haben sollte!  Weiterlesen