Unsere Lieblingslieder 2014

Heute wollen wir den werten Lesern unsere 30 Lieblingslieder des Jahres 2014 vorstellen. Diese 30 Tracks sind uns ans Herz gewachsen und werden auch 2015 nicht aus dem Gedächtnis purzeln. Natürlich hätten wir locker 100 Songs nennen können, der Übersichtlichkeit halber haben wir uns auf diese Liste beschränkt. Weiters gilt: Nummerierungen sind Schall und Rauch, höchstens die Top 5 sind mit einem besonderen Ausrufezeichen versehen. Viel Vergnügen beim Erlauschen!

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1. Wanda – Bologna

Schon das erste Lied der Platte gerät zum Volltreffer. Bologna gefällt als verhinderte Inzest-Hymne (“Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine schlafen/ Obwohl ich gerne würde, aber ich trau mich nicht“), lässt Italien als Sehnsuchtsort für Amore und Dol­ce­far­ni­en­te wiederauferstehen. All den Irrungen und Wirrungen des Fühlens steht ein kehlig geschmettertes, die Liebe bejahendes Lebensgefühl entgegen.

ausderbibliotheque

2. Andreas Dorau – Reden wir von mir

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Ewiger Schwerenöter, zeitloser Galan – Bryan Ferry

Der Typus des ewigen Verführers ist in der Gegenwart ein wenig unter Beschuss. Den verbliebenen Charmeure wird gerne ein antiquiertes Frauenbild attestiert, die Öffentlichkeit betrachtet das Tun der letzten Playboys durchaus kritisch. Herrscht bei diesen Affären denn auch wirklich gegenseitiges Einvernehmen? Oder wurde frau gar auf die Bettkante gezwungen? Zwischen den lauschigen Hausfrauentabus von Shades of Grey und einer auf Shitstorm getrimmten, von Politcal Correctness besessenen Gesellschaft liegt nur ein schmaler Grat. In Kanada etwa ist der Radio- und TV-Moderator Jian Ghomeshi gerade unter die Räder gekommen, weil er seinen One-Night-Stands mindestens mit großer physischer Präsenz nachging. Der Vorwurf von Gewalt wird untersucht. Erst vor wenigen Tagen haben sich die Medien hierzulande mit der wohl neuen und moralisch verwerflichen Profession des Pick-Up-Artists empört auseinandergesetzt. Kurzum, Verführer und Casanovas und alle, die sich dafür halten, sind in einer oftmals sehr gerechtfertigten, tiefen Wirkungsklemme. Doch meist zieht bereits ein nicht eben dezenter Schlafzimmerblick einen Schweif von Zeter und Mordio nach sich. Hysterie und emanzipatorische Notwendigkeit sind manchmal schwer zu trennen. Auch an einem meines Wissens völlig untadeligen Bryan Ferry gehen all die Veränderungen nicht spurlos vorbei. Er repräsentiert bis heute den Gentleman der alten Schule, den Dandy unter den Bonvivants. Sein neues Album Avonmore wirkt daher gänzlich aus der Zeit gefallen, steht für ein edel-männliches Selbstverständnis, wie man es so heute noch selten antrifft. Der Schwerenöter in der Krisis, so lässt sich die Platte zusammenfassen.

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Schön kruder Mix aus der Hölle: U Can Dance (Feat. Bryan Ferry) (Peter Kruder Edit) – Free Mp3

Es scheint eine sehr deutsche Eigenschaft zu sein, ehemalige Traum-Sexsymbole aus der Versenkung zurück auf den Dancefloor zu holen. Wir erinnern uns: Tom Jones Comeback wurde nicht unmaßgeblich von Mousse T. angeschoben. Mal schaun, ob DJ Hell mit Byran Ferry ähnliches gelingt. Roxy Music, das ist die Band, meine sehr verehrten Leser und Leserinnen, zu der eure Eltern und Großeltern schon schwelgten. Bryan Ferry berühmt berüchtigter Chameur mit lasziv-versnobter Stimme, der schon mal Mick Jagger die Frau ausspannte.

Und hier isse: Jerry Hall sexy gurrend im wunderbaren 80er – Ich bin Jane – Tigerkleidchen:

Roxy Music – Let’s Stick Together

Aber das ist Geschichte… Heute ist: HELL featuring BRYAN FERRY “U Can Dance” und ein paar heiße Schnitten, aus Jerry Halls Enkelinnen-Generation, sorgen hier für den Sexappeal:

HELL FEATURING BRYAN FERRY ‚U CAN DANCE‘ from Gigolo Records on Vimeo.

Die Single erscheint am 12.02.10 bei Gigolo Records.

Da Lie In The Sound ein deutsch-österreichischer Musikblog ist, passt es ganz gut, hier die Hilfe des alpenländischen Nachbarlandes als Free Download zu präsentieren:

U Can Dance (Feat. Bryan Ferry) (Peter Kruder Edit)

Viel Spaß damit!
DifferentStars