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Unsere Lieblingsalben 2014

Wir haben auch 2014 wieder so einiges an Musik gehört und vieles davon auf dem Blog vorgestellt. Hier sind die 20 Platten, die meine Co-Bloggerin und mich in diesem Jahr fasziniert haben. Wir hätten sicher auch mindestens ein Dutzend weitere wunderbare Alben nennen können, der Übersichtlichkeit halber wollen wir es bei 20 Stück belassen. Vielleicht schaffen wir es ja, das eine oder andere Werk dem werten Leser doch noch ans Herz zu legen!

1. Wanda – Amore

amore_wanda

Fazit: Es lässt das Kulturgut Austropop in der Moderne ankommen. Wanda sind so robust wie feinsinnig, so euphorisch wie wehmütig, so schlawineresk wie direkt. Mehr noch, Wanda sind die, die all der Heurigenseligkeit und dem ganzen Walzerflair ein Stückchen Wien abtrotzen, es wieder auf der Landkarte des Pop-Rock verorten. (Review)

VÖ: 17.10.2014 (Problembär Records)

2. Kasabian – 48:13

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Release Gestöber 62 (Condor Gruppe, UNITED – PiN Soli Sampler, Beartown Zodiac)

Condor Gruppe

Man nehme Spaghettiwesternambiente, verquicke dies mit Krautrock und psychedelischem Groove und der einen oder anderen Prise Jazz. Fertig ist das, was die geschätzte Kollegin Eva-Maria auf ihrem Blog Plan My Escape als „Filmmusik für ein wortkarges Road Movie“ bezeichnet. Die Antwerpener Formation Condor Gruppe sattelt bei ihrem Ende September veröffentlichten Debüt Latituds del Cavall die Pferde für einen ganz speziellen Trip. „Man klangmalert, man jammt, man irrt mit Bedacht vom Wege ab. Es sind ureigentlich Soundtracks für karge Landschaften, die Condor Gruppe abliefern.“ hat die Kollegin weiters zu vermelden. Und tatsächlich erleben wir hier stimmungsvolles Kopfkino für grüblerische Outlaws, die sich musikalische Farbtupfer in eine landschaftliche Weite träumen. Track für Track schlängelt sich auf unbekannten Pfaden entlang, begibt sich auf eine Reise, deren Weg das Ziel zu sein scheint. All die Stücke der Platte kommen ohne Höhepunkte aus, negieren eine Zuspitzung. Sie flirren im Galopp dahin, das Irgendwo des Horizonts im Augenwinkel. In diesem so bodenständigen Sound fühlt man die sengende Sonne an den Haarwurzeln, Insekten zwischen den Zähnen und ein sandiges Knirschen unter den Hufen. Zu den Highlights dieses Assoziationen gleich Schrotkugeln verpulvernden Albums zählen Jungle Ships, das auf fünf Minuten allerlei Stimmungen komprimiert, das vor sich hin pfeifende Ondt Blod sowie ein die Berufung zum Lonesome Cowboy zelebrierendes Vocazione. Nicht zu vergessen natürlich Righteous Jam, das ungefähr so klingt, als würde irgendwo am Arsch der Welt ein Kojote auf Drogen durch eine ins Om vertiefte Hippie-Kommune wieseln. Latituds del Cavall strotzt vor imaginativer Kraft, versprüht Western-Flair, zündet das Kino im Kopf. Entdecken lohnt!

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