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Generation Sex

The Divine Comedy – Generation Sex

Bewegt man sich, auch auf vermeintlich sicheren Pfaden durchs Netz, verstärkt sich der Eindruck, wir sind schon längst von der Generation Sex zur Generation Porno gewandelt worden. Die Generation Erotik kennt schon niemand mehr. Bzw. denkt jeder bei Erotik sofort ans nächste Eros-Center. Von der Generation Sinnlichkeit träumen nur noch ganz wenige.

Gestern bin ich einem Referrer gefolgt, der in unserem Stats-Dashboard landete und war dann einigermassen erstaunt. Fand ich mich doch auf einem Blog wieder, betrieben von einer Cam-Hure. Thema des Beitrages war, dass sie via Cam2Cam die Schwänze ihrer Kunden beim Wischsen wieder erkennen könne. Oder so… Frauen erniedrigen sich eben gerne öffentlich.

Ich habe keine Problem mit weiblichen oder männlichen Geschlechtsorganen in der Öffentlichkeit konfrontiert zu werden… so lange dies am FKK-Strand oder der Sauna geschieht. Und die uns eigenen Körpermerkmale eben da hängen oder sitzen wie Gott sie schuf. Würde mir da etwas stehend entgegen kommen, wärs schon was anderes. Hervorstechende Silikonbrüste fänd‘ ich einfach hässlich und ich würd‘ mir die Schmerzen bei der Op vorstellen.. stünde bei fremden Männern was am Strand… wär‘ ich wohl am falschen Ort gelandet… oder die… oder einem wär‘ da wohl (hoffentlich) etwas sehr peinlich und ich reichte zur Bedeckung der Scham ein Handtuch.

Eine Ausnahme gäbe es natürlich, die wäre aber sehr privat und ich allein mit SomeVapourTrails auf ner einsamen Insel.

Um jetzt aber mal auf den Punkt zu kommen. Das nervt, dieses ständig bombadiert werden mit dem Porno-Scheiss. Im Big Brother Haus wird wild gefickt – und auch wenn man diesen grottenschlechten Scheiß nicht schaut, irgendwo und überall springen einem Schlagzeilen mit dieser unnötigen Information entgegen.

Und nein. Ich stamme nicht aus einem erzkonservativen Haushalt. Meine Mutter hat nen obskuren indischen Guru und hielt es für ne gute Idee mir detailliert über ihre Nachkampf-Tandra-Erfahrungen zu berichten. Ich bin sozusagen abgehärtet.

Trotzdem: Mach mal bitte jemand wieder die Schlafzimmertür zu!

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Das merkwürdige Musikverfilmen geschlechtsreifer Künstler zur Paarungszeit

Das Durchstreifen von Myspace-Freundesseiten lässt einen bisweilen  auf Kurioses stossen. So spazierte dann auch The Walking Man an mir vorbei und ich konnte nicht anders, als stehen bleiben und zusehen. Das Tindersticks Video passt irgendwie sehr gut dazu.

Zwei der unerotischten Erotikvideos – faszinierend und doch… wollte ich euch nicht vorenthalten. Kunst – ohne Frage und auch unterhaltsam…

THE WALKING MAN – BEAUTIFUL MOMENTS OF WAR

Produced by Mysh & Mashko

Animation by Oren Mashkovski

Art by Mysh

From the Album „Beautiful moments of war“

Link: The Walking Man Myspace

The Art Of Love Making [Tindersticks]

Tindersticks über das Video:

I think Stuart had seen an old sexual education film, in which the sex was shown in a very none sexual way. This developed into the leotards and the person making the moves on their own, then the two images over lapping. Again with Martin Wallace, and again, much fun. We’ve always thought more about film ideas that interest us than making music videos.

Link: Tindersticks

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Eine supersexy Liste (Teil 1)

Will man als Blogger hohe Zugriffszahlen generieren, scheint ein deppensicherer Weg in der Verwendung der optimalen Buzzwords zu liegen. Die richtigen Tags sind ein guter Anfang, noch besser ist die wiederholte Benutzung von Google-freundlichen Begrifflichkeiten. Es empfiehlt sich Sex und Erotik in der unaufdringlichen Manier eines Tourette-Kranken immer wieder wahllos in den Text einzuflechten. Dies und die Erwähnung prominenter Namen sollte Suchende zu diesem kleinen, feinen Blog lotsen, oder etwa nicht? Natürlich bedarf es dann auch eines nach Aufmerksamkeit heischenden Themas, damit die Mikrosekunde der Entscheidungsfindung, ob der Blog lesenswert ist, auch zugunsten des Bloggers ausfällt.

