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Release-Gestöber 2

Heute wollen wir mal wieder kurz und bündig auf die aktuellen Sahnehäubchen unter den Veröffentlichung hinweisen und dieses Urteil gleich mit Clips und Streams untermauern.

Das am 16. April erscheinende Doppel-Album Leave Your Sleep verdeutlicht, dass Natalie Merchant trotz allzu langer Pause nichts von ihrer Intensität eingebüßt hat. Auch wenn mir momentan die Zeit fehlt, mich diesem Werk eingehender zu widmen, komme ich um eine saftige Empfehlung doch nicht umhin. Eine Kostprobe sollte eine etwaige Frage nach dem Warum klären:

Merchant kommt im Rahmen ihrer Tour im Mai auch nach Deutschland.

12.05.10 Köln – Kulturkirche
14.05.10 Hamburg – Uebel & Gefährlich
15.05.10 Berlin – Admiralspalast (Studio)
17.05.10 München – Freiheizhalle
18.05.10 Zürich (CH) – X-TRA

Ich habe mich ja bereits sehr positiv über Nice Nice und das am 09. April veröffentlichte Extra Wow geäußert. Ich will nicht müde werden, die Qualitäten dieses Duos, das wirklich haarscharf zwischen Trash und Ernsthaftigkeit wandelt, zu preisen. Auch wenn der Clip dem Schund huldigt und der Song nicht zu den Highlights des Albums gehört, rate ich dazu, der Scheibe eine Chance zu geben, auch bei Nicht-Gefallen des Videos.

White Hinterland veröffentlichen am 16. April auch in hiesigen Breiten ihre durch und durch anregende Platte Kairos. Dazu werden wir in Kürze einige Worte verlieren, doch vorerst fängt das Video zu Amsterdam den Geist des Werks hervorragend ein, da braucht es keine großen Lobreden.

Wem dieser Vorgeschmack nicht genügt, der sei auf kostenlose Downloads der Songs No Logic und Icarus auf der Label-Seite von Dead Oceans verwiesen.

Xavier Rudd bringt ebenfalls diesen Freitag gemeinsam mit Izintaba die Platte Koonyum Sun raus. Vor allem der über seine Homepage nach kostenloser Registrierung erhältliche Song Love Comes And Goes ist eine edle Singer-Songwriter-Ballade. Und Time To Smile mit offensichtlichem World-Music-Touch und Wohlfühl-Attitüde wirkt Wunder.

Eine verdiente Werkschau einer der unterschätztesten britischen Band, die konsequent ihren Weg ging und sich ein Liebhaber-Publikum erspielte, der jedoch meistens die große Bühne verwehrt blieb, findet sich auf The Places Between: The Best of Doves. Die Doves haben zu Ehren dieser Veröffentlichung auch das neue Lied Andalucia samt Video im Gepäck. Seit 02. April im Handel!

Über die neue Scheibe der Dum Dum Girls hat die werte Co-Bloggerin DifferentStars ja schon Klartext fabuliert. Nun wollen wir euch das Video zum Song Jail La La nicht vorenthalten. Der Longplayer I Will Be ist seit 03. April erhältlich.

Wen Jail La La nun zu Begeisterung hinreißt, dem sei ins Ohr geflüstert, dass es den Track auf der Label-Seite von Sub Pop Records gratis als Download gibt.

Wir wünschen viel Vergnügen mit unseren Empfehlungen!

SomeVapourTrails

DifferentStars Lieblingslieder 2009

Doves – Kingdom Of Rust

White Lies – To Lose My Life

Ladytron – Tomorrow

Soulsavers – You Will Miss Me When I Burn

Hope Sandoval & the Warm Inventions – Trouble

Röyksopp Feat Robyn – The Girl And The Robot

The Girl And The Robot from Röyksopp on Vimeo.

