Breaking News: Oasis-Reunion

Nach qualvoll langer Zeit der Trennung kommt es nun doch zu einer Versöhnung der britischen Ausnahmerüpel. Liam und Noel Gallagher wollen nun wieder gemeinsam auftreten und mit Oasis an alte Erfolge anknüpfen. Dass Noel in die offenen Arme seines Bruders zurückkehrt, freut vor allem meine Co-Bloggerin DifferentStars. Wenngleich er für sie zwar wie ein Schluck Wasser in der Kurve aussieht, sind seine Meriten als Songwriter für sie jedoch unbestritten. Der erste Auftritt der wiederformierten Band geriet sofort zu einer Demonstration alter Stärke und unterstreicht, warum man die legendären Gallagher-Brüder für ihre rohe, wahnsinnige, großkotzige, pubertäre, raufsüchtige, charismatische, geniale Art einfach mögen muss.

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Foto: Will Fresch (http://www.flickr.com/people/freschwill/)

Es gibt eben doch gewisse Konstanten, auf welche man sich noch verlassen kann: Klimawandel, Herpes und Oasis. Alle nicht unterzukriegen. Doch hier nun das erste Video der versöhnten Kampfhähne:

SomeVapourTrails

Time for a Comeback: Pre-Listening Robbie Williams „Bodies“

Ja! Das wird allerhöchste Zeit. Nachdem ich in den vergangenen Wochen so einige mehr oder weniger freundliche Tritte von liebenswerten Promotern und dem allerliebsten Co-Blogger erhalten habe, ist es nun soweit. DifferentStars kehrt zurück auf die große Bühne des Lobhudeleiens und Lästerns. Zweiteres ist mal eindeutig wichtiger… keine tröpfelnden Beiträge mehr… die Sommermüdigkeit ist wie weg gewischt, den ER ist zurück.

Wer mehr Drogen konsumiert hat als Amy Winehouse und Pete(r) Doherty zusammen… mit jedoch höchstens einem Zehntel des Talentes der kleinen Zehen der Beiden ausgestattet ist, ja der, darf schon ein wenig schwachsinnig sein… an UFOs glauben… eines der schlechtesten Alben aller Zeiten veröffentlichen (Rudebox) und sich dann ins Exil zurück ziehen.

Von Gott erleuchtet wieder auferstehen ist dann aber ein bisschen zuviel des Guten…. einen Tributsong für den Möchtegern-King-Of-Pop Michael Jackson der Welt androhen…

Halt, werden jetzt viele schreien. Bodies könnte doch ein wahrlich genialer Song sein. Erst hören, dann urteilen. Tja, hab ich und… nee meine lieben Leser, nur weil’s den Song ab 11. Oktober kostenlos vorab von seiner Homepage gibt…wie hier, hier, hier, hier…. und selbst bei den Blogger-Kollegen mit sonst gutem Geschmack bekannt gegeben.

Selbst Hardcore-Fans sehen in dem Gottesengel inzwischen zum Ikarus mutieren.

Irgendwer sollt Robbie auf jeden Fall mal die Webcam weg nehmen… dann wär’s ne Wegcam, die keine Peinlichkeiten mehr in die Welt sendet:

Der offizielle Album-Trailer sieht natürlich schicker aus:

So… das Album Reality Killed The Video Star kommt also im November, ebenfalls angekündigt für den Vorweihnachtsmonat ist das Album eines weiteren Briten, der Robbie schon mal in einem legendären Match schlug… nachzulesen: Hier.

Immerhin… Coldplay haben einen würdigen Nachfolger als Lieblingslästerobjekt gefunden und Robbie schlägt sie haushoch.

DifferentStars

Vorwärts in die Vergangenheit – Seligs Comeback

Lediglich zwei Platten deutschen Rocks der 90er gelang die perfekte Vermengung poetischer Ausdruckskraft mit hochenergetischem Gitarren-Rock. Eine davon war Tocotronics K.O.O.K., die andere stammte von Selig und hieß Hier.

