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Lauschrausch XXI: Francis International Airport

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Photo Credit: Gebhart de Koekkoek

Klänge aus Österreich! Die Band Francis International Airport beschert uns mit dem Track The Right Ones einen ersten Vorgeschmack auf das am 03.05.2013 auf Siluh Records erscheinende Album Cache. Bereits das Vorgängerwerk In The Woods wusste zu überzeugen, die neue Scheibe scheint – sofern man dies aufgrund einer Nummer zu beurteilen vermag – mehr Synthie und mehr Drama zu versprechen. Dagegen ist prinzipiell wenig einzuwenden, vor allem wenn es derart tadellos wie bei The Right Ones geschieht. Wer sich einen hintergründigen, zugleich ins Ohr schwappenden Song für die neue Woche wünscht, ist mit diesem Track gut beraten. Ob in der Straßenbahn auf dem Weg zur Uni oder mit der U-Bahn zur Arbeit tuckernd, dank solch eines Sounds in den Kopfhörern hat man die absolute Gewissheit, dass weder die aufgebretzelte Trulla zur linken Hand noch der schnöde Hipster vis-à-vis bessere Klänge auf den Ohren haben. Wie geschaffen für den kleinen Lauschrausch!

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Lie In The Sound präsentiert: 30 Alben, die 2010 bereicherten

Endjahresbestenlisten verkörpern neben dem Geschmack des Erstellers vor allem eine blogpolitische Message: Sie möchten triftige Gründe liefern, warum der Leser auch im kommenden Jahr das eine oder andere Mal dem Blog oder Magazin seine Aufwartung machen soll. Nun kann die Strategie dahinter in der Platzierung bekannter Namen und Alben liegen, welche ins Auge springen und dem Besucher das Gefühl geben, sich auf vertrautem Terrain zu bewegen. Eine andere Verfahrensweise besteht in der Nennung des Obskuren und Außenseiterhaften, was wiederum den Entdeckerdrang des Lesers besonders anregt, zugleich eine Underdog-Romantik bedient. Oder aber der Lister packt die Last der Musikwelt auf seine Schultern, filetiert einen allumfassenden Querschnitt, der sämtliche Genres und Stile berücksichtigt, die nicht ausschließlich von moldawischen Entenzüchterchören betrieben werden. Einfach um seinen Kunden zu suggerieren, dass man musikalisch alles, schlichtweg alles geboten bekommt, was nur irgendwie ein Instrument in den Händen zu halten vermag.

All die aufgezählten Zugänge winken verheißungsvoll. Und würden mir dennoch ein Gähnen entlocken, da der unter die Oberfläche tauchende Leser bereits ohnehin erkannt hat, wie es um die Grundausrichtung des Blogs bestellt ist. Warum also nicht eine Auflistung, welche auch dem, der handverliest, einen Spannungsmoment beschert? Aus besagtem Grunde will ich die 30 Lieblingsalben unseres Blogs, davon wurden ja bereits 10 vor 2 Wochen genannt, nach Provenienz sortieren. Welche Aussagekraft lässt sich aus der Herkunft unserer Favoriten ableiten? Einerseits könnte man ihr Hotspots entnehmen, an den von uns verehrte Musik entsteht. Ein weiterer Zugang würde die Weite unseres Horizont determinieren. Und eine dritte – allgemein gültigere – Betrachtung könnte skizzieren, dass auch in Zeiten des ach so globalen Internets gewisse kulturelle und sprachliche Barrieren dazu führen, dass dem neugierigsten Zeitgenossen – nämlich mir – Musik von ganzen Kontinenten de facto verschlossen bleibt. Doch seien nun ohne längere Umschweife die 30 Platten des Jahres präsentiert:

