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Kein Rückzug aufs Altenteil – Beady Eye

Oasis haben immer und stets an einem Minderwertigkeitskomplex gelitten. Die Gebrüder Gallagher konnten es selbst am Höhepunkt des Erfolges nicht verwinden, dass nicht sie die Musik erfunden haben und es Jahrzehnte zuvor bereits eine Band namens The Beatles gegeben hat. Aus dieser Mulmigkeit heraus mussten sich Oasis immer größer als das Leben geben, Gigantomanie mit flegelhafter Rockstarattitüde unterstreichen. Im Rückblick blieb daher oft der Eindruck hängen, dass die Gallaghers in ihrer kranken zwischenbrüderlichen Chemie eher legitime Erben von The Three Stooges waren, sich nur ab und an nebenberuflich als Beatles-Epigonen betätigten. Derart haben es sich Oasis über kurz oder lang mit Presse, Fans und der ganzen Welt verscherzt. Ihr mit Methode vorgebrachter Wahn hat den Fokus von ihren Songs genommen. Dabei haben Oasis Lieder aufgenommen, die in ihrer Genialität keinen Vergleich scheuen müssen. Keinen. Nun sind Oasis (vorerst) Geschichte und Liam Gallagher versucht mit seiner Band Beady Eye einen neuen Mythos zu kreieren. Sein Album BE verkennt somit einmal mehr Realitäten – und wird vielleicht deshalb auch verkannt.

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A Fucking Legend – Noel Gallagher’s High Flying Birds

Kurz vor dem Ende der musikalischen Antike, in allerletzter Sekunde vor der Durchdringung unserer Leben durch das Internet und den damit verbundenen Auswirkungen auf Produktion und Rezeption von Musik, vermochte eine begnadete Generation britischer Bands musikalische Mythen in Stein zu meißeln: The Verve, Oasis und Radiohead. Während Richard Ashcrofts Sangeshymnen alles in den Schatten stellten, Radioheads Visionen eine verstörende Zukunft vorweg nahmen, funktionierte das Gesamtpaket Oasis mit Mastermind Noel Gallagher als Prototyp der letzten Rockstars klassischen Zuschnitts. Mehr als eine Dekade später wächst Ashcrofts Werk weiter, ohne dass davon allzu viel Notiz genommen wird, sind Thom Yorke und Konsorten zuletzt zu apathischen Cassandrarufern ohne Deutungshoheit mutiert – und die Gebrüder Gallagher noch längst nicht erwachsen.

Noel Gallagher’s High Flying Birds – AKA … What a Life! from verstaerker on Vimeo.

Der Künstler als ewiges Kind spiegelt all die Zeitgenossen wider, deren Maß der Anstrengung sich bestenfalls durch eine aus zusammengepressten Lippen hervorlugende Zungenspitze erahnen lässt. Oasis haben sich die längste Zeit in Bruderzwistigkeiten verfangen, viel Zeit und Mühen dafür aufgewendet, die Marke Oasis erheblich darüber definiert. Dabei jedoch das großartige Songwriting zu oft in den Hintergrund gerückt. Auf die Trennung folgt nun der Konkurrenzkampf, den Liam Gallagher mit Beady Eye Anfang des Jahres eingeläutet hat. Während Liam weiter auf ein Bandgefüge setzt, werkt Noel Gallagher aller Fesseln frei unter dem Namen Noel Gallagher’s High Flying Birds. Getragen von dem Wissen, dass es sich leichter gegenüber Gott und der Welt blasiert sein lässt, wenn man keinen rüpelhaften, kleinen Bruder an seiner Seite hat. Diese Befreiung durchwirkt das selbstbetitelte Album auch.

Noel Gallagher’s High Flying Birds – If I Had A Gun from verstaerker on Vimeo.