Great Lake Swimmers – Everything Is Moving So Fast

The Sons – Welcome Home Again

Placebo – Kings of Medicine

Manic Street Preachers – William’s Last Words
(leider kein gutes Video gefunden)

The Alexandria Quartet – Goodbye, Future Boy
The Alexandria Quartet – live @ Magnet Club Berlin

DifferentStars | MySpace Video

Alessi’s Ark – Magic Weather

Papercuts – John Brown

Kasabian – Fire

Kasabian – Fire from Kasabian on Vimeo.

Paolo Nutini – Candy

Paolo Nutini – Candy from Nikke Osterback on Vimeo.

Metric – Help I’m Alive

Florence + the Machine – You’ve Got the Love

Die Liste ist zugegeben so durcheinander wie auch mein Musikgeschmack, ganz bewusst keine Top Ten, denn wie lieb ich ein Lied gerade habe, hängt auch immer von meiner momentanen Laune ab. Wobei die Doves mit Kingdom Of Rust und die Soulsavers mit You Will Miss Me When I Burn ganz besondere Meisterwerke geschaffen haben und Hope Sandoval schwebt eh über allem. Und jetzt nicht ankommen und klugscheißen, dass Soulsavers Lied sei nur ein Cover, ist mir bekannt…

Fast vergessen, also last but not least:

Timo Breker – Julia da es kein gutes Video gibt, hier stattdessen: Ocean Song

DifferentStars

Herz_mit_Pfeil

500 essentielle Songs der Dekade – Teil 1

Wer dieser Tage Pitchfork ansteuerte, durfte mit hochgezogener Augenbraue die 500 wichtigsten Tracks dieser Dekade begutachten – oder vielmehr belächeln. Was hier inmitten verdienter Glanztaten an Schrecklichkeiten zu finden ist, deutet durchaus darauf hin, dass Plattenfirmen manch Sänger eine kräftige Fürsprache angedeihen haben lassen. Kelly Clarkson auf Platz 21 kann nur ein wirklich geschmacksverschleimtes Hirn ersinnen. Insgesamt ist diese Liste eine derart dumme, ärgerliche, in die Irre führende Angelegenheit, dass man sie nicht geflissentlich ignorieren kann und darf. Gerade Leute, die sich mit Musik eben kaum bis gar nicht beschäftigen, kommen am Ende durch solch Aufzählung auf den komplett absurden Gedanken, wonach der Mist, den Beyoncé verzapft, tatsächlich die Krone der audiophilen Hochgenusses sei.

Darum wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten hier eine in jeder Hinsicht vielfältigere Auswahl präsentieren.  500 Songs dieser Dekade – in feinster subjektiver Manier handverlesen und durchaus mit einem gerüttelt Maß an objektivem Anspruch. Heute beginnen wir mit den ersten 50 Liedern.

500Tracks(Teil1)

kingdomofrustDovesKingdom Of Rust (2009)

bringmetheworkhorseMy Brightest DiamondWe Were Sparkling (2006)

straightfromthefridgeJames HardwaySpeak Softly (2002)

skilligansislandThirstin Howl IIIWatch Deez (feat. Eminem) (2002)

gulagorkestarBeirutPostcards From Italy (2006)

frenchteenidolFrench Teen IdolShouting Can Have Different Meanings (2005)

addinsulttoinjuryAdd N to (X)Plug Me In (2000)

convictpoolCalexicoAlone Again Or (2004)

pleasedtomeetyouJamesGetting Away With It (All Messed Up) (2001)

Free Mixtape: UK Sounds & Indie Rock

AGFA_ferrocolor_60_rot

Meine Lieblingskassette von tapedeck.org sieht anders aus… nur britische Musik klingt selten wirklich happy… daher werd‘ ich mir das Bild für ein späteres Mixtape aufheben. Tapedeck.org hat sich zur Aufgabe gemacht, die alten Audiokassetten in allen Farben und Formen in Erinnerung zu rufen und bietet eine schön-skurille Bildergalerie. Vorbei schauen lohnt sich auf jeden Fall.

Ich wiederum sammle fleißig kostenlose Mp3s, um die Tipps dann an euch weiterzugeben. Da ich immer noch in meiner „klingt britisch und ist es vielleicht auch„-Laune bin, hab ich mal die besten Mp3s der ersten Jahreshälfte (die noch online sind) zusammengestellt.

