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Wilde ungezähmte Elfen & Feen – Ein nicht nur audio – sondern auch visuelles Mixtape

Sommernachtstraum Elfenreigen

 

Ich hätte das Ganze auch Trotz-Mixtape nennen können. Den Widrigenkeiten zum Trotz, denn Pop ist natürlich Eskapismus in Reinstkultur, ganz im Besonderen der heißgeliebte Electro-Pop. Und überhaupt, Facebook erlaubt Hassposts, aber keine Nippel, auch hier braucht es dringend Eigensinn und eigensinnigen Feminismus. Zeit also, endlich wieder ein Mixtape zu kreieren, heute ohne Penis, dafür schöne und schön-pralle Brüste und die passende Musik dazu von selbsbewussten, trotzigen und eigensinnigen Brüsteträgerinnen. Auf das die wilden Feen und Elfen diese Welt, zumindest für einen kleinen Moment schöner machen.

 

 

Songs for Little People Illustratorin: Helen Stratton

Auf Spotify findet ihr den Fairies-Mix mit Ladytron, Goldfrapp, Björk, SPC ECO, Smoke Fairies, Chemical Brothers feat. Hope Sandoval und Massive Attacke feat. Hope Sandoval


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500 essentielle Songs der Dekade – Teil 2

Auch dieses Mal wollen wir eine bunte Mixtur an bekanntem und unbekanntem, wichtigem und besonders wertvollem Liedgut vorstellen. Und obzwar Listen immer den Geschmack des Erstellers widerspiegeln, haben wir doch versucht über den Tellerrand zu lugen. So mag ob des Haareraufens nun das eine oder andere davon in der Suppe schwimmen. Dennoch wollen wir uns ans  Servieren machen – umso mehr, da wir der bloggenden Nachbarschaft mit dampfender Terrine und gutem Vorbild voranschreiten. Teil 1 offerierte bereits jede Menge Leckerbissen, jetzt folgt der Nachschlag.

500Tracks(Teil2)

wallofarmsThe Maccabees – Love You Better (2009)

someofmybestfriendsaredjsKid Koala – Skanky Panky (2003)

ghostsofthegreathighwaySun Kil Moon – Glenn Tipton (2003)

kidaRadiohead – The National Anthem (2000)

whateveryouloveyouareDirty Three – I Offered It Up To The Stars & The Night Sky (2000)

keystotheworldRichard Ashcroft – Words Just Get In The Way (2006)

siberiaEcho & The Bunnymen – In the Margins (2005)

championsoundJaylib – Champion Sound (2003)

lostchannelsGreat Lake Swimmers – Everything Is Moving So Fast (2009)

zMy Morning Jacket – Dondante (2005)

Boulevard of the Nameless (I)

Unzählige Ruhmeshallen preisen Großtaten, ein Flanieren auf Erfolgswegen ist ebenso möglich. Warum jedoch wird diese Ehre nur denjenigen zuteil, deren Namen sich auch im kleinsten Großhirn des Durchschnittsmenschen eingebrannt haben? Weshalb wird nirgendwo eine Prachtstraße für die Namenlosen gezimmert und deren Handabdrücke in breiigen Asphalt gemetzelt? Die Schar der Namenlosen, die aus Pech oder mangelnder Abgebrühtheit nie in den gleißenden Lichtkegel der Anerkennung tapsen durften. An dieser Stelle unseres Blogs bekommen Herr und Frau Nobody von nun an einmal wöchentlich Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit, wird Zucker in Hinterteile geblasen, die solch Behandlung mehr als verdient haben. Und ohne viel Umschweife wollen wir uns der ersten Musikerin zuwenden.

Stell dir vor du bist Musikerin, vermagst mit kompositorischen Siebenmeilenstiefel von einem magischen Lied zum nächsten bezaubernden Song zu hüpfen. Male dir weiters aus, dass deine Stimme dich zu feinsten ätherischen Luftsprüngen befähigt. Und ziehe zusätzlich in Erwägung, dass dein Heimatland keinerlei exotische Destination wie Timbuktu darstellt. Werde nun ob dieser Gedankengänge nicht euphorisch, denn – nein! – du wachst nun nicht im Schlaraffenland der persönlichen kreativen Erfüllung auf. Du bist nach wie vor ungefähr so bekannt wie Filialleiter Schmidt vom Aldi am Kottbusser Damm. Gut, vielleicht ist es nicht sonderlich hilfreich bei einem winzigen Label Unterschlupf gefunden zu haben, welches es noch nicht einmal schafft, seine Homepage in englischer Sprache zu halten. Eventuell wäre auch ein wenig Promotion-Tätigkeit oder zumindest ein eigener Webauftritt von Vorteil gewesen. Gottvertrauen in allen Ehren, aber wenn man sich nur auf Mundpropaganda verlässt, dann ist musikalische und finanzielle Anerkennung nicht unbedingt eine geritzte Sache.

Rockettothesky
Rockettothesky

Ich spreche heute vom norwegischen Ein-Frau-Projekt Rockettothesky, hinter dem die Musikerin und Sängerin Jenny Hval steht. Kennste nicht? Siehste! Darum passt sie auch in oben eingeführte Kategorie. Stilistisch bewegt sich die werte Dame stilsicher zwischen Shoegaze und Folk, entwirft surreal-stimmliche Klangbilder für Fortfortfortgeschrittene. Verwegen trödeln händeklatschende Choräle mit Muezzinesker Verhalltheit daher, latscht ihr engelhaftes Organ ohne jedweden Stimmbandriss in höchste Sphären oder reitet in ein schrilles Sprechgesangs-Rodeo. Medea nennt sich ihr 2008 erschienenes Album, welches so avantgardistisch klingt, wie Björk es heute gern noch wäre. Dies macht sie auch zu einem würdigen Eintrag auf dem Boulevard of the Nameless.

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Wer nun der betörten Entrücktheit verfallen ist, sei auf folgende Links verwiesen:

Den Track Grizzly Man gibt’s hier als kostenlosen Appetithappen.

My-Space-Auftritt

Label-Seite mit Hörproben

SomeVapourTrails