Es mag verwunderlich klingen, aber Noel Gallagher stellt sein bisheriges schöpferisches Tun nicht auf den Kopf, schwört dem Britpop keineswegs ab. Er verleugnet Oasis keine Sekunde lang, weil er ja damit auch an der eigenen Legende kratzen würde. So ist vorliegende Scheibe allenfalls eine – vom Gesang abgesehen – Veränderung in Nuancen. Everybody’s On The Run erobert ausladend orchestriert, streichergetränkt und chorschwanger, mit einer für Gallagher typischen Melodie das Herz des Hörers. Der Einzelkämpfer Noel instrumentiert mit feinerer Klinge, opfert manch Robustheit zugunsten einer Opulenz, freilich ohne dabei die Pferde scheu zu machen. If I Had A Gun.. gerät zu einem der wohlig wärmsten Tracks der Platte, ja sogar des gesamt Schaffens des Meisters. Aber die Uhr kann niemand zurückdrehen, deshalb wird der Hymne (I Wanna Live In A Dream In My) Record Machine 2011 kein Charts-Erfolg beschieden sein. Hätte der Track vor 15 Jahren das Licht der Welt erblickt, wir hätten es heute mit einem durch das Spiel in Arenen geeichten Klassiker zu tun. Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Gallagher hält musikalische Trends für Humbug, vertraut der reinen Lehre, die sich neumodischem Schnickschnack verweigert. Das macht sein Songwriting zu einem zeitlosen Relikt, dessen melodisches Donnerwetter meist jedwede Angestaubtheit bannt. Doch überspannt er auch ab und an den Bogen, erinnert Soldier Boys And Jesus Freaks einfach zu stark an einen auf modern getrimmten Song von The Kinks. Wenn sich Gallagher auf sich selbst besinnt, sich im eigenen Fundus bedient, entstehen Höhepunkte wie etwa Stop The Clocks, das mit seinem Gitarrenbombast nach Genialität duftet. Hier wirkt der Künstler in seinem Element, mehr noch als wenn er Beatles auf eine Brass Band aus den Südstaaten treffen lässt. The Death Of You And Me scheint die Sorte von Experiment zu sein, das erst durch diesen Alleingang möglich wurde. Meist jedoch bleibt Gallagher ohne jeden Fehl und Tadel, zieht allen Epigonen überlegen, lässig Tracks wie das famose AKA… Broken Arrow hervor.

Noel Gallagher’s High Flying Birds – The Death Of You And Me from verstaerker on Vimeo.

Gallagher tut gut daran, sich nicht neu erfinden zu wollen. Dies würde ihn angreifbarer machen, am Status der Ikone rütteln. Gleichsam würde eine solche Abkehr Oasis mit all den Begleitgeräuschen zur Jugendsünde deklarieren und den erwachsenen Gallagher mit einer Sinnsuche konfrontieren. Dafür erscheint in seinem Selbstverständnis kaum Platz. Deshalb wird Noel Gallagher’s High Flying Birds zu einem Vehikel, welches die Tradition hochhält, gegebenenfalls verfeinert. Warum auch sollte ein Könner nicht weiter mit der selben Masche am eigenen Nimbus stricken? Wer dem Solodebüt unter diesem Gesichtspunkt lauscht, wird von Noel Gallagher auch alles andere als enttäuscht werden. Eine verdammte Legende darf von der Gegenwart eine Rückbesinnung erwarten, nicht umgekehrt!

Noel Gallagher’s High Flying Birds ist am 14.10.11 auf Sour Mash erschienen.

Links:

Offizielle Homepage

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Unsere musikalischen Favoriten 2011 – Ein Zwischenstand und Vorausblick

Es gibt durchwachsene Jahre und grandiose Jahre. Bislang scheint 2011 noch einen schüchtern bescheidenen Eindruck zu hinterlassen, sich nicht voreilig entscheiden zu wollen. Natürlich verstecken sich feine Platten in den Tagen und Monaten des bislang so flugs verlaufenden Jahres. Aber zünftige Paukenschläge, welche das Herz in höchste Sphären katapultieren, fehlen bis dato mehrheitlich. Oftmals wird aus dem vermeintlichen Trommelwirbel dann doch ein Triangelgeklingel. Das gilt insbesondere für Alben, denen ich recht insbrüstig entgegen geharrt habe. Das neue Werk Take Care, Take Care, Take Care der mir ans Herz gewachsenen Post-Rock-Kulleraugen Explosions In The Sky wirkt ansprechend, aber nie völlig geniedurchblitzt. Die über alle Maßen verehrten The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble haben mich mit From The Stairwell zwar überzeugt, leider jedoch nicht derart enthusiasmiert, wie sie es mit ihren Vorgängerscheiben taten.  Ähnliches ließe sich auch über Joan As Police Woman oder The Low Anthem sagen. 2011 verlangt mir also Neuentdeckungen ab, zumal ich mit den gängigen Charts-Stürmern eher wenig anzufangen weiß. Herbert Grönemeyers Schiffsverkehr wirkt auf mich recht lustlos durchgewunken, die Foo Fighters etwa hatten auch schon mal distinktivere Hits im Repertoire. So sind es eben die jüngst aufgespürten Künstler, welche mir die erste Hälfte des Jahres speziell verzuckerten. Ein Ausblick auf demnächst zur Veröffentlichung anstehende Alben verspricht auch für den Rest des Jahres das eine oder andere Glanzlicht. Man darf gespannt bleiben, immer mit einem weit geöffneten Ohr den Neuerscheinungen begegnen…

Album-Favoriten 2011

Erland & The CarnivalNightingale

Joel AlmeWaiting For The Bells

Anna CalviAnna Calvi

Dark Dark DarkWild Go

Susanne SundførThe Brothel

Sin FangSummer Echoes

PapercutsFading Parade

Amon TobinISAM

Juliette CommagereThe Procession

Africa Hitech93 Million Miles

Lieder 2011:

Sin Fang – Two Boys

Sin Fang : Two Boys from morr music on Vimeo.

Low – Try To Sleep


Low – Try to Sleep (OFFICIAL VIDEO) von subpoprecords

Francesca Lago – On My Way Back From The Moon

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Beady Eye – Wigwam (simfy)

Erland & The Carnival – Wealldie (simfy)

Dark Dark Dark – Something For Myself

Joel Alme – When Old Love Keeps You Waiting (simfy)

White Lies – Bigger Than Us


WHITE LIES – BIGGER THAN US (official music video) von elnino

Pat Appleton – Männer ohne Pferd

Lotte Kestner – Halo

Veröffentlichungsausblick:

Early Day Miners – Night People (VÖ 12.08.2011)
Beirut – The Rip Tide (VÖ 26.08.2011)
Tinariwen – Tassili (VÖ 02.09.2011)
Sóley – We Sink (VÖ 02.09.2011)
Dear Reader – Idealistic Animals (VÖ 02.09.2011)
Ladytron – Gravity The Seducer (VÖ 09.09.2011)
Cant – Dreams Come True (VÖ 09.09.2011)
dEUS – Keep You Close (VÖ 16.09.2011)
Ane Brun – It All Starts With One (VÖ 16.09.2011)
Shimmering Stars – Violent Hearts (VÖ 16.09.2011)
Laura Marling – A Creature I Don’t Know (VÖ 23.09.2011)
Björk – Biophilia (VÖ 30.09.2011)
Dum Dum Girls – Only In Dreams (VÖ 30.09.2011)
DJ Shadow – The Less You Know the Better (VÖ September 2011)
Noel Gallagher’s High Flying Birds – Noel Gallagher’s High Flying Birds (VÖ 14.10.2011)
Still Corners – Creatures Of An Hour (VÖ 14.10.2011)

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Pferd ohne Apfel – Beady Eye

Jedes Ende ist auch ein Anfang, irgendwie oder so ähnlich. Mit dem Ende von Oasis wurde nun Beady Eye aus der Taufe gehoben und nicht wenige trauten der neuen Band keinerlei Wunderdinge zu. Doch sollte man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Freilich darf man Skepsis hegen, denn Liam und Noel Gallagher ähneln Laurel und Hardy, ihr rabiater Slapstick funktionierte perfekt im Paket, schwankte zwischen Genialität und Hanebüchernem. In den letzten Jahren überschatteten die Schmähungen das musikalische Wirken, zu Unrecht. Doch könnte dieser Fluch nun zum Segen mutieren. Denn Liam ohne Noel schien wie ein Pferd ohne Apfel. Man glaubte ein Debakel geradezu mit den Händen greifen zu können. Different Gear, Still Speeding gibt den Kassandrarufern unter den Oasis-Fetischisten einen Korb. Beady Eye eifern nicht etwa Oasis nach, die Mannen um Liam Gallagher zitieren lieber die Beatles, Stones, Hollies und etliche andere Kaliber der sechziger Jahre. Und dies derart offensichtlich, dass einem die Fußnoten nur so um die Ohren fliegen. Oasis ist passé. Warum denn auch die Epigonen imitieren, warum nicht gleich die alten Meister aufs Korn nehmen?

