Wilde ungezähmte Elfen & Feen – Ein nicht nur audio – sondern auch visuelles Mixtape

Sommernachtstraum Elfenreigen

 

Ich hätte das Ganze auch Trotz-Mixtape nennen können. Den Widrigenkeiten zum Trotz, denn Pop ist natürlich Eskapismus in Reinstkultur, ganz im Besonderen der heißgeliebte Electro-Pop. Und überhaupt, Facebook erlaubt Hassposts, aber keine Nippel, auch hier braucht es dringend Eigensinn und eigensinnigen Feminismus. Zeit also, endlich wieder ein Mixtape zu kreieren, heute ohne Penis, dafür schöne und schön-pralle Brüste und die passende Musik dazu von selbsbewussten, trotzigen und eigensinnigen Brüsteträgerinnen. Auf das die wilden Feen und Elfen diese Welt, zumindest für einen kleinen Moment schöner machen.

 

 

Songs for Little People Illustratorin: Helen Stratton

Auf Spotify findet ihr den Fairies-Mix mit Ladytron, Goldfrapp, Björk, SPC ECO, Smoke Fairies, Chemical Brothers feat. Hope Sandoval und Massive Attacke feat. Hope Sandoval


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Die 10 Neuerscheinungen der nächsten 3 Monate

In Würde junggebliebene Ü30-Musikfans beiderlei Geschlechts dürfen sich in den nächsten 3 Monaten die Hände reiben. Es gibt 10 Neuerscheinungen von nicht eben unbekannten Bands und Musikern zu vermelden. All die Künstler sind keine Backfische mehr, dürfen auf mehrjährige – mitunter sogar mehrdekadige – Karrieren zurückblicken. All diesen Alben ist der Umstand gemein, dass man sie mit zur Schau getragenem Stolz im Plattenregal zuvorderst drapieren kann. Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, ein paar Infos über diese Pflichtkäufe zusammenzutragen.

Pet Shop BoysElectric (VÖ: 12.07.2013 / x2)

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Tracklist:

1. Axis
2. Bolshy
3. Love Is A Bourgeois Construct
4. Fluorescent
5. Inside A dream
6. The Last To Die
7. Shouting In The Evening
8. Thursday (featuring Example)
9. Vocal

White LiesBig TV (VÖ: 09.08.2013 / Universal)

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Unsere musikalische Möbelnomenklatur

Unser Blog ist eine heimelige Rotunde, in der wir unsere Lieblingsmusiker namentlich einkerkern. Mag in der Welt da draußen auch noch so sehr die Post abgehen, wir riskieren nur selten einen aus dem Fenster gerichten Blick, der sich jedoch flugs vor Langeweile abwendet und schnell wieder die edle Inneneinrichtung überschweift. Ab und an klopft es an der gut gepolsterten Tür. Gemächlich kommen wir aus der Verschanzung gekrochen, gehen dem Pochen nach. Entriegeln die Sicherheitsschlösser, öffnen die Tür einen Spalt breit, spähen eher ungnädig über die Türkette hinweg. Wer uns da aller seine Visage entgegen hält! St. Vincent etwa. Rumms! Tür zu. Weiters Portugal. The Man. Denen würde ich zwar Obdach gewähren, jedoch unter der Bedingung, dass sie John Gourley, zweifelsohne mit einer der nervigsten, dünnen Stimmen der Gegenwart geschlagen, in die Wüste schicken. Und den ganzen Chart-Clowns und singenden Sex-Bömbchen wollte ich ohnehin nur mit Elektroschocker in der geballten Faust begegnen. So schnell könnte eine Beyoncé gar nicht die Laufmaschen in ihren Strümpfen zählen, ehe ich sie schon wutschnaubend vom Gelände jagen würde. Rihanna bekäme den geschwungenen Regenschirm zu sehen, verbunden mit der Ermahnung, dass ein einziges nettes Wölkchen noch kein Donnerwetter entfacht.

Im Inneren unseres Häuschens haben wir haben uns längst die eigenen Möbelnomenklatur gezimmert, die Gegenstände nur nach den verehrtesten Bands benannt. So lehnen in einer Ecke des Wohnraums einträchtig zwei wackelige Regale an der Wand, beide schon ein wenig ramponiert. Wenn man aus den Untiefen des einen etwas zu Tage befördern möchte, schlingert es, stößt unweigerlich gegen den anderen Schrank. Wir haben sie daher schlicht die Gallaghers getauft. Daneben an der Wand hängt ein Poster, eine mehrfach variierte Pietá in bester Tradition der Pop Art. Es kostete uns nicht einmal einen Gedanken, das Bild Madonna zu widmen. In der Mitte des Raumes steht ein Sofa ausgewähltester Behaglichkeit. Hier lässt es sich gemütlich fläzen, ein gutes Buch in den Händen oder einfach nur tagträumend den eigenen Gedanken hinterhergleiten. Solch wohliger Hort wurde von uns Mazzy Star tituliert.  Davor lümmelt ein Couch-Tischchen. Es neigt zu Eskapaden, steht umfallenden Weingläsern aufgeschlossen gegenüber. Seit eine gewisse britische Sängerin im Sommer verstorben ist, harrt das Tischchen einer abermaligen Namensgebung. Sollte wir uns doch noch zum Konsum von Kokain durchringen, wäre Doherty die erste Wahl. Der sich auf der einen Wand des Zimmers mächtig ausbