Co­ming-of-Age-Musik eines Ausnahmetalents – Denai Moore

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Es muss schon Ostern und Weihnachten auf denselben Tag fallen, um aus mir einen R&B-Fetischisten oder Soul-Enthusiasten zu machen. Die Londonerin Denai Moore vermag mich dennoch mit ihrem Soul-Pop samt eindeutigen Anleihen beim Singer-Songwriter-Folk um den Finger zu wickeln. Moore präsentiert ihre Musik mit dem Understatement und der Nachdenklichkeit des Indie, verzichtet auf schrille Aufgeregtheit und billigen Glamour, welche Soul und Contemporary R6B heutzutage oft prägen. Ihr Album Elsewhere erweist sich als musikalischer Glücksfall, der auch dem Mainstream verpflichtenden Hörern die Gehörgänge vergoldet. Elsewhere fängt sie alle ein, die Illiteraten, die Media Markt als erste Adresse für CDs erachten, und natürlich auch jene Gourmets, die das Außergewöhnliche in der Musik aufspüren wollen. Dabei ist Moores feine Stimme gar nicht mal über alle Maßen speziell, die Art ihres Vortrags ist es, die so staunen macht.

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