Wenn ich über Selig spreche, muss ich vorab den Textmagier und Sänger Jan Plewka schelten. Er ist meines Erachtens einer der begabtesten seiner Zunft. Und doch konnte er dies weder auf Solopfaden noch mit den Bands Zinoba und TempEau wirklich bestätigen. Seine traurig-balladeske Schreibe funktionierte nie besser als mit Selig. Nun sind Selig wieder vereint und mir sprießen sogleich wieder Pickel, wie ich sie haufenweise mein Eigen nannte, als ich Hier erstmals hörte. Doch die Abgeklärtheit einer aufkeimenden Midlife Crisis hindert mich an Jubelschreien. Zu zynisch wird man mit dem Alter und erschnuppert einen armseligen Versuch der Reanimation einer einstmals tollen Formation zwecks Brieftaschenauffüllung. Der Fluch der Skepsis scheint freilich auch Segen, denn die Erwartungshaltung tümpelte in Richtung vorprogrammierter Enttäuschung. Nun kuscheln sich 12 neue, selige Lieder durch die Boxen und suchen ein Zuhause. Werden sie sich in mein Herz einnisten wie einst Kleine Schwester, Du kennst mich nicht, Halber Freund und An einem Morgen?

Selig

Foto: (c) Mathias Bothor

Ja, sie tun es. Und Endlich Unendlich verströmt Genialität. Die Pfundskerle räumen bereits mit der ersten Handvoll an Liedern jedwede Zweifel aus dem Weg. Von wegen noch einmal Reibach machen oder musikalischer Offenbarungseid! Die Hamburger Musiker liefern ein Werk ab, welches den Sound ihrer Geniestreiche atmet, frisch und saftig klingt. Sie brauchten sich nicht neu erfinden, weil die hämmrige Leidenschaft gepaart mit Plewkas großem poetischen Staunen noch immer – und vielleicht mehr als je zuvor – fasziniert. Unter den feinen Stücken perlt Wir werden uns wiedersehen hervor. Hoffnungsfroh und hymnisch strudelt das Lied mit dem pompösen Refrain („Wir werden uns wiedersehen, vielleicht nur um zu verstehen, dass das Leben an sich manche Wunder verspricht, ob du’s glaubst oder nicht ich vergesse dich nie.„) einer abgeklärten Zuversicht entgegen. In Schau Schau („Ich schau, schau, schau in den Morgen, aus so vielen Welten zusammengewebt.“) hat die Gruppe eine formidable erste Single gefunden, welche als das beinhaltet, was den besonderen Charme Seligs formt. Dass auch die Intensität langsamerer Stücke ungebrochen scheint, demonstriert Der schönste aller Wege. Plewkas von benebelter Leichtigkeit getragener Gesang besticht besonders auf Ich bin so gefährdet – endlich ein deutsches Liebeslied, welches nicht mit dem Angstschweiß der Naivität dahertropft. Das bluesige Ich dachte schon („Ich dachte schon, du wärst ausgezogen aus den Kammern meiner Erinnerung, doch durch irgendeine Lücke kriechst du immer wieder rein. Lass mich allein.„) bringt durch kraftvolles Spiel und händeringendes Gewimmer meine Zimmerwände zum Bröckeln – und das ist gut so, soll doch mein Nachbar auch gute Musik hautnah genießen dürfen.

Und Endlich Unendlich

Und Endlich Unendlich

Die alten Haudegen begeistern mich nach wie vor. Ihr Schritt vorwärts, welchen sie mit der neuen CD vollziehen, ist eine Besinnung auf eine glorreiche Vergangenheit. Die Mannen um Jan Plewka reanimieren erfolgreich den Esprit der Vorgängerplatten und lassen die jungen, wilden, deutschen Bands allesamt verdammt alt aussehen. Selig sind zurück und selig sind deren Fans.

Link:

Offizielle Homepage

SomeVapourTrails

Liebe Grüße an Musiktipps24…mal schauen ob’s ankommt 😉

Nicht nur Papst, jetzt sind wir auch Selig ;-)

Wiederauferstehen und Zurück-Kommen können nicht nur die Briten. Nach Portishead, Oasis, Travis, The Verve und den anderen von der Insel, freut uns in diesem Jahr das Comeback einer der einflussreichsten deutschen Bands der 90er Jahre: Selig

Selig – „Schau Schau“

Heute erscheint die Single Schau, Schau und ist Vorbote auf das Album Und Endlich Unendlich. Als Selig-Kenner werde ich SomeVapourTrails mal vorschicken und berichten lassen, ob diese alte-neue Liebe hält was sie verspricht:

So verfügen Selig über die Gabe uns weicher und empfänglicher zu machen für die Magie des Augenblicks. Für jene Reise ins Glück, die das Gelingen des Albums auch für die Band selber darstellte. Für Jan Plewka, Christian Neander (Gitarre), Leo Schmidthals (Bass), Malte Neumann (Keyboard) und Stephan „Stoppel“ Eggert (Schlagzeug) fühlt es sich so an, „als würden wir zum zweiten Mal heiraten.“ Ein kleines Wunder!