DovesBirds Flew Backwards (Alternative Version) (Download Link)

ElbowForget Myself (Download Link)

Mp3: Ian ArcherBoy Boy Boy

Manic Street PreachersBag Lady (Download Link)

Peter DohertyNew Love Grows On Trees (Download Link)

Mp3: MokeHere Comes The Summer

Mp3: The Alexandria QuartetThe Dark Side Of The Blues

Mp3: The HorrorsSea Within a Sea

Light In Your LifeSmile That Smile (zip)

The MaccabeesNo Kind Words (Download Link)

The VeilsThree Sisters (Download Link)

Mp3: White LiesDeath

The RakesThe Loneliness Of The Outdoor Smoker (Download Link)


We Are The StormWhere we used to be Heroes

(Download Link)

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Musikalischer Quartalsbericht 2009 (II)

Nun sind also April, Mai und Juni ins Land gegangen und unter das zweite Quartal des Jahres 2009 darf ein dicker Schlussstrich gezogen werden. Was bleibt sind eine erkleckliche Anzahl an denkwürdigen Liedern und Alben. Ich glaube vermelden zu dürfen, dass viele kleine und große Meisterwerke in diesem Frühling erblüht sind. Werfen wir einen kurzen Blick zurück und schnuppern noch mal ausgiebig an den prächtigsten Blüten.

Alben09

Die Eels vermochten mit Hombre Lobo ein einzigartiges Album zu erschaffen, dessen Intensität und Virtuosität alles in den Schatten stellte. Diese Scheibe wird noch die Hirne nachdenklicher Menschen beackern, wenn all die Kritikerlieblinge wie St. VincentActor ist eine unsägliche, pseudo-experimentelle Zumutung – längst schon mit der wohlverdienten Vergessenheit geschlagen sind. Die seichten Befunde der Kritikerzunft zu Hombre Lobo waren schlichtweg ärgerlich – oder im Falle Pitchforks einfach lächerlich. Eine weitere chronisch unterschätzte Truppe lieferte mit Journal For Plague Lovers eine rundum gelungene Sensation ab. Die Manic Street Preachers haben Substanz – ein Fremdwort heutzutage. Während man in dem Falle durchaus von einer Rückbesinnung auf alte Stärken sprechen konnte, brachen Placebo mit alten Gewohnheiten und zu neuen Ufern auf. Battle For The Sun wird wohl nicht zum besten Album der Band gewählt werden, eine Bereicherung freilich stellt es jedoch zweifelsohne dar. Und wenn wir gerade über Acts von der Insel schwärmen, sei auch nochmals Kingdom Of Rust der Doves positiv hervorgehoben und auf Kasabian nicht vergessen.

Auch Singer-Songwriter setzten gewichtige Akzente. John Vanderslice verstaute auf Romanian Names die phänomenale Ballade Too Much Time. Brett Dennens endlich auch in Deutschland erschienenes Hope For The Hopeless schenkte Hörvergnügen ohne Ende, dagegen wirkt ein Conor Oberst ganz schön alt. Der Schotte Paolo Nutini beschenkte uns mit Sunny Side Up – ein durch und durch kurzweiliges, unterhaltsames Album. Unverzeihlich freilich wäre es, in diesem Zusammenhang die Great Lake Swimmers und ihr absolut geniales Lost Channels unter den Tisch fallen zu lassen.

Aus deutschen Gefilden vermag ich in den letzten Monaten nicht allzu viele Lichtblicke zu zählen. Cargo City empfahl sich mit on.off.on.off. als Versprechen für die Zukunft. Highlight freilich blieb Lars Rudolphs Projekt Mariahilff, dass in jeglicher Hinsicht – vor allem aber textlich – zum Besten zählt, was seit langer Zeit in Deutschland verbrochen wurde.