England

Her Name is CallaThe Quiet Lamb

ScannersSubmarine

RPA & The United Nations of SoundUnited Nations of Sound

Grasscut1 Inch / ½ Mile

BonoboBlack Sands

The Strange Death of Liberal EnglandDrown Your Heart Again

Betty and the WerewolvesTeatime Favorites

Exit CalmExit Calm

Allo Darlin‘Allo Darlin‘

Wales

Tom JonesPraise & Blame

USA

Clem SnideThe Meat of Life

Damien JuradoSaint Bartlett

The PostmarksMemoirs At The End Of The World

Sharon Van EttenEpic


EelsEnd Times

BlockheadThe Music Scene

InterpolBroken Bells

Broken BellsBroken Bells

Island

Pascal PinonPascal Pinon

Schweden

SambassadeurEuropean

Nina KinertRed Leader Dream

JunipFields

Norwegen

Jaga JazzistOne-Armed Bandit

Deutschland

Mardi Gras.bbVon Humboldt Picnic

Get Well SoonVexations

Philipp PoiselBis nach Toulouse

HundredsHundreds

Österreich

Francis International AirportIn The Woods

Kanada

Thee Silver Mt. Zion Memorial OrchestraKollaps Tradixionales

Mali

Ali Farka Touré & Toumani DiabatéAli and Toumani

Welche Blöße gibt sich diese Liste? Außer dem bereits erwähnten Umstand, dass sie ganze Kontinente zu weißen Flecken erklärt, Asien, Australien und Südamerika mangels Angeboten negiert. Weiters enthüllt sie, dass nur eine Handvoll Alben nicht die englische Sprache als Mittel des Ausdrucks wählen. Als zusätzliche Information sei erwähnt, dass uns 11 der 30 Platten aktiv von Promotoren angepriesen wurden, während wir bei 19 selbst schon lange mit dem Fernrohr Ausschau haltend harrten oder Breschen durch den Veröffentlichungsdschungel schlugen, um sie zu entdecken. Von den 30 Interpreten waren 13 darunter, von denen wir zum ersten Male ein Platte erlauschten, 8 davon können sich ihres Albumdebüts rühmen. Die Bandbreite der vertretenen Stile reicht von Post-Rock über Twee, Indie-Rock, Downtempo und ähnlichen elektronischen Spielereien hin zu Pop, Folk und gar World Music.

Natürlich kann man nicht jedes 2010 publizierte Werk in Augenschein nehmen. So lebt die Auflistung auch von schmerzhaften Auslassungen. Die aktuelle Scheibe der Manic Street Preachers fehlt ebenso wie Gisbert zu Knyphausens jüngster Release. Auch Sun Kil Moon blieb noch ungehört oder sogar Fran Healys  Alleingang. Daher bedeutet eine etwaige Absenz keinesfalls, dass wir ein Album verdammen. Xiu Xiu fabrizierte einen der besten Track des Jahres und glänzt doch durch Abwesenheit, ähnliches gilt für Johnny Cashs posthume Auferstehung. Vielen davon wird bei unserer Reihung der besten Songs Gerechtigkeit widerfahren. Für heute jedoch gilt, mögen unsere Lieblinge des Jahres beim Leser auf fruchtbaren Boden fallen.

SomeVapourTrails

Kein k.u.k. Komplex – Francis International Airport

Mindestens 20 Platten, die mir 2010 wunderbar gefallen haben und die ich deshalb auf unserem Blog erwähnen möchte, weniger der Vollständigkeit halber, vielmehr als Zeichen eines guten Geschmacks, der mit eine Prise Snobismus und einem Hauch Exzentrik hier hochgestemmt wird, fristen momentan ein Schattendasein in meinem CD-Regal. Meine Akribie begünstigt dies, auch ausgedehnte Gedankengänge, welche durch mein Hirn spazieren, sind einer raschen Aufarbeitung kaum förderlich. Wenn aber ein durch und durch hochwertiges Popalbum aus Österreich kommt, dann will ich meine Landsleute zeitnah – folglich nur mit wenigen Wochen Verspätung – mit Lob überhäufen. Die Wiener Band Francis International Airport ist im letzten halben Jahr bereits hin und wieder in Form beiläufiger Erwähnung durch den Blog geschlichen, heute soll ihr die vollste Aufmerksamkeit zuteil werden. Diese haben sich die Herren mit der Anfang Oktober vorgelegten Platte In The Woods redlich verdient.

Foto Credit: Niko Ostermann

Ohne den aus dem selbst bestimmten Exil lästernden Vater- und Mutterlandsverräter geben zu wollen, möchte ich betonen, dass das Gute an In The Woods der Mangel an österreichischen Narreteien darstellt. Mit viel Provinzialität im Gepäck einen auf große, weite Welt zu machen oder den Wiener Morast zum Biotop zu verklären, all das führt dazu, dass alle rasch mit dem Erreichten zufrieden scheinen, selten nur besondere Ambitionen entwickeln. Es ist ein Phlegma, welches auch fast 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie noch immer auf selbige zurückfällt. Denn gäbe es sie noch, Österreich wäre ein globaler Player, und nicht bloß ein kleiner Alpenstaat samt  Wasserkopf Wien. Jener k.u.k. Komplex, der weltweiten Ruhm und Ehre allein dadurch verhindert sieht, dass Österreich eben nicht mehr halb Europa einnimmt, brannte sich über Jahrzehnte in die österreichische Mentalität ein. Und erklärt gut, warum die österreichische Kunstszene so lange erschlafft ist, nicht mehr Mozarts oder Klimts am Fließband hervorbringt, die wenigen Talente allzu rasch gesättigt die Hände in den Schoß legen oder sich wie ein Thomas Bernhard an der österreichischen Seele aufreiben. Man gestatte mir diese Abschweifung, mag sie als Indiz werten, warum ich Internationalität besonders im Musikbereich als besonderes Gütesiegel präsentiere. Francis International Airport spielen darauf los und vor meinem geistigen Auge möchten partout keine Stereotype Marke Austria aufblitzen. Und das hängt nicht mit den englischsprachigen Lyrics zusammen.

Melodischer, melancholischer Pop, der spätestens im Refrain auch hymnische Ausmaße annimmt, wird weltweit verstanden und geliebt. So strampeln sich Legionen von Bands aller Nationalitäten ab, diesen Sound zu perfektionieren. Francis International Airport können dank gediegenem Songwriting und perfektem gesanglichen Ausdruck mit Siebenmeilenstiefeln in die vordersten Reihen hüpfen. Ein solch dichtes Album ohne Füllmaterial bildet definitiv die Ausnahme, hebt sich vom langweiligen Einheitsbrei ab. Das einzige Haar in der Suppe wäre das Fehlen des absoluten Geniestreichs in Form eines alles überragenden Hits. Ich wüsste ehrlich nicht, was ich an All Your Lines End In Me benörgeln sollte. Derart muss und darf von A bis Z gelungener Indie-Pop tönen. Ein Track, der die nötige Hintergründigkeit birgt, kein Fast-Food für die Ohren, vielmehr etwas für Genussmenschen, die Subtilität im scheinbar Offensichtlichen suchen – und finden. Oder etwa Monsters, luftig-leicht wehmütig gesungen, dabei nie auf der Bremse stehend, substanzvoll aber keine Sekunde überfrachtet, in vertrautem Gewand ohne allzu augenscheinliche Masche im Strickmuster. Solch Niveau überzieht die Platte. Das über 6 Minuten lange Solaris verdeutlicht, dass die Band auch bei längeren Tracks nicht nach Luft schnappt, mehr noch der feierlichen Elegie huldigt. Gekonnt flutscht Amnesiacs, geflissentlich antriebig, der radiokompatibelste Track der Scheibe. Dem folgt das anfangs getragene City Of Fog, welches ab der Hälfte einen ordentlichen Stilwechsel hervorzaubert. Gerade da nicht immer nur mit dem Schema von Strophe und Refrain samt etwaiger Bridge hantiert wird, die Chose doch ausgefeilter aus den Boxen wabbert, wiegt das Werk schwerer als der Output, den man von Durchschnittsbands ständig aufgetischt bekommt. Nicht verhehlen will ich auch meine Zuneigung zum intensitätsschwangeren Celluloid, das alle Vorzüge auf den Punkt bringt. Markus Zahradniceks formidabler Gesang, der Emotion vermittelt und doch oft die Distanz zum Hörer wahrt, wuchtige Kehrreime, welche jedoch mit Bedacht und Finesse vorbereitet werden, sich richtiggehend emporschwingen.

Auf jene Weise gerät die Formation zum großen Kaliber und In The Woods zum Pflichtkauf für Enthusiasten, die raffiniert produzierten, vielschichtigen, clever arrangierten Pop lieben. Francis International Airport entkommen mit diesem großen Wurf der häufig verbreiteten Unart österreichischer Borniertheit. Fast wäre ich versucht, sie zu den Hoffnungsträgern des gesamten deutschsprachigen Raums erklären. Dem steht eigentlich nur noch Get Well Soon im Wege.

In The Woods ist am 08.10. auf Siluh Records erschienen.

