Schlagwort-Archive: Florence & the Machine

Im Drama des L(i)ebens – Florence + The Machine

Florence, ach Florence! Quo vadis? So waren meine ersten Gedanken, während ich mir das neueste Werk von Florence + The Machine zu Gemüte führte. Nach dem in jeder Hinsicht überragenden Ceremonials aus 2011, schien jede Erwartungshaltung ohnedies völlig auf den Fugen geraten. Auch darum musste How Big, How Blue, How Beautiful einen Moment lang einen schalen Beigeschmack hinterlassen. Da Florence Welch mit ihrem vorangegangenen Album die Charts so ziemlich jedes englischsprachigen Landes angeführt hatte, ging es bei der folgenden Platte quasi um weltweiten Ruhm. Und How Big, How Blue, How Beautiful klingt mit jeder Faser nach genau dieser Ambition. Das ist bis ins kleinste Detail ausgestalteter Bombast-Pop samt dramatischen Balladen. Man könnte sogar davon sprechen, dass hier über weite Strecken eine Céline Dion in ihrer Blütezeit auf den Anspruch einer Leslie Feist tritt. Wo Ceremonial noch pastorale Patina ansetzte, ist dieses Werk auf Hochglanz poliert. Und repräsentiert derart das Beste, was Pop für die Radio-Charts heutzutage aufzubieten vermag.

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Neues Florence + the Machine Album kommt übern Zebrastreifen

 

Juhu! Ich warte dringend auf das neue Florence + the Machines Album, ebenso wie auf das neue Paolo Nutini Album und nicht zu vergessen Metric sind auch überfällig. Alle drei haben mich 2009 total umgehauen, kleiner Rückblick gefällig? Hier geht’s lang. Nun denn, 2011 wird’s auf jeden Fall das Nachfolgealbum zu Lungs geben. Auch wenn wir sonst keine solchen News und Pressemeldungen  posten, diese ist die Ausnahme der Regel. 😉

 

We’ve started recording the new record, excitingly, at the famous Abbey Road Studios. Haven’t quite managed to get our pictures taken on that legendary zebra crossing yet, but we do spend a lot of time looking over at other people’s attempts. Lying down in the middle of it seems to be popular, weirdly. Bit dangerous if you ask me.

Quelle: Florence + the Machine Blog

Nicht vergessen hab ich, dass Ladytron, meine Lieblings-Electro-Pop-Band, eine neue Single am Start hat. White Elephant klingt sehr nach Abba und läuft bei mir schon rauf und runter. Leider gibt’s online bisher nur geleakte Versionen auf Youtube und Co. Die Band werkelt noch am Video. Daher noch kein Extra-Jubel-Post von mir. Im Herbst wird dann das neue Ladytron-Album Gravity The Seducer auf Nettwerk veröffentlicht werden. Also noch mehr Grund für Vorfreude.

 

Ich verbleibe mit

Dog days are over

DifferentStars

Neuentdeckungen 2009 – Umfrage und Gewinnspiel

Entdeckungen2009

Update: Bis 06.01. 23:59 könnt ihr noch abstimmen!

Werte Leserschaft, wer nun glaubte, Lie In The Sound käme ohne Jahresendumfrage aus, der hat geirrt. Allein dem Umstand geschuldet, dass DifferentStars bis zum heutigen Tag es nicht geschafft hat, sich mit sich selbst zu einigen, welches nun ihre Top 3 Alben des Jahres sind und noch immer an den Top 10 Alben kaut, hier nun unsere ganz eigene – wie wir finden auch spannendere – Umfrage:

Was sind eure Neuentdeckungen des Jahres 2009? Es müssen nicht zwingend Newcomer sein, ist auch bei uns nicht immer der Fall.

Zu gewinnen gibt es 3 CD-Pakete, bitte gebt in den Kommentaren an, welches ihr favorisiert. Dazu natürlich die Künstler, die ihr in diesem Jahr kennen und lieben gelernt habt.