Kommen wir nun zu den Kleinoden, deren verkaufte Exemplare sich wohl in überschaubaren Größenordnungen bewegen. Die Flare Acoustic Arts League offerierte mit Cut hochgradig intelligentes, oft augenzwinkerndes, aber immer unterhaltsames Songwriting. Viarosa rockten derart famos auf Send For The Sea, dass man sich nur wundern kann, warum sie die Nick-Cave-Fetischisten nicht mit offenen Armen empfingen. Yppah enttäuschte mich ebenfalls nicht und konnte mit dem Electronica-Album They Know What Ghost Know einen wahren Volltreffer landen. Stell dir vor, da geigt einer auf – und fast niemand merkt dies. Trespassers William beackterten auch 2009 das Metier Shoegaze und veröffentlichten The Natural Order Of Things – eine nette Scheibe, die nicht ganz das Niveau früherer Werke hält, aber dennoch sehr hörenswert ist.

Zu guter Letzt sei nochmals an The Alexandria Quartet erinnert, deren Debüt wir auf diesem Blog viel Tribut gezollt haben. Vermutlich schon bald dürfen wir uns dafür auf die eigenen Schultern klopfen und mit Selbstlob überschütten. Keine Frage, diese Norweger werden eine Karriere aufs Parkett legen – die Musik ist so toll, da steppt jedweder Elch dazu.

Verweilen wir einen Moment bei den weniger perfekten Fabrikaten aus den weltweiten Plattenschmieden. Grizzly Bear und die CD Veckatimest sind nettes Mittelmaß und werden völlig ohne triftigen Grund über den Klee gelobt. Gediegene Langeweile ist meines Erachtens noch nicht zur Kunstform erhoben. Green Day und der Rebellions-Rock mögen simple Parolen für die schweißgetränkte Meute in ausverkauften Stadien auf Lager haben, musikalische Relevanz darf sich davon nicht ableiten lassen. Ärgsten Feinden sollte man die Schenkung des Album von La Roux erwägen – und weil diesen Gedanken bereits viele Menschen hatten, erklären sich auch die vorzeigbaren Verkaufszahlen.

Doch schwelgen wir lieber in schönen Erinnerungen. Die unzähligen Duftmarken hinterließen einen bleibenden Flair in unserem CD-Regal. Hoffentlich tat die eine oder andere Scheibe dies auch in den Sammlungen unserer geneigten Leser.

SomeVapourTrails

Neues Doves Video: Winterhill (feat. Danny MacAskill)

Doves – Winter Hill Music Video (Featuring Danny MacAskill)

Regelmäßigen Lesern unseres Blogs mag schon aufgefallen sein, dass ich die Doves sehr liebe – auch (vielleicht gerade weil?) –  ich über das Album Kingdom Of Rust schrieb: Es ist Liebe, aber keine so einfache. Für ihr aktuelles Musikvideo haben sich die Mancunians einen besonderen Stargast eingeladen: Bike-Profi Danny MacAskill zeigt ein paar Kostproben seiner halsbrecherischen Kunst. Mehr zur Person findet ihr hier oder auf seiner Homepage.

Allen, die noch nicht von diesem Angebot gebraucht gemacht haben, sei der kostenlose Download von Birds Flew Backwards (Alternative Version) an Herz gelegt. Die Mp3 gibt’s hier nach einer kurzen Email-Registrierung frei Haus.

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Free Download: Doves – Birds Flew Backwards (Alternative Version)

Die Doves sind nicht nur Könige des Rostreiches, sie können auch rückwärts fliegen. Schon vor der Veröffentlichung ihres aktuellen Albums Kindom Of Rust, haben uns die Mancunians reichlich mit Free Downloads beschenkt. Jetzt gibt’s nen neuen kostenlosen Song auf ihrer Homepage zu erstehen. Birds Flew Backwards (Alternative Version) könnt ihr  hier kostenlos downloaden.

Besprochen habe ich das Album hier und kam zu dem Schluss: „Es ist Liebe, aber keine einfache“. Dennoch (oder vielleicht gerade darum?) sind die Doves heiße Anwärter für meine Top Ten Alben 2009.

Viel Spass damit!

