Stippvisite 23/10/2014

Musik fällt nicht einfach so in den Schoß. Man sucht sie, entdeckt sie, nur selten schnappt man sie zufällig irgendwo auf. Wenn ich die Seiten meiner geschätzten Bloggerkollegen und manch vertrauter Magazine durchstöbere, ist die Wahrscheinlichkeit freilich groß, dass ich eher früher denn später auf besondere Klänge stoße. So auch dieses Mal!

Debüttipp:

Musiker sind trotz mancher Eigenarten normal tickende Menschen. Auch für sie gilt, dass viele gerne mal Chef spielen wollen, eine eigene Band gründen möchten, nach einer Selbstverwirklichung streben. Warum auch nicht? Speziell wenn das Ergebnis eine umwerfende Dream-Pop-Single ist. Anna Bulbrook, Bandmitglied bei The Airborne Toxic Event, und Marc Sallis, Bassist bei The Duke Sprit, haben sich zum Duo The Bulls zusammengeschlossen und dieser Tage den Track Come Unwound veröffentlicht. Dieser Song besticht durch den verträumten Gesang Bulbrooks, shoegaziges Gitarrenspiel und eine für dies Genre untypisch präsente Violine. Es ist ein Lied, das in den Strophen ätherisch atmet und im Refrain hymnisch dröhnt. Eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer, ein tolles Stück garantiert noch kein starkes Album, aber in diesem Fall kann ich mich kaum zurückhalten und harre gespannt den Lieder, die da hoffentlich in Bälde kommen. Diese Bandgründung jedenfalls scheint eine verdammt gute Idee. (via Coast Is Clear)

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Stippvisite – 16/03/10

Und wieder soll abgehandelt werden, was die werten Bloggerkollegen erwähnen, die Fachpresse mehr oder minder klug schwätzt und Musiker und Bands so abliefern…

Genusstipp:

Wenn Bonnie ‚Prince‘ Billy Daytrotter seine Aufwartung macht, darf man durchaus zentnerschwere Qualität erwarten. Freilich wird man dabei nicht enttäuscht.

Vorfreutipp:

James aus Manchester veröffentlichen im April ihr neues Album The Night Before. Dass es die Band in all den Jahren nie in die erste Reihe geschafft haben, liegt wohl auch am dümmstmöglichen Namen für eine Band. Aber die Musik ist mit das Beste, was Großbritannien so zu bieten hat.

Entdeckungstipp:

Foto: Bart Pettman

Aufgepasst, Freunde der deftigen Töne. Castrovalva schreien sich die Seele aus dem Leib – und das ist gut so. In wenigen Wochen erscheint das Album We Are A Unit. Und wer es auf die harte Tour mag, der sollte sich die kostenlosen Mp3s Donut und Pump Pump zu Gemüte führen. Wir werden die Herren demnächst noch ausgiebiger vorstellen. Und meine werte Co-Bloggerin DifferentStars wird mich angesichts des Lärms, den sie dann ertragen muss, wohl verfluchen…

Diktiertipp:

Seit einigen Tagen wollte ich schon Emit Bloch an dieser Stelle erwähnen, doch trotz interessanter Ansätze konnte mir der Herr nicht die absolute Begeisterung abringen. Nun hat sich das klienicum der demnächst erscheinenden Scheibe Dictaphones Vol. 1 angenommen. Dieser alternative Lo-Fi-Zugang zu Country und Bluegrass ist zweifellos nicht nach jedermanns Geschmack, sollte aber dennoch einer Entdeckung unterzogen werden.

Lesetipp:

Verkümmert das Gehör durch Mp3-Dateien? Was so reißerisch klingt, als wäre die Bild wieder investigativ tätig geworden, ist als ernste Frage in der Futurezone des ORF gestellt. Trotz des Versuchs einer wissenschaftlichen Unterfütterung der These bleibe ich skeptisch.

Hörtipp:

J Dilla mag gestorben sein, aber Material, welches es noch zu veröffentlichen gilt, scheint reichlich vorhanden. Via Prefix habe ich seine instrumentale Interpretation des 80er-Klassikers Safety Dance gefunden. Beste Hintergrund-Musik für die U-Bahn-Fahrt zur Arbeit!

Videotipp:

Julian von DieKopfhörer hat mich auf ein Video von Emmanuelle Seigner aufmerksam gemacht. Dingue ist ein wirklich feiner Song, und Frau Seigner anzusehen tut auch nicht weh.

Geheimtipp:

Eine Band, von der man noch viel hören wird, ist Pacific Theater. Als Appetithappen sei auf den Album-Stream von Animals At Night auf Last.fm verwiesen, wo es auch noch 2 kostenlose Downloads gibt. Insbesondere der Song Lions ist eine feine Nummer. (Gefunden bei The End of Irony)

Lions from Whale Heart Records on Vimeo.

Vorhörtipp:

Laura Marling bringt demnächst das Album I Speak Because I Can heraus. Und da ich das Talent der Dame nicht gering bemesse, waren meine Erwartungen durchaus hoch geschraubt. Der Album-Stream auf Times Online bestätigt die Ansprüche auch. Unbedingt zurücklehnen und lauschen!

SomeVapourTrails