Gewinne:

Paket 1

Album: Mein Mio – Irgendwo in dieser großen Stadt
Single: The Alexandria Quartet – Into The Light
Single: Great Lake Swimmers – Pulling On A Line

Paket 2

Album: Helgi Hrafn Jónsson – For the Rest Of My Childhood
Single: The Alexandria Quartet – Into The Light
Single: Great Lake Swimmers – Pulling On A Line

Paket 3

EP: Timo Brekker – Learn & Wait
Single: The Alexandria Quartet – Into The Light
Single: Great Lake Swimmers – Pulling On A Line

Die Preise kommen nicht von ungefähr, wobei, die Great Lake Swimmers gehören schon seit langem zu unseren Lieblingsbands. The Alexandria Quartet, Helgi Hrafn Jónsson, Timo Breker und Mein Mio haben wir erst 2009 entdeckt und in unser Herz geschlossen.

Unsere Top-Entdeckungen 2009:
DifferentStars

White Lies
Paolo Nutini
Metric
Florence + the Machine
The Alexandria Quartet
Timo Breker
Soulsavers

SomeVapourTrails

Mein Mio
Helgi Hrafn Jónsson
Eamon McGrath
Mariahilff
Daisy Chapman
The Low Anthem
Mike Bones

Abstimmungsende ist der 06. Januar 2010.

DifferentStars

DifferentStars Lieblingslieder 2009

Doves – Kingdom Of Rust

White Lies – To Lose My Life

Ladytron – Tomorrow

Soulsavers – You Will Miss Me When I Burn

Hope Sandoval & the Warm Inventions – Trouble

Röyksopp Feat Robyn – The Girl And The Robot

The Girl And The Robot from Röyksopp on Vimeo.

Great Lake Swimmers – Everything Is Moving So Fast

The Sons – Welcome Home Again

Placebo – Kings of Medicine

Manic Street Preachers – William’s Last Words
(leider kein gutes Video gefunden)

The Alexandria Quartet – Goodbye, Future Boy
The Alexandria Quartet – live @ Magnet Club Berlin

DifferentStars | MySpace Video

Alessi’s Ark – Magic Weather

Papercuts – John Brown

Kasabian – Fire

Kasabian – Fire from Kasabian on Vimeo.

Paolo Nutini – Candy

Paolo Nutini – Candy from Nikke Osterback on Vimeo.

Metric – Help I’m Alive

Florence + the Machine – You’ve Got the Love

Die Liste ist zugegeben so durcheinander wie auch mein Musikgeschmack, ganz bewusst keine Top Ten, denn wie lieb ich ein Lied gerade habe, hängt auch immer von meiner momentanen Laune ab. Wobei die Doves mit Kingdom Of Rust und die Soulsavers mit You Will Miss Me When I Burn ganz besondere Meisterwerke geschaffen haben und Hope Sandoval schwebt eh über allem. Und jetzt nicht ankommen und klugscheißen, dass Soulsavers Lied sei nur ein Cover, ist mir bekannt…

Fast vergessen, also last but not least:

Timo Breker – Julia da es kein gutes Video gibt, hier stattdessen: Ocean Song

DifferentStars

Herz_mit_Pfeil

Huch, Florence??? Nö des is wer anderes: A Fine Frenzy

foto_77930Foto: Hilary Walsh

Huch – nein wirklich – hab ich mich da verschaut? Was ist denn das. Ober – besser, ist das nicht??? Nein – ist sie nicht, sieht nur aus wie Florence (in zahm), klingt wie Florence + the Machine (in noch zahmer).

Und nein, es sind nicht nur die roten Haare. Die Stimme, der Bezug zur Anderswelt…. Im ersten Moment dachte ich, die gute Florence Welch habe vielleicht schon früher mal unter anderem Namen veröffentlicht. Dem ist aber nicht so. Hinter A Fine Frenzy steckt die US-Amerikanerin Alison Sudol.

Die Single Blow Away ist nett. Das Video auch hübsch.

Nach Email-Registrierung könnt ihr euch hier eine kostenlose Live-Version von Blow Away runterladen.

Den Namen  „A Fine Frenzy“ hat Alison William Shakespeares Sommernachtstraum entliehen:

„The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven“ (Des Dichters Aug, in schönem Wahnsinn rollend, Blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd hinab)

Ich stelle mir gerade die Frage, ob es A Fine Frenzy wirklich verdient als Florence + the Machine-Klon dazu stehen. Der Song ist catchy und charmant. Im Rennen gegen „das Original“ kann sie jedoch nur verlieren. Brave amerikanische Inszenierung des Sommernachtstraums vs wilde britische Nebel von Avalon.

