Musikalisches Tohuwabohu (IX): Gregor McEwan, Blaudzun, Glass Museum, the innocence mission

Und wieder habe ich mir feine Klänge aus dem Kladderadatsch erhaltener Mails, Newsletter und Social-Media-Feeds herausgesucht. Mögen Sie auf gespitzte Ohren stoßen!

Gregor McEwan

Einen „der begabtesten hiesigen Singer/Songwriter“ nennt der wunderbare Linus Volkmann den werten Gregor McEwan im Pressetext zu dessen neuen Album From A To Beginning. Nun könnte man dies als ein zweifelhaftes Kompliment abtun, denn eben viele auf Englisch wirkende deutsche Singer-Songwriter haben sich in den letzten Jahren nicht hervorgetan. Doch ist Gregor McEwan tatsächlich von einem besonderen Schlag, wie auch seine neue Single You And I belegt. Dieser eingängige Singer-Songwriter-Pop tönt voll Pfiff und Rumms, im konkreten Fall wird folkiger Pop-Rock mir ein wenig Disco-Feeling aufgemotzt. Dazu gesellt sich ein Text, der aus einem Zustand der Verunsicherung und Irritation heraus ein Happy End erhofft. Diese „Masche“ hat bereits bei den bisherigen beiden Singles << Rewind, Retrack, Rename, Restore und Home wunderbar funktioniert, sie wirkt auch bei You And I. Schelmisch formuliert erzählt McEwan Selbstfindungsgeschichten, an deren Ende nicht die Krise oder gar der Strick stehen. Das ist tröstlich und optimistisch und überaus sympathisch. Auf das in wenigen Tagen erscheinende Album dieses Singer-Songwriters darf man sich ohne Zweifel freuen!  Weiterlesen

Stippvisite 17/11/12 (Am Ende von Erkältungssperenzchen steht Musik!)

Nachdem uns die für diese Jahreszeit üblichen Sperenzchen heimgesucht haben, sehen wir uns dank abklingender Erkältung wieder in der Lage feine Klänge aufzuspüren…

Querbeettipp:

Los Angeles mag die Welthauptstadt des Films sein, im Bezug auf Musik freilich wollen mir nicht eben viele dort ansässige Bands und Musiker einfallen. Ich höre noch und nöcher starke Töne aus Brooklyn, nicht jedoch aus Los Angeles. Die Formation Io Echo kämpft mit ihrer selbstbetitelten EP erfolgreich gegen diesen Trend an. Sie stapfen querbeet durch die Genre-Landschaft,  vermengen Synthie-Pop, Shoegaze und Lo-Fi-Indie-Dingsbums zu einem höchst quirligen Sound. Das klingt lieblich wie aufmüpfig, schlicht angenehm frisch. Tracks wie Carnation oder When The Lillies Die seien daher dringend zum Anhören empfohlen – und das obwohl sie aus Los Angeles kommen. (via Nicorola)

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