DifferentStars

Es ist Liebe, aber keine so einfache: Doves – Kindom Of Rust

My girl, seeks an ocean of trust,
It takes an effort it does.
My girl, it takes an ocean of trust,
It’s in a kingdom of rust.

Der erste Moment des Verliebens ist voller Zauber. Liebe für immer und ewig – es kann nicht anders sein – oder doch? Beim ersten Hören der Single Kindom Of Rust war es um mich geschehen. Ein Lied von zu Tränen erschütternder Schönheit. Ein tiefer inniger Kuss, der mehr verspricht und blind vor Liebe DifferentStarsschon jetzt ein Lieblingsalbum 2009“ schreiben lies.

Kingdom Of Rust

Nun – nach dem das Album schon 3 Wochen in meinem Player rotiert, wird es höchste Zeit die Review zu schreiben. Irgendwie ist es immer noch Liebe, aber keine so einfache.

Liegt auch daran, dass ein  großer Teil der Lieder mehr mit dem Kopf, als mit dem Herzen genossen werden können. So provoziert das Album unterschiedlichste Reaktionen – epochales Werk wird’s hier genannt – Brit-Pop höchster Qualität hier – anderen halten’s für schlichten Schwachsinn.

Jetzt komm ich daher und sag mal, alle 3 haben Recht – irgendwie – Kindom Of Rust fordert viel vom Hörer – starker Tobak auf jeden Fall. Es gehört wahrlich nicht zu den Werken, die sich nebenbei gehört in die Gehörgänge schmiegen.

4 Jahre haben die Doves an ihrem Album getüftelt und alles in ihr  Werk gesteckt, als ob’s keine morgen gäbe, kein Nachfolgealbum, auf dem die ein oder andere Inspiration Platz gefunden hätte. Dies bringt eine gewisse Zerissenheit mit sich.

Track für Track – befördern die Doves ihre Hörer an einen neuen Ort. „Auf eine Reise mitnehmen“ klänge nicht nur abgedroschen, es würde dem Album auch nicht gerecht. Denn  – so gnädig sind die Doves nicht. Wer hört, muss fühlen! In mehr als nur einer Hinsicht. In Kingdom Of Rust stecken mehrere Leben, sowohl menschlich als auch musikalisch. Dies ist die  große Stärke und größtes Manko zu gleich.

Der Stoff, aus dem Kindom Of Rust gestrickt ist, hätte für 10 einfache und nette Alben gereicht. So bekommen wir nun eines, in dem so vieles steckt, dass sich auch nach dem 20ten Hören  nicht vollständig offenbart.

Die Doves sind keine harmlosen Britpoper, sie sind Soundmagier- und Tüftler die eigene Universen schaffen, deren wahre Stärke aber immer in der besonderen Wärme und Authentizität lag. The Greatest Denier ist dann auch einer der Höhepunkte des Albums. Sie können es aber auch hier nicht lassen, eine besondere Prise mit zu würzen. Aufmerksame und geschulte Hörer  finden  mit dem Sample von Joy Divisions – Atmosphere eines der vielen Zitate wieder, mit denen Kingdom Of Rust gespickt ist.

Doves Warrington 12/03/2009 The Greatest Denier

(die Albumversion könnt ihr hier hören)

Weiteres Highlight ist Winter Hill. Ein Stück, das an die traditionelle Manchester-Indierock Tradition, der die Doves entstammen, anknüpft und sich nicht in Electro-Synthpop-Whatever-Sphären verspielt.

Winter Hill

Ob den Doves mit Kingdom Of Rust endlich der große kommerzielle Durchbruch gelingt oder sie der ewige Geheimtipp mit solider Fanbase bleiben, bleibt fraglich. Leicht verdaulich ist diese Kost wahrlich nicht – aber eben auch keiner dieser Chastburner, der sich schnell abnutzt. Wie schon gesagt: Bei mir  ist es Liebe – aber keine so einfache!