Florence + The Machine – Drumming Song

Ein Besuch der MySpace-Seite von A Fine Frenzy später, muss ich sagen, da hab ich ein paar sehr nette Lieder gehört. Gefällt mir, werd‘ ich mal mehr in Ruhe anhören. Geschlagen gehören wohl die Marketing-Luschen ihres Labels, die sich nichts besseres einfallen lassen konnten, als sie auf die derzeitige Elfen-Modewelle zu schubsen und der Gefahr auszusetzen, baden zu gehen, ohne als eigenständige Künstlerin wahrgenommen zu werden.

Links: Florence + the Machine MySpace, A Fine Frenzy MySpace

Musikalischer Quartalsbericht 2009 (III)

Alben09III

Löchriger als Schweizer Käse präsentierte sich zunächst das diesjährige musikalische Sommerloch. Der Überfluss des ersten Halbjahres verebbte schlagartig und wich einer kahlen Leere. Nur eine Handvoll Alben vermochten diesen tiefen Fall aus wohlklingender Fülle ein wenig abzufedern. Und genau diesen Rettungsankern, die uns vor den Sturz ins Nichts bewahrten, wollen wir in der Rückschau eine Lobhudelei angedeihen lassen. An prominenter Stelle seien die Soulsavers auf ein funkelndes Podest gestellt. Broken vermochte mit genialer Düsterkeit zu becircen und mit dem Lied You Will Miss Me When I Burn eine balladeske Heldentat zu vollbringen. Und der Balladen nicht genug, zauberte die Göttin des Dream Pop, Hope Sandoval, eine schon beinahe nicht mehr möglich gehaltene Verzückung in Form von Through The Devil Softly in die gut sortierten Plattensammlungen des Landes. Die werte Co-Bloggerin DifferentStars wird, sobald sie aus der Ehrfurchtsstarre erwacht ist, zu diesem Monument noch einige Worte andächtig verlieren. Ein ebenso perfektes sinnebeträufelndes Mirakel kredenzten The Low Anthem mit der Scheibe Oh My God, Charlie Darwin. Doch waren es nicht nur schönen melodischen Mätzchen vom Schlage eines The First Days Of Spring von den so talentreichen Noah and the Whale, die in den vergangenen Monaten zu Schwelgereien einluden.

Auch flockigeres Geträller mengte sich ins Flirren der Großstadthitze. Major Lazer sorgten mit ihrem Klebstoff-Raggamuffin für Ekstase. Guns Don’t Kill People… Lazers Do schob ein Sommerflair der Extraklasse vor sich her. Fast unbeachtet stiefelten Fat Freddy’s Drop im August durch die Lande und bestachen mit Dr Boondigga and the Big BW. Ein Geheimtipp des letzten Quartals. Abgerundet wird die Rhythmus-Sektion von Felix Da Housecat, dessen He Was King sein bisher größter Wurf ist. Dazu demnächst mehr…

Wie sah es in letzter Zeit mit deutschen Musikern und Bands aus? Trist möchte man bemerken. Denn Element Of Crime sind endgültig auf einem Schunkel-Niveau angelangt, das eine Musikantenstadl-Stimmung vor dem geistigen Auge als Schreckensszenario erstehen lässt. Und was an Jochen Distelmeyer heilsbringerisch sein soll, das verstehen wohl nur einen gestriegelten Schnurrbart tragende Hipster. Enttäuschungen, wohin das Ohr auch hört. Da lobe ich mir meine Lieblingsentdeckung des Jahres, die Berliner Band Mein Mio, welche Irgendwo in dieser großen Stadt Inspiration für unverschlumpften und gefühlsechten Deutschpop fanden. Natürlich darf auch Max Herre bei den Lichtblicken nicht fehlen, seine authentisch transportierten Stimmungen machten Ein geschenkter Tag zur idealen Entschädigung für die Geschädigten eines Sven Regener. Und sogar die englische Texte wurden hierzulande mal samten vorgebracht, wie es Timo Breker auf der EP Learn & Wait offerierte, oder tiefsinnig, was I Might Be Wrong auf Circle The Yes extraordinär meisterten.