(Universal Musik/News)

DifferentStars

Dido – Safe Trip Home

Edit (31.10.2008): Viele kostenlose Downloads stehen nur für begrenzte Zeit im Netz. Auch dieses Lied ist leider nicht mehr frei erhältlich.

Dass Lesen von Musikblogs lohnt sich – ich spreche hier nicht nur von dem unseren. Und weil dieser Tipp soooo schön ist, musste ich diesen gleich „klauen“:

Dido is back – und bietet vorab das wunderschöne Lied Look No Further als kostenlosen Download an.

Das neue Dido Album Safe Trip Home erscheint am 3.  November in den UK und ein bisschen später im gleichen Monat weltweit.

Tracklist:

1. don’t believe in love

2. quiet times

3. never want to say it’s love

4. grafton street

5. it comes and it goes

6. look no further

7. us too little gods

8. the day before the day

9. let’s do the things we normally do

10. burnin love

11. northern skies

Dido – Studio Film Trailer

Link: didomusic.com

Gefunden habe diese erfreuliche Nachricht hier: http://whitetapes.wordpress.com/

DifferentStars

Die Jugend von heute sind immer noch wir

Traurig aber wahr – irgendwie schon! Oder wiederum vielleicht nicht – halt ne Zeiterscheinung. Hat schon seinen Grund, dass sich niemand traute die neuen Alben von Travis, The Verve oder Oasis als gereift zu beschreiben…eher wütender und rockiger…das ist zumindest mein Eindruck…und ein guter Grund diese in meinem CD Regal wissen zu wollen.

Gehöre ich doch zu den Thirtysomethings – der Generation, die es verpaßt hat, zur irgenwie coolen Grunge Generation X zu gehören…zu spät dran auch um sich als Generation Golf vom Wohlstand korrumpieren zu lassen und allgemein …dann eher mit den Twentysomethings irgendwie der Generation Praktikum angehört oder der Generation „Vielfalt an Jobs im Lebenslauf“. Symptomatisch: Die Sehnsucht aller endlich da anzukommen, wo sie wirklich hingehören – ständig gehetzt von der Panik das „noch Bessere“ verpassen zu können.

Vielleicht rührt ja mein merkwürdiger Konversatismus die Comebacks des Jahres fast mehr zu huldigen als die Newcomer auch daher…so zu sagen meine Antihaltung im Kampf mit dem Zeitgeist.
Portisheads „Third“ ist für mich dann auch eines der Alben 2008.

Kurze Momente des Grauens und Selbsterwachens gibts natürlich schon…nichts ist schlimmer als Berufsjugendliche – ein Schreckensgespenst dem ich nie gleichen wollte.

Als ich mich dann jüngst dabei ertappte, wie ich Amy McDonald’s Youth Of Today mitsang, wurde mir schon ein wenig komisch. Immerhin bin ich so etwa ein Jahrzehnt älter.

Amy McDonald – Youth Of Today

Tröstlicherweise bin ich dann aber auch wiederum- oder andersrum – einige Jahre jünger, als die oben schon erwähnten Travis, The Verve und Oasis. Werd mir vorsichtshalber das Album von Amy nicht kaufen – obwohl ichs eigentlich ganz gut finde 😉 …und mich lieber an die Wiederkehrer halten.

Zurück zu The Verve: „Bitter Sweet Symphony“ ist und wird auch immer ein Meilenstein der Musikgeschichte bleiben – wenn auch unumstritten geklaut – haben die Herren Jungs von The Verve mit ihrer einmaligen Interpretation das Original weit in den Schatten gestellt. (mehr dazu auf Wikipedia)

Viele Blogger maulten dann sehr, als The Mover vorab den Boten fürs Album gab. „Wo ist nur diese Gänsehaut schaffende Melancholie hin“ – war so das Credo. Ganz im Ernst: Ich mag The Mover . Ebenso wie:

The Verve – Love Is Noise

Anstatt sich immer nur leid zu tun und traurige Musik zu hören ist ein bißchen mehr Rock und Wut ganz angebracht dieser Tage.

Britpop is dead – lang lebe der Britrock…

Travis – Something Anything

Oasis – The Shock Of The Lightning

DifferentStars