Schlagwort-Archive: Doug Paisley

Unsere Lieblingslieder 2014

Heute wollen wir den werten Lesern unsere 30 Lieblingslieder des Jahres 2014 vorstellen. Diese 30 Tracks sind uns ans Herz gewachsen und werden auch 2015 nicht aus dem Gedächtnis purzeln. Natürlich hätten wir locker 100 Songs nennen können, der Übersichtlichkeit halber haben wir uns auf diese Liste beschränkt. Weiters gilt: Nummerierungen sind Schall und Rauch, höchstens die Top 5 sind mit einem besonderen Ausrufezeichen versehen. Viel Vergnügen beim Erlauschen!

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1. Wanda – Bologna

Schon das erste Lied der Platte gerät zum Volltreffer. Bologna gefällt als verhinderte Inzest-Hymne (“Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine schlafen/ Obwohl ich gerne würde, aber ich trau mich nicht“), lässt Italien als Sehnsuchtsort für Amore und Dol­ce­far­ni­en­te wiederauferstehen. All den Irrungen und Wirrungen des Fühlens steht ein kehlig geschmettertes, die Liebe bejahendes Lebensgefühl entgegen.

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2. Andreas Dorau – Reden wir von mir

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Stippvisite 23/10/2014

Musik fällt nicht einfach so in den Schoß. Man sucht sie, entdeckt sie, nur selten schnappt man sie zufällig irgendwo auf. Wenn ich die Seiten meiner geschätzten Bloggerkollegen und manch vertrauter Magazine durchstöbere, ist die Wahrscheinlichkeit freilich groß, dass ich eher früher denn später auf besondere Klänge stoße. So auch dieses Mal!

Debüttipp:

Musiker sind trotz mancher Eigenarten normal tickende Menschen. Auch für sie gilt, dass viele gerne mal Chef spielen wollen, eine eigene Band gründen möchten, nach einer Selbstverwirklichung streben. Warum auch nicht? Speziell wenn das Ergebnis eine umwerfende Dream-Pop-Single ist. Anna Bulbrook, Bandmitglied bei The Airborne Toxic Event, und Marc Sallis, Bassist bei The Duke Sprit, haben sich zum Duo The Bulls zusammengeschlossen und dieser Tage den Track Come Unwound veröffentlicht. Dieser Song besticht durch den verträumten Gesang Bulbrooks, shoegaziges Gitarrenspiel und eine für dies Genre untypisch präsente Violine. Es ist ein Lied, das in den Strophen ätherisch atmet und im Refrain hymnisch dröhnt. Eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer, ein tolles Stück garantiert noch kein starkes Album, aber in diesem Fall kann ich mich kaum zurückhalten und harre gespannt den Lieder, die da hoffentlich in Bälde kommen. Diese Bandgründung jedenfalls scheint eine verdammt gute Idee. (via Coast Is Clear)

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Unsere Lieblingslieder 2014 – Ein Zwischenstand

Wir haben uns auch dieses Jahr die Ohren wund gehört und so manch Lied hat sich als Balsam für die Gehörgänge entpuppt. Und was wir erst alles (noch) nicht erlauscht und erfühlt haben, weil gut Ding halt Weile braucht und die Zeit ohnehin verrinnt! Nun also zwanzig in loser Unordnung zusammengetragene Songs, die mich und die derzeit schweigsamere Co-Bloggerin in den letzten 6 Monaten bewegt haben.

Andreas DorauReden wir von mir

Begründung: Dorau liefert mit dem famosen Reden wir von mir eine großartige Parodie auf die gegenwärtige Selbstbezogenheit und bewahrt sich dabei eine Naivität, die man einfach knuddeln möchte. (Kurzrezension) [Album: Aus der Bibliothèque / 17.01.2014 / Bureau B]

Mikko JoensuuLand of Darkness

Begründung: Da ich momentan noch zu enthusiasmiert bin, überlasse ich die Einschätzung der werten Eva-Maria vom Polarblog, wo ich auch auf dieses wunderbare Lied gestoßen bin. Sie konstatiert: “Der Track ist ein feines, krautrockig ausuferndes Meditationsstück, dass den üpppigen 70er-Synthiewelten von Vangelis nahesteht. Aber Mikko Joensuu wäre nicht er selbst, wenn der Track nicht in eine Auseinandersetzung mit Glaubensfragen wäre und der liebe Gott mit kindlichem Vertrauen angerufen würde.“ (Hörtipp) [EP: Land of Darkness / Lake of Fire / 07.03.2014 / Fullsteam]

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Indie-Track-Auslese 2014 (Januar/Februar/März) – Teil 1

Hier eine Auflistung einiger Tracks, die wir in den ersten drei Monaten 2014 so gehört und für sehr gut befunden haben. Da sich noch die eine oder andere feine CD des jungen Musikjahres in unseren Regalen stapelt, wird es im April einen Nachklapp zu dieser Liste geben. Für den Moment jedoch gilt: Viel Vergnügen beim Anhören!

Mikko JoensuuLand of Darkness (Finnland) EP: Land of Darkness / Lake of Fire (VÖ: 07.03.2014 auf Fullsteam)

Doug PaisleyIt’s Not Too Late (To Say Goodbye) (Kanada) Album: Strong Feelings (VÖ: 24.01.2014 auf No Quarter)

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Starke Gefühle ohne Übertreibung – Doug Paisley

Heute möchte ich ohne Umschweife von einem meiner Meinung nach perfekten Americana-Album schwärmen. Der aus dem kanadischen Toronto stammende Singer-Songwriter Doug Paisley hat mit Strong Feelings eine nachdenkliche, mit Feinsinn und Bodenständigkeit punktende Platte ersonnen, die eigentlich nur einziges Mal nicht zum Understatement neigt. Wenn uns Paisley nämlich im Albumtitel starke Gefühle verspricht, dann ist das eine sehr akkurate Beschreibung dessen, was den Hörer auf diesem wunderbaren Werk erwartet. Ob Country-Ballade oder Folk-Rock-Track, immer verbindet Paisley die unaufgeregte Hemdsärmeligkeit des Fühlens mit der Integrität des begnadeten Liedermachers und einem zutiefst wohligen, eleganten Sound. Würden die ehrenhaftesten Vertreter des Alternative Country, die Legenden des Folk diese, Paisleys Lieder trällern, die Musikkritik dieser Welt wäre der Schnappatmung nahe. Doch Paisley ist (noch) kein Willie Nelson und deshalb könnte dieses Album vielleicht zu Unrecht übersehen werden. Und das wäre ein Verlust für jeden, der sich von der Melancholie und Traurigkeit des Americana angezogen fühlt.

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