Kommen wir zu Könnern aus Großbritannien. The Big Pink sind der Beluga unter dem Kaviar, der derzeit von Insel zu uns rüberschwappt. A Brief History of Love ist kein Hype, sondern Fakt. Ebenso durfte man Florence & the Machine dank Lungs als Schattenspender an hitzeverseuchten Tagen empfinden. Doch wurde auch ein Verbrechen in Form von Muse und dem neuen Alben The Resistance in unsere Breiten gebeamt.

Kurz noch will ich die geballte Faust höher wuchten und das Entsetzen ausdrücken, welches mich quält. Marit Larsen als Newcomerin der warmen Jahreszeit wäre nur dann zu verstehen, wenn die Schweinegrippe die glorreiche Gilde skandinavischer Songwriter gleich im Dutzend dahingerafft hätte. Beliebige Langeweile als Erfolgskonzept – unverständlich. Noch übler freilich scheint das Loben über jedweden grünen Klee, welches man diesen Sommer dem armseligen Achtziger-Jahre-Bockmist von Zoot Woman angedeihen ließ. Eine Unplatte.

All die Prunkstücke der letzten 3 Monate freilich werden noch in den Herbst hineinstrahlen und manch düstrem Tag die richtige Bleiche verleihen. Und einige frohe Songs werden die wenigen verbleibenden Sonnenstrahlen in Gold tauchen. Amen.

SomeVapourTrails

Free Mp3: Florence + the Machine – You’ve Got the Love (The xx Remix)

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Foto: (c) Alex Lake

Ich bin ja sonst keine große Freundin von Remixen, dieser hier gefällt mir jedoch sehr gut – Florence + the Machine sowieso…

Free Mp3: Florence + the Machine – You’ve Got the Love (The xx Remix)

Download-Link: rcrdlbl.com

Auf der gleichen Seite gibts noch weitere gratis Songs von Florence + the Machine:

Florence + the Machine – Postcards From Italy
Florence + the Machine – Kiss With A Fist
Florence + the Machine – Rabbit Heart (Raise It Up) (The Lionheart Mix)

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Free Mp3s: Florence And The Machine + Voicst

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Florence And The Machine gehören sicher zu den Durchstartern 2009. Meine Besprechung des Albums Lungs fiel dann auch sehr positiv aus. Die erste Single kennen viele sicher u.a. aus der Werbung… wie und wo genau berichtet unser Bloggerfreund Paul auf tvsongs.de. Wer auf der Suche nach Lieder ist, die der er irgendwo im Fernsehen gehört…. aber den Titel und Interpreten nicht so genau behalten hat, der wird dort sicher fündig werden.

Bisher gab’s den Song nur für Kunden des Mobilfunk-Unternehmens gratis. Auf  betterPropaganda findet sich  Kiss with a Fist jetzt für alle kostenlos als Download.

Auf ihrer aktuellen Tour begleitet werden die Briten dann von einer jungen holländischen Kapelle, die kurz vor ihrer Würdigung auf unserem Blog steht: Voicst

Pünktlich zum Release des Albums „A Tale Of Two Devils“ verschenken diese auf ihrer Homepage die aktuelle Single „Everyday I Work On The Road“.

Hier gehts zum gratis Download: www.voicst.com

Live erleben:

Florence & The Machine + Voicst

05.10.09 Hamburg // Logo
06.10.09 Köln // Luxor
12.10.09 Berlin // Frannz Club
14.10.09 A-Wien // Flex
15.10.09 München // 59:1
17.10.09 CH-Zürich // Mascotte

Viel Spaß damit!

DifferentStars

Florence + The Machine – Lungs

Würde Regisseurin Sofia Coppola die Nebel von Avalon neu verfilmen – Lungs wäre der perfekte Soundtrack und Florence Mary Leontine Welch die perfekte Hauptdarstellerin. Auf den erste Blick mystische Popelfe á la Loreena McKennitt, die Harfe ist auch nicht weit, erscheinen Florence + The Machine mit ihrer besondere Mischung aus Witchcraft, Riot-Girlzz-tum und Pop-Art – fern jeglicher harmloser Eso-Gefilde.