Habe ich schon von Sex gesprochen? Playboy ist sicher auch ein nettes Buzzword, wobei die Fans von Pin-Ups selbigen wohl eher boykottieren. Den liest man doch mittlerweile nur noch. Mit wohligem Schauer zu bestaunende Bilder sind Mangelware, sagt jedenfalls meine Freundin. Essentiell scheint die maßvolle Verwendung sensationslüsterner Schlagworte. Wer wirklich nach Porno oder Hardcore sucht, der wird beim Anblick eines elendslangen Textes Hals über Kopf die Flucht ergreifen. Sex als Buzzword klingt gerade noch dezent genug. Besser freilich scheint Erotik, da der Begriff auch Feingeistern über die Lippen kommt. Und wer will nicht empfindsame Ästheten unter seinen Lesern wissen?

Die Namen der aus Hochglanz-Magazinen vertrauten Gesichter sollten auch sorgsam ausgewählt sein. Auch hier muss man den Geschmack der gewünschten Klientel ins Auge fassen. Fans von Paris Hilton oder Fetischisten mit Hang zur kultischen Verehrung Pamela Andersons sind wohl nicht die avisierte Zielgruppe. Da ist es schon sinnvoller aparte Schönheiten à la Carla Bruni im gleichen Atemzug wie Sex zu nennen. Oder auch gern Nelly Furtado.

Freilich entkommt man dennoch nicht der Pflicht dem Blogeintrag auch inhaltliches Gewicht zu verleihen. Eine in der Simplizität der Mittel geniale Idee ist die Erstellung von Listen. Viele Zeitgenossen lieben Listen, sie sind die perfekte Symbiose von Ordnung und Bewertung. Auch ich habe ein Faible für ein die Ganglien zermürbendes Grübeln nach der besten Kategorisierung und Reihung von Musiker, Alben, Liedern, whatever. Daher sei mir heute eine sehr nach persönlicher Befindlichkeit orientierte Liste der 10 schönsten Songs der Entrückung vergönnt.

Meine Top Ten der Verträumtheit:

10. múmSunday Night Just Keeps On Rolling

09. The Chemical BrothersAsleep From Day (featuring Hope Sandoval)

08. 1 Giant LeapThe Way You Dream (featuring Michael Stipe)

07. Dirty ThreeI Offered It Up To The Stars And The Night Sky

06. Sigur RósGlósóli

05. LowLullaby

04. Four TetMy Angel Rocks Back And Forth

03. A Silver Mt. Zion – 13 Angels Standing Guard ‚Round The Side Of Your Bed

02. Philip GlassFacades

01. BlockheadSunday Seance

Ich hoffe, dass der geneigte Leser den einen oder anderen Track bei Gelegenheit anhört. In dieser Auswahl fließt Herzblut…

SomeVapourTrails

Simple Pleasure…die Kunst des erotischen Vorspiels

Sanft, verführend…mich lustvoll in die Kissen fallen lassend. Mit einer Leichtigkeit von der Männer sonst nur träumen…dieses Vorspiel beherrrst nur Einer: Stuart A. Staples … gesegnet mit einer Stimme – die nicht nur mein Trommelfell vibrieren läßt. Dunkel, samtweich, mit der  Lakonie und Snob-esquen Coolness ausgestattet – die uns Frauen sehnen, schmachten… zu Wachs zerfließen läßt…bereit zu…


…dem Album, daß mir der Tindersticks Liebstes ist…nicht nur…aber vielleicht auch ein bißchen weil das Cover in seiner Zweispältigkeit die menschlichste Erotik verstrahlt…nackt und pur…wie wir eben beim Sex so sind…fernab der künstlichen Wohnzimmerporno – Ästhetik eines TV Spielfim Titelbildes.

In voller Länge hören: Last.Fm

Tindersticks – Can We Start Again

Tindersticks – Can Our Love

Kamasutra für Chamberpop Lover:

Tindersticks – The Art Of Lovemaking

Vollkommen ohne Schuld und Reue…kostenlos aber hoffentlich nicht umsonst… kann man sich folgende Lieder runterladen:

The Flicker Of A Girl

Trying To Find a Home

Dank gilt hier dem überaus empfehlenswerten Tonspion!

Mehr Infos:
http://www.tindersticks.co.uk/
http://www.stuartastaples.com/

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