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Unsere liebsten Songs 2015 (26-50)

Heute will ich ohne große Ansprache den ersten Teil unserer 50 Lieblingslieder vorstellen. Natürlich sind wir keine Listenfetischisten, die aus der Reihenfolge eine Wissenschaft machen wollen. Die Nummerierung dient vor allem der Übersichtlichkeit! All die hier aufgeführten Songs wurden von uns 2015 gerne und viel gehört. Es würde mich sehr freuen, wenn zumindest ein paar dieser Tracks auch beim werten Leser Wirkung zeigen.

keepthevillagealive

26.) Stereophonics – C’est la Vie

Die Pub-Rock-Hyme des Jahres! Das Lokal, in dem diese Nummer ohne jedwede Resonanz durch die Boxen dröhnt, muss erst noch eröffnet werden! (Das Album Keep The Village Alive ist am 11.09.2015 auf Stylus Records erschienen.)

aforestofarms

27.) Great Lake Swimmers – The Great Bear

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Indie-Lieblingslieder 2015 – Ein Zwischenstand (Teil 2)

Ein wenig atemlos hechle ich stets der Musik hinterher. Irgendwann im Jahre 2016 werde ich vielleicht einmal den Jahrgang 2013 endgültig verdaut haben. Ich bin also vielleicht nicht der geeignetste Blogger, um in einer Art Zwischenstand meine ganz persönlichen Indie-Highlights des Musikjahres 2015 aufzulisten. Ich tue es dennoch, denn so einige Highlights habe ich in diesem Jahr bereits entdeckt. Und gute Musik kann man nicht oft genug erwähnen! Hier nun der 2. Teil der Glanzlichter:

BinoculersWhere The Water Is Black (Deutschland) [Das Album Adapted To Both Shade And Sun ist 19.06.2015 auf Insular erschienen.] (Ankündigung)

East Cameron FolkcoreOur City (USA) [Das Album am 10.04.2015 auf Grand Hotel van Cleef erschienen.] (Review)

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Soul für zarte Seelen – Barbarossa

In den letzten Jahren habe ich bereits mehrfach über Barbarossa geschrieben. Hinter diesem sehr aussagekräftigen Decknamen verbergen sich der Londoner James Mathé und sein Faible für melancholischen Electro-Soul. Barbarossa steht für gefühlsversunkene Zärtlichkeit, die von Electro-Pop oder feingesponnener Electronica ummantelt wird. Nun gilt es also, sein neues Werk Imager zu würdigen. Herr Rotbart hat nämlich wieder sehr vieles richtig gemacht, eine ätherische-soulige Stimmung aus dem Hut gezaubert, die bei eingehender Betrachtung ausnehmend gefällig tönt, richtiggehend verfängt. Mathé schenkt dem Soul eine rare Behutsamkeit.

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Release Gestöber 55 (Meadowlark, Barbarossa, Austra, Poliça)

Meadowlark

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Darf man in Zeiten wie diesen noch etwas als hübsch – oder gar nett – bezeichnen, ohne damit gleich Verachtung auszudrücken? Im gegenwärtigen Sensationsprech ist die zurückhaltende Untertreibung längst kein Stilmittel mehr. Der Satz „Das ist hübsch!“ ringt mit seinem Ausrufezeichen, während die Worte „Absolut knorke!!!“ schon hipper um die Ecke kommen. Im Falle des Trios Meadowlark will ich mich (noch) nicht in hemmungslosem Lob ergehen. Der Charme der EP Three Six Five besteht in melodischem, fein orchestriertem Folk-Pop, den ich eben als hübsch bezeichnen möchte. Kate McGill hat eine angenehm liebliche, wunderbar unaufgeregte Stimme, die stets glockenklar bleibt, immer singt und nie mit Steigeisen die Tonleiter nach oben klettert. Der in Piano und Streicher getauchte Song Family Tree nimmt sich des elterlichen Schicksals an, das lyrische Ich sinniert über familiäre Beziehungen („‚Cause if my father hadn’t loved her/ Then my God what would my mother have become„) und kommt dabei zum Schluss: „Karma has a way of coming clean„. Meadowlark beherrschen auch zum Mitträllern einladende Wohlfühlklänge (I’ve Got You) prima. Forlorn ist ein weiterer Höhepunkt dieser EP. Dieser Song lässt Einsamkeit und Müdigkeit hinter sich, vermag Trost zu versprühen, das eine oder andere Kopfzerbrechen wegzubeten. Vielleicht liegt darin gar der Segen dieses Werks. Wenn die gesamte Band zum Chor mutiert, erklingt das als aufmunterndes „Kopf hoch!“, dessen Leichtigkeit durch den Alltag trägt. Three Six Five wirkt gefällig und einfühlsam, ohne dabei in seichtes Geträller abzugleiten. Das ist hübsch – und dies meine ich voll anerkennendem Understatement!

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Indie-Track-Auslese 2013 (Juli/August/September)

Obwohl wir in den vergangenen 3 Monaten ungewöhnlich viele Größen der Musik besprochen haben, fand doch auch der eine oder andere Indie-Künstler Erwähnung auf dem Blog. Hier eine nochmalige Auflistung manch toller Tracks.

Human PyramidsRelapse (Großbritannien) Album: Planet Shhh! (VÖ: 15.07.2013 auf Oxide Tones)

PINSLost Lost Lost (Großbritannien) Album: Girls Like Us (VÖ: 27.09.2013 auf Bella Union)

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Release Gestöber 43 (Arthur Beatrice, Barbarossa, Farewell Dear Ghost)

Arthur Beatrice

Der britische Guardian beschreibt die Musik der Londoner Formation Arthur Beatrice als „pillow-soft, nocturnal post-indie“. Damit ist der Sound der Debüt-EP Carter meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Was diese EP jedoch durchaus speziell macht, sind die wirklich wunderbaren Stimmen von Ella Girardot und Orlando Leopard. Manch Band würde bereits für eine charismatische Stimme über Leichen gehen, Arthur Beatrice sind in der glücklichen Lage gleich zweifach zu entzücken. Girardots Stimme ist matt ätherisch, durchaus auch ladylike unterkühlt, zugleich vollmundig sinnlich. Dies verleiht dem Electro-Pop von Butcher’s Hook eine ungemein reife, faszinierende Note, während der Titeltrack Carter in seiner Souveränität durchaus an Goldfrapp erinnert. Vielleicht mangelt es der Musik noch an dem einen oder anderen Kniff, gesanglich spielen die Londoner jedoch fraglos in der Oberliga. Vandals nämlich lässt Orlando Leopard – was für ein Name übrigens – glänzen. Leopard hat eine soulig-samtene, mit sanfter Zurückhaltung wirkende Stimme. In der Summe gibt Carter vor allem ein gesangliches Versprechen ab. Ich für meinen Teil würde mich von Arthur Beatrice gern auf Plattenlänge verzaubern lassen.

Carter ist am 19.07.2013 auf Vertigo erschienen.

Barbarossa

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