VÖ: 3.4.2009

Label: Heavenly/EMI

Links: Doves.net, Myspace

DifferentStars

Schöner Raven-Waven mit den Doves

doves

Fotograf: Ewen Spencer

Via Stereogum kommt dieser kostenlose Download:

Doves – „Push Me On (Playgroup Megamix)“ (MP3/Rechsklick/Speichern unter)

Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Kindom Of Rust ist wie hier schon geschrieben – grosses Kino und hat sich seinen Platz in meinen  eternal Top Songs gesichert. Die Erwartungen an das gleichnamige Album sind riesig. Das Comeback für mich großartig. Jetzt raven sie auch, dass auch nicht schlecht – wobei, dies kommt nun aus dem Munde von jemandem, der nie vom Techno infiziert wurde. Alles andere als eine Kennerin also. Hörbar sind dann wiederum die Wave-Einflüsse und hier lande ich dann per musikalischer Zeitmaschine so 10 Jahre zurück… Sind eigentlich die Jugend immernoch wir – weigern wir uns erwachsen zu werden – oder ist dies die neue Form in Würde zu altern?

Unsere Charts vergreisen. Schuld daran sind die 30-Somethings und die wirklich Alten 😉 Wir sind einfach reaktionär genug, für Musik zu zahlen. So wird 69% (laut letzter GfK Studie) von Menschen über 30 gekauft. Da muss sich dann auch niemand mehr wundern, dass Udo Lindenberg den Echo erhält. Tim Renner hat zu diesem Thema einen sehr lesenswerten Artikel auf Motor.de verfasst.

kleines Zitat:

Zur Abgrenzung Pubertierender taugt sie (die Charts) kaum noch. Schade für die Popmusik, denn dadurch dass es immer darum ging die Vorgänger Generation herauszufordern, erfuhr sie eine ständige Erneuerung.

Stattdessen sind wir es, die als Erwachsene Ramones Museen gründen und pflegen, uns nicht altersgemäß kleiden und versuchen uns im Zweifel gegenseitig zu provozieren, während diese verwöhnten Gören von Teenagern vorm PC oder Mac hängen und sich per Study VZ gruscheln oder mit Hilfe von Egoshooter Games gegenseitig abknallen.

Der Vorteil – „alte“ Lieblingsbands von mir wie Portishead, The Verve, Travis, Doves , Oasis, … werden von mir gekauft, so wie ich es eben schon vor mehr als 10 Jahren tat – mit mir meine Altersgenossen.  Und natürlich haben diese Bands Toppositionen in den Charts verdient. Die Comeback-Welle, die im vergangenem Jahr begann, kracht 2009 in vollem Umfang nieder. Dinosaurier wie U2 und Depeche Mode dominieren die Charts. Die Charts bestimmen die Radio Airplays. Neue Bands haben da gelitten. Neue Trends und Stilrichtungen werden als Verjüngungskur von den Alten absorbiert, bevor deren Erschaffer selber die Möglichkeit haben, aus den Tiefen der Subkultur in die Charts zu klettern.

Jetzt rave-wave ich ein bisschen und bin irgendwie ratlos. Jede Generation bekommt das, was sie verdient. Die Generation Filesharing eben die Musik derer serviert, die 10-50 Jahre älter sind als sie selber.

DifferentStars

Doves – Kingdom of Rust

Die Zeichen mehren sich: DifferentStars hat schon jetzt ein Lieblingsalbum 2009 gefunden…wer hätte das gedacht…das Jahr ist doch noch relativ jung 😉 Schon Jetstream hat mich wie es Neuhochdeutsch so gruselig heißt: Geflasht. Und jetzt kommt Kingdom of Rust mit dieser zu Tränen erschütternden Schönheit.

Doves – Kingdom of Rust

Auch wenn ich hier das Youtube-Video eingebunden habe, möchte ich euch weiterschicken zu:

Pitchfork.TV

Dort könnt ihr euch das Musikvideo in hoher Qualität und Vollbildmodus ansehen. Regie führte China Moo Young

Der Song Jetstream kann noch wie vor hier kostenlos gedownloaded werden.

DifferentStars