The Limiñanas – Shadow People (feat. Emmanuelle Seigner)

via Nicorola

Die besten Weihnachtssongs sind zumeist keine Weihnachtslieder, sie besingen stattdessen die Abgründe und Verwerfungen oder wie in diesem grandiosen Song: Die Schattenmenschen. Nach Aussage von Lionel Limiñana inspirierte ihn der amerikanische Mythos der Shadow People: Geisthafte, verstohlene Wesen, die nur aus dem Augenwinkel beobachtet werden können. Diese können ein Leben lang Menschen begleiten, als seien sie mit einem paranormalen Kleber angehaftet.  Weiterlesen

Grease der Trash-Kultur – Kyle Craft

Lautstarker Glam-Rock aus der Honky-Tonk-Bar? Southern Rock in den Kulissen von The Rocky Horror Picture Show? Meat Loaf meets Dylan? Um dem Album, das ich dieses Mal vorstellen möchte, stilistisch gerecht zu werden, muss man zu eher schrägen Vergleiche greifen. Die außergewöhnliche Platte Dolls of Highland wendet sich nämlich den goldenen Zeiten der ersten Hälfte der Siebziger zu, wühlt sich quer durch die Plattensammlungen dieser Zeit. Dennoch läuft der US-Singer-Songwriter Kyle Craft keinesfalls Gefahr, als Nachahmer betrachtet zu werden. Zu originell sind Songwriting und Vortrag. Beginnen wir gleich mit letzerem. Crafts Tenor fällt ohrenbetäubend inbrünstig aus. Offenbart sich als Mixtur aus einem sich die Seele aus dem Leib schreiender Crooner, Rockabilly-Musical mit einer Persona vom Schlage eines Meat Loaf – und natürlich Dylanscher Ausdrucksexzentrik. All das zu wuppen, dabei nicht zur Karikatur zu verkommen, verdient endlosen Respekt. Erst jene Ausstrahlung erlaubt es dem Songwriting, den Streifzug durch die wilden Siebziger anzutreten.

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Free Mp3: Younghusband – I Don’t Intend To Spend Christmas Without You

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Yeah!!! Glam Rock! Endlich ein Knaller-Song. Nichts für ungut, ich liebe Folk und lieblichen Indie-Pop über alles, trotzdem fehlte mir dieses Weihnachten etwas. Die Jungs von Younghusband haben den Klassiker von Margo Guryan in ein wunderbares Glimmer-Glammer-Gewand gekleidet.  Weiterlesen

The Glam – Escapism

Nein – diesmal kein: Mist – schon wieder ein Meisterwerk. Aber: Huhu – eine schöne Scheibe feiner Unterhaltung, die Spaß macht.

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Einer der größten deutschen Irrtümer, der Kunst im Allgemeinen betrifft, ist es Qualität mit Ernsthaftigkeit und mühseligem Sinn-Finden zu verwechseln. Häufig klingt deutsche Musik dann auch so… Früher war allerdings nicht alles besser und neuerdings gibt es immer mehr Bands, die befreit von teutonischer Ernstmeierei – ganz glimmer-glammerig daher rocken.

Die wahre Kunst der Popkultur ist es eben zu entführen, in eine Welt fern des bisweilen trüben Alltags. Hier betreten The Glam die Bühne – der Name will Programm sein – und ist es auch. Schmunzeln muss ich aber doch… dazu später 😉

Es gibt Alben, die geraten eben nur dann zum höchsten Genuss, wenn man alle Intellektualität hinter sich lässt. Tiefsinnigkeit und Reflexion des Lebens-und Weltgeschehens für ne Weile parkt. The Glam klingen nach Nächten in Discos – in denen Nebelmaschinen den Schleier über zelebrierten Narzissmus und nächtliche Sehnsüchte legen. Nach den Momenten, in denen getanzt und gefeiert wird, als ob’s kein morgen gäbe… vor allem den Morgen, an dem alles wieder in natürlicher Schön- und Hässlichkeit erstrahlt.

Perfekt für alle Post- und Pre-Teenager-Stimmungen. Allen über 22 mag das Styling der Band ein müdes „huch Tokio Hotel in älter“ auf’s Gesicht zaubern. Dieser Mix aus Emo- und Glamrock … die ganz alten erinnert’s an Veteranen wie T.Rex … perfekt für die feuchten Träume aller (ewig) 13 Jährigen 😀

Bei all der Lästerei könntet ihr meine sehr verehrten Leser nun auf die Idee kommen – DifferentStars mag die nicht. Stimmt nicht! Gut inszenierter Pop hat mich schon immer fasziniert und den liefern The Glam auch musikalisch auf hohem Niveau. Klingen so gar nicht nach der deutschen Heimat – könnten genauso gut aus Skandinavien oder von der Insel stammen.

Anklänge an Suede und Placebo sind deutlich hörbar – zur großen Kunst fehlt der doppelte Boden – die echte Verzweiflung – die echte Verderbtheit, dass was uns tief im Mark berührt und Placebo zu einer der besten Bands der Welt werden liess.

Darum geht’s auch gar nicht. Ein Rausch der Nacht à la Marc Bolan liegt hier näher. Liebe und Einsamkeit – ja – werden besungen. Beschäftigen oder berühren uns hier aber nicht wirklich und werden schnell weggetanzt oder mit dem ein oder anderen Bier hinuntergespült. Wie es sich auf dem  richtigen Dancefloor gehört.

The Glam – All The Universe

Das war’s schon….? Nein nicht ganz: White Noise berührt mich dann doch. Eine große Hymne über Einsamkeit. Auch wenn das schon von Polarkreis 18 zur Kunst erhobene Einfügen von deutschen Textzeilen in englische Lyrics ein wenig befremdlich wirkt. Vielleicht aber nur ein Hinweis, dass wir sie eventuell beim nächsten Bundes Vision Song Contest auf der Bühne sehen werden. Verdient hätten sie’s – eine Bereicherung wär’s allemal.

Via ihrem Label kommt dieser Track als kostenloser Download:

Mp3: www.piasgermany.de/TheGlam_JoinTheSpectres.mp3

theglam_album_kl1VÖ: 03.04.09
Label:PIAS Germany

Tour:
28.03. München, Muffathalle;
21.05. Köln, Blue Shell;
22.05. Oberhause, Zentrum Altenberg;
23.05. Lingen, Alter Schlachthof;
24.05. Berlin, Privat Club;
25.05. Halle, Objekt 5;
27.05. Frankfurt, Nachtleben;
28.05. München, 59 to 1;
29.05. Schorndorf, Manufaktur;
31.05. Hamburg, Headcrash

Link: Myspace

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