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Foto: (c) Alex Lake

„A kiss with a fist is better than none“ – Derb und zynisch, mit gehöriger Portion Wut tönt Florence Welch auf. Dass ausgerechnet ihre Songs von der Werbebranche geliebt werden, scheint schon ein wenig absurd. Andererseits auch wieder sehr passend – so wählte Vodafone „Kiss With A Fist“ für einen ihrer Werbespots und erhielt kurz darauf für die „Generation Upload“-Kampagne viele „Küsse mit der Faust“ von der anvisierten Zielgruppe.

So viel zum Thema Trivia. Was aber machten den Reiz aus von Florence + The Machine, die seit einiger Zeit in der englischen Fachpresse gehypt werden ohne Ende? Mein Indie-Ego geht bei solchen Hypes ja gerne ein paar Schritte rückwärts oder wendet sich ganz ab. Nicht so bei Florence + The Machine. Lungs kann ich einfach nicht nicht mögen.

Sowohl musikalisch als auch äußerlich ist Florence die perfekte Symbiose aus Folk-Pop-Elfe und Riot-Girl. Gelungene Mischung aus Geliebtem. Wir stellen uns vor, 3 hier auf dem Blog schon mit lobenden Worten erwähnte Damen verschmelzten zu einer: Amy McDonalds Bravheit würde wohltuend neutralisiert von Juliette Lewis und im Hintergrund steuerte Alessi’s Ark noch ein paar ihrer zauberhaft verträumten Klänge bei. Da wäre dann noch eine vierte zu erwähnen: Metrics Emily Haines schielte wohl mit gemischten Gefühlen auf Florence, würde Wut und Weltschmerz behalten wollen und in ihr doch eine Seelenverwandte gefunden haben.

Vergleiche mit anderen Künstlern hinken natürlich immer irgendwie, helfen beim Beschreiben aber dann auch ungemein. Die Kunst, die Florence + The Machine bestens beherrschen, ist die ironische Brechung. Genau hier liegt auch der besondere Reiz.

Ebenso wie sich die Vodafone-Herren wohl vom reizvollen, rotschöpfigen Weibe haben verführen und von den Lyrics ablenken lassen, versteht es Florence auch mit dem Video zu Rabbit Heart (Raise It Up) alle David Hamilton-schen Männerfantasien direkt am Schwanze zu packen, gleichermaßen zu bedienen und ad absurdum zu führen:

Florence & The Machine – Rabbit Heart (Raise It Up)

Lungs bietet ein Fülle ausgefeilter Songs, im besten Sinne Mainstream tauglich aber auch das Indie-Snob-Herz erfreuend. So kam auch ich nicht um hin, euch dieses Werk, mit leichter Verspätung zwar, aber doch mit Überzeugung zu empfehlen.

Meine persönlichen Anspieltipps:

Between Two Lungs – Hier kommt Florence‘ ausdrucksstarke Stimme schön zum Vorschein. Der Song steigert sich von verspielt zu wütend. Gerade das leicht Imperfekte des Gesangs lässt die Authentizität bewahren. Der Zuckerguss der Harfenklänge wird schön gebrochen. Klingt wie Chili-Schokolade bei Liebeskummer genossen.

Rabbit Heart (Raise It Up) – Die aktuelle Single. Mit herrlichen 80er-Jahre-Reminiszenzen. Beste Indie-Pop-Hymne ganz im Sinne von Metrics‘ „Help I’m Alive“. Wir sehnen uns, wir sind wütend… im Zweifelsfall hüpfen wir dazu auch noch auf Festivals oder in Clubs auf und ab…

Lungs - CMS Source

Label: Universal

Tracklist:
01. Dog Days Are Over
02. Rabbit Heart (Raise It Up)
03. I’m Not Calling You A Liar
04. Howl
05. Kiss With A Fist
06. Girl With One Eye
07. Drumming
08. Between Two Lungs
09. Cosmic Love
10. My Boy Builds Coffins
11. Hurricane Drunk
12. Blinding
13. You’ve Got The Love

FLORENCE & THE MACHINE live:
05.10. Hamburg, Logo
06.10. Köln, Luxor
12.10. Berlin, Franzz Club
15.10. München, 59:1

Links: Myspace, Homepage

DifferentStars