Konzerttermine:

27.11.10 Vorchdorf (A) – Kitzmantelfabrik
04.12.10 Mödling (A) – Bühne Mayer
11.12.10 St. Pölten (A) – Freiraum
08.01.10 Berlin – Magnet (Karrera Klub)

Links:

MySpace-Auftritt

Francis International Airport auf Siluh Records

SomeVapourTrails

Konzerte, die man nicht verpassen sollte (I)

Heute soll sich alles um das Thema Konzerte deutschsprachiger Künstler drehen…

Jan Josef Liefers & Oblivion

Wenn Schauspieler einen Nebenkarriere als Sänger starten, geht das zumeist schief. Man soll immer das tun, was man am besten kann. Und wenn man nichts kann, am besten nichts. Wahlweise bietet sich bei ausgesprochenem Mangel an Talent auch eine Laufbahn als It-Girl an. Jan Josef Liefers hingegen – um beim Thema zu bleiben – ist auch als Sänger nicht zu verachten, machtmit Soundtrack meiner Kindheit eine sehr gute Figur, liefert von Oblivion unterstützt eine Aufarbeitung, die jedweder Ostalgie ein sattes N vor den Latz knallt, zugleich spannend wie unverklärt bleibt. Auch wenn ich es leider auch bei derzeit laufender Tour nicht auf ein Konzert geschafft habe, ein Versäumnis, das ich bald mal tilgen möchte, darf ich dennoch guten Gewissens seine nächsten Live-Auftritte empfehlen.

29.08.10 Minden – Kultursommerbühne
01.10.10 Erfurt – Alte Oper
02.10.10 Dresden – Staatsschauspiel
03.10.10 Dresden – Staatsschauspiel
07.10.10 Regensburg – Kulturspeicher
08.10.10 Lörrach – Burghof
04.11.10 Oldenburg – Kulturetage
05.11.10 Braunschweig – Stadthalle
06.11.10 Rostock – Stadthalle
08.11.2010 Schwerin – Capitol
09.11.2010 Halle/Saale – Steintor Variete
10.11.2010 Essen – Lichtburg

illute

Die Berliner Liedermacherin illute wird am 01.10. ihr Debütalbum immer kommt anders, als du denkst veröffentlichen. Ich will mein Faible für tiefgründige Fräulein-Musik nicht verhehlen, bin von den ersten Hörproben enorm angetan. Bitte einige Ausrufezeichen hinter das Wort Empfehlung denken.

16.09.10 Hannover – Feinkost Lampe
18.09.10 Kiel – Prinz Willy
19.09.10 Hamburg – Mobile Blues Club
20.09.10 Rostock – Momo
21.09.10 Leipzig – detektor.fm Studiokonzert
22.09.10 Erfurt – Peckhams
23.09.10 Jena – Kunsthof
24.09.10 Gera – Steinweg
25.09.10 Leipzig – Galerie Kunst und Bauschlosserei (K.U.B.)
01.10.10 Berlin – Lux (Record Release Party)

Alin Coen Band

Nochmals zarter Fräulein-Gesang, diesmal von der Alin Coen Band, deren neue Platte Wer bist du? von mir bereits hier als absolut ansprechend beurteilt wurde.


Alin Coen Band – Ich War Hier Live
Hochgeladen von Revolver_Promotion. – Entdecke weitere Musik Videos.

31.08.10 Leipzig – naTo
02.09.10 Chemnitz – Weltecho
05.09.10 Ulm – CAT
06.09.10 Tübingen – Voltaire
07.09.10 Stuttgart – merlin
08.09.10 Freiburg – Jos Fritz Cafe
09.09.10 Karlsruhe – Kohi
11.09.10 Stuttgart – Cafe Galao
14.09.10 Frankfurt/Main – Ponyhof
15.09.10 Wetzlar – Cafe Vinyl
16.09.10 Bonn – Klangstation
17.09.10 Aachen – Raststätte
18.09.10 Marburg – Havanna 8
21.09.10 Gera – Haus der Pioniere
27.09.10 Berlin – Privat Club
28.09.10 Hamburg – Prinzenbar
29.09.10 Köln – BLUE SHELL
30.09.10 München – 59:1
15.10.10 Halle – Riff-Club
16.10.10 Weimar – Kasseturm
18.10.10 Jena – Cafe Wagner

kleinstadthelden

Die kleinstadthelden bringen ab 10.09. den Silberling Osterholz-Scharmbeck unters Volk. Mein erster Eindruck der Scheibe ist noch nicht von überbordendem Enthusiasmus geprägt. Flockig ist die Chose allerdings allemal, schlecht geht anders, keine Frage. Wir werden im Rahmen unserer Vorberichterstattung zum Bundesvision Song Contest 2010, bei dem die Herren das Bundesland Bremen vertreten, im September noch mehrmals erwähnen.