Wie jede rückwärts akzentuierte Platte vermag auch Different Gear, Still Speeding keine neuen Impulse zu versprühen. Das Album unterhält jedoch diejenigen, welche keine falschen Ansprüche daran stellen. Natürlich gibt Liam auf The Roller John Lennon. Möglicherweise ist es einfach Instant Karma, auf den Schultern der Giganten zu stehen. Wobei manch unbedarftes jüngeres Gemüt wohl nicht zu unterscheiden vermag, wer Schüler und wer Lehrer. Die Patina wirkt eben nicht zu dick aufgetragen. Beady Eye rocken, direkt und unbeschwert. So als hätte der jüngere der Gallagher-Brüder nicht selbst tonnenweise Musikgeschichte am Buckel. Four Letter Word gehört zu den schnittigsten Nummern der Platte, ein Song der bereits verdammt nah an dem kratzt, was dem Werk zur Krönung fehlt: Ein Smash-Hit nämlich, der auch ein paar Dekaden später noch aus Oldie-Radios grölen wird. Selbiges gilt für Bring The Light, arschknapp am Legendenstatus vorbeischrammend. Spätestens Wigwam, das sich von der Würze der Kürze verabschiedet, bestätigt nachdrücklich, dass das Songwriting nicht im Tarnen, Kaschieren und Abpausen besteht. Leicht psychedelisch angeschwurbelt, ins Hymnische gedrechselt, mit vielstimmigem Background-Gesang verbrämt erwächst hier ein Geheimtipp, dem eine Handvoll Hördurchläufe gut zu Gesicht stehen. Die Ballade The Morning Son marschiert letztlich dem Licht entgegen, kippt in den Gestus der Erhabenheit, versinnbildlicht eine Aufbruchsstimmung zu neuen Ufern.

Über 13 Titel hinweg pflügen Beady Eye einen schon lange bestellten Acker. Holpern damit nur zweimal aus der Spur. Beatles And Stones atmet naiven Größenwahn, das eigentlich gefällige For Anyone grenzt an Selbstverleugnung. Der Rest ist ein selbstbewusstes Back to the roots, wobei sich die Herren Gallagher, Archer, Bell und Sharrock gerade so benehmen, als hätte der Britpop der Neunziger nicht existiert. Dieser Charme des Neuanfangs mit Scheuklappen trägt Different Gear, Still Speeding. Ob sich damit dauerhaft reüssieren lässt, wage ich mit Fragezeichen zu versehen. Im positiven Sinne ewig gestrige Musikfans werden das Album allemal zu schätzen wissen. Der Bruch mit Oasis ist vollzogen, derart anständig, dass dies auch ein altersweiser Noel irgendwann einmal mit Wohlwollen registrieren wird.

Different Gear, Still Speeding ist am 25.02.11 auf Beady Eye Records erschienen.

Konzerttermine:

14.03.11 Köln – E-Werk
30.05.11 Hamburg – Großen Freiheit 36

Link:

Offizielle Homepage

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Ein Veröffentlichungsausblick: Die Alben der kommenden Wochen

Nach erholsamen Feiertagen wollen wir nun unser kurzes Winterschläfchen beenden. Wenngleich uns noch die eine oder andere CD von 2010 in den Ohren juckt, mögen wir auch schon eine kurze Vorschau wagen. Was sind die Alben der nächsten Wochen, die unsere Aufmerksamkeit verdienen? Momentan haben wir schon die eine oder andere Scheibe am Radar, aber natürlich gehen wir davon aus, dass sich noch das eine oder andere UFO auf unseren Schirm verirren wird. Im Januar kommt die Veröffentlichungschose ohnehin erst in der zweiten Hälfte richtig in die Puschen, bis dahin wollen wir noch die eine oder andere in der Warteschleife kreisende Platte mit unserem Senf überziehen. Manche Dinge ändern sich nämlich auch 2011 nicht, ein edler Blog wird auch weiter edle Ergüsse bieten und Entdeckungen tätigen. Im Eifer des Gefechts manch Vogel abschießen, fliegenden Untertassen die passende Landebahn bieten, Himmelsstürmern eine Startrampe stellen und Fixsternen am Firmament mit einem Teleskop zu Leibe rücken. Musik bleibt eben immer Musik und wird unsere Gemüter auch in diesem Jahr zu ungeahnten Höhenflügen inspirieren.

Veröffentlichungstermine:

Joan As Police WomanThe Deep Field (VÖ 21.01.11)
16 HorsepowerYours Truly (VÖ 28.01.11)
White LiesRitual (VÖ 28.01.11)
John VandersliceWhite Wilderness (VÖ: 28.01.11)
Juliette CommagereThe Procession (28.01.11)
ModdiFloriography (VÖ: 28.01.11)
MogwaiHardcore Will Never Die, But You Will (VÖ 11.02.11)
Rebekka KarijordThe Noble Art Of Letting Go (18.02.11)
Beady EyeDifferent Gear, Still Speeding (VÖ 25.02.11)
The Joy FormidableThe Big Roar (VÖ: 25.02.11)
The Low Anthem Smart Flesh (VÖ 25.02.11)
PapercutsFading Parade (VÖ: 04.03.11)

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Stippvisite 09/11/10

Die letzten Tage kam ich nicht zum Bloggen, da ich meiner Schwiegermutter in spe Berlin zeigen musste. Nun da sie die Heimreise angetreten hat, will ich rasch ein paar Empfehlungen von der Zunge schnalzen...

Konzerttipp:

Die Berliner Formation Mariahilff rund um Schauspieler Lars Rudolph ist eine poetische Ausnahmeerscheinung voll lebendiger Exzentrik, wie man sie einmal gehört nicht wieder missen möchte. Die 2009 erschienene, selbstbetitelte Platte zählt zu den charismatischsten Werken der letzten Jahre und ist eine Entdeckung wert. Am 10.11. spielt die Band im Heimathafen Neukölln, eine gute Gelegenheit eine exzellente, aufreizend schräge Band kennenzulernen.

Videotipp:

Bereits vor einem Monat habe ich auf den lieblichen Track Never Come Around hingewiesen, der als erster Vorgeschmack auf das 2011 erscheinende Debütalbum dienen soll.  Nun hat Katy Goodman mit ihrem Projekt La Sera auch einen Clip zu dem Song gedreht. Diesem humorig-trashigen Video darf man getrost seine Aufmerksamkeit widmen – und der kommenden Platte natürlich auch. (Mit Dank an Coast Is Clear für das Aufspüren des Clips.)

Never Come Around ist übrigens noch immer als kostenlose Mp3 hier verfügbar.

Downloadtipp:

Oasis hat ein Ende mit Schrecken gefunden. Nun darf man gespannt sein, was Liam Gallagher mit seiner neuen Formation Beady Eye so einfällt. Der Song Bring The Light steht am 10.11. ab 11.00 Uhr zum freien Download auf der offiziellen Webseite der Band bereit. Wir harren der Dinge, die da kommen mögen.

Entdeckertipp:

Eine Band aus Neuseeland läuft einem auch nicht jeden Tag über den Weg. Secret Knives verteilen soeben ihr Debütalbum Affection, welches man sich zum Beispiel hier kostenlos herunterladen darf. Wer flockigem Pop mit shoegaziger Note nicht die kalte Schulter zeigt, den vermag die Formation voll und ganz zu becircen. Ein heißer Tipp. (via Days Of Music)

Streamtipp:

Über Woodsman habe ich vor ziemlich genau einem Jahr bereits ein paar Worte fallen gelassen. Denen will ich jetzt spät aber doch weitere folgen lassen. Da bietet sich die jüngste Daytrotter-Session der Band aus Denver als Aufhänger an. Besonders der Track Balance, auf der Mystery Tape EP vom Juni 2010 aufzufinden, tönt psychedelisch-hypnotisch fein. Anhören!

Für heute will ich es bei dieser Handvoll Empfehlungen belassen, demnächst gibt es mehr, viel mehr.

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