03.09.10 Söhlingen – E-A-O Festival
04.09.10 Aurich – Dinis
14.09.10 Köln – TV Total
15.09.10 Stuttgart – Beat Club
17.09.10 Hannover – Cafe Glocksee
22.09.10 Jena – Rosenkeller
24.09.10 Wilhelmshaven – Pumpwerk
27.09.10 Frankfurt – Nachtleben
01.10.10 Berlin – Bundesvision Song Contest 2010

My Sister Grenadine

Als mir unlängst eine E-Mail ins Postfach flatterte, die ein Album von My Sister Grenadine anpries, konnte ich mit diesem Namen überhaupt nichts anfangen. Diese Unkenntnis ist nun beseitigt. Das Projekt von Vincenz Kokot praktiziert experimentelle Singer-Songwriter-Töne, welche zwar nicht jedermann gefallen dürften, aber das gewisse Etwas für Querschmecker bieten. Ich werde das am 20.08. veröffentlichte Subtitles & Paper Planes in den nächsten 2 Wochen noch mit einem eigenen Eintrag bedenken.

01.09.10 Berlin – Schokoladen (Record Release Party)
03.09.10 Dresden – Ostpol
04.09.10 Göttingen – Living Room Society
05.09.10 Hildesheim – Trillke Gut
06.09.10 Hamburg – Sweet Home
07.09.10 Kiel – Prinz Willy
08.09.10 Rostock – Peter Weiss Haus
09.09.10 Hamburg – Hasenschaukel
10.09.10 Erfurt – Stadtgarten
14.09.10 Fürth – Babylon Kino
15.09.10 Wien (A) – Fledermaus
18.09.10 Stuttgart – Café Galao
19.09.10 Frankfurt – Ponyhof (15:00 Uhr)
19.09.10 Darmstadt – Hoffart Theater (20:00 Uhr)

Francis International Airport / Ginga / Bilderbuch

Ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen, dass es zu dem hier ans Herz gelegten Auftritt noch gar keine Rückmeldung gab. Nun ist mir schon klar, dass die erste Septemberhälfte in Berlin mit interessanten musikalischen Veranstaltung vollgespickt ist. Dennoch sollte man dieser Bestandsaufnahme der österreichischen Musikszene ein Ohr leihen. Am am 08. 09. sind im Maria am Ostbahnhof Ginga, Bilderbuch und Francis International Airport zu sehen. Die zu verlosenden Tickets sind nach wie vor mittels Abgabe eines Kommentars erhältlich. Also gefälligst aus den Puschen kommen!

08.09.10 Berlin – Maria am Ostbahnhof

SomeVapourTrails

Stippvisite 21/08/10 (inklusive Ticket-Verlosung)

Jede Menge Empfehlungen, sorgsam ausgewählt, heute mit Acts aus Österreich, Kanada, Großbritannien und Brasilien. Wir wünschen viel Vergnügen!

Konzerttipp:


Dass die österreichische Musikszene allmählich aus ihrem provinziellen Dornröschenschlaf erwacht, internationale Standards erfüllt, freut mich als Landsmann natürlich besonders. Wenn sich nun junge Wiener Bands nach Berlin verirren, ist das fraglos unterstützenswert. Wir verlosen daher 1x 2 Tickets für die Auftritte am 08. September in Berlin im Maria am Ostbahnhof. Zu sehen sind Ginga, Bilderbuch und Francis International Airport. Besonders letztere werden wir heuer noch ausführlicher besprechen, da im Oktober das Album In The Woods auf Siluh Records zur Veröffentlichung kommt. Und bevor ich noch lange nach Worten krame, warum man diese musikalische Bestandsaufnahme frischer österreichischer Nachwuchsbands nicht verpassen sollte, lasse ich lieber die Musik sprechen. Einfach das Interesse für die Tickets in den Kommentaren bekunden oder uns eine E-Mail schicken, dann könnt ihr gewinnen. (Stichtag: 28. August)

Ginga – Cinnamon

Bilderbuch – Kopf ab

Francis International Airport – Monsters

Entdeckertipp:

Manchmal muss man sich die Zunge wundreden. Die Kanadierin Hannah Georgas habe ich schon mehrmals auf unserem Blog erwähnt. Ihre Songs sind verdammt catchy, verschönern den Tag – und manchmal muss Musik einfach nicht mehr können. Zwei Videos sollen meine These unterstützen.

Hannah Georgas „The Deep End“ from Tariq Hussain on Vimeo.

Die werte Dame ist im September auch in Deutschland zu sehen:

24.09.10 Hamburg – Reeperbahn Festival 16:00
24.09.10 Hamburg – Platzhirsch (Canadian Independent Music Association Showcase) 19:00

Downloadtipp:

Der kanadische Singer-Songwriter Mark Merube bringt mit seinen The Patriotic Few in wenigen Wochen die EP Tailored To Fit heraus. Das Titellied gefällt sehr, ist keineswegs Massenware. Ich rate dringend hineinzuhören. Den Gratis-Download findet man an dieser Stelle.

Videotipp:

Die ewig unterschätzten Briten Clinic veröffentlichen im Oktober ihr neues Album Bubblegum. Wenn die im September erscheinende Single I’m Aware als Indikator dienen darf, kann man so einiges von der Scheibe erwarten. Der Track jedenfalls ist eine dicke Empfehlung!

Albumtipp:

Am 22. Oktober erscheint nicht irgendein Album, vielmehr wohl eines der schönsten des Jahres. Und wer nun glubschäugig fragt, von wem es denn stammt, dem antworte ich: Her Name is Calla. Wer die britische Band bislang nicht kennt, versäumt einen absoluten Leckerbissen. Auch wenn sich die Band als Post-Rock-Act definiert, sei dezidiert darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um fragile, filigrane, unglaublich ästhetische Musik handelt, die ohne Brechstange auskommt. Die ersten Hörproben des Albums The Quiet Lamb deuten auf eine Glanztat hin, ohne Wenn und Aber! Unser werter Peter von den Schallgrenzen hat die Violinistin Sophie Green bereits vor wenigen Tagen intensiver befragt. Und auch wir werden in den nächsten Wochen noch das eine oder andere Wort über Her Name Is Calla verlieren. Wer sich aus Vorfreude auf das anstehende Werk den Backkatalog der Formation zu Gemüte führen will, kann dies hier tun.

Thief by hernameiscalla

Downloadtipp:

Tiny Cables Ink muten very british an, noch dazu wie eine der wirklich guten Bands von der Insel. Man würde sie so überhaupt nicht in Brasilien vermuten. Der Track Beyond The Horizon jedenfalls ist ein echter Tipp für Leute, die „schmachtigen Indiepop mit leichtem Pathos“ mögen, wie Coast Is Clear ihn treffend beschreibt. Den Song gibt es hier als kostenlosen Download.

SomeVapourTrails

Stippvisite 18/06/2010

Hörtipp:

Foto: Svila Adam

Frisch aus dem Briefkasten gefischt: Eine Single namens Monsters von der Wiener Band Francis International Airport. Erschienen auf dem Label Siluh Records, an dem Robert Stadlober beteiligt ist, der mit Gary gerade die gute Platte One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji veröffentlicht hat. Doch ich schweife ab. Monsters ist ein wirklich eingängiger Indie-Pop-Song, der sommerlich leicht gelingt – ohne banal oder belanglos zu sein. Runde Sache!

Videotipp:

Die isländische Formation Seabear vermochte sich vor wenigen Monaten mit We Built A Fire erfolgreich in Szene zu setzen. Gerade legte Sóley Stefánsdóttir, ihres Zeichens Mitglied der Band, unter dem Namen Sóley ihre Debüt Theater Island vor. Zu dem Track Blue Leaves gibt es ein wirklich wundervolles, mit Liebe zum Detail komponiertes Video.

Sóley: Blue leaves from morr music on Vimeo.

Downloadtipp:

Riser EP Cover

Ambient kann so schön sphärisch klingen. Gleich einer flauschigen Wolke im Zauberwald flirrt Fieldhead daher. Diesen Eindruck vermittelt wir jedenfalls der kostenlose Download des Tracks Riser, der die auf Gizeh Records im Juli erscheinende, gleichnamige EP ankündigt.

Konzerttipp:

Wer sich eine Abwechslung von der WM gönnen möchte, kann dieser Tage die Ganglians live erleben. Das Album Monster Head Room ist soeben in deutschen Breiten erschienen, wir werden ihm demnächst ausführliche Beachtung schenken. Wer Abgedrehtheit als hohe Kunst ansieht, wird an den Ganglians definitiv nicht vorbeikommen.

Ganglians – Monster Head Room by souterraintransmissions

18.06.2010 Hamburg – Molotow
19.06.2010 Dresden –  Ostpol
22.06.2010 Berlin – Bang Bang Club

Das soll es auf die Schnelle auch schon wieder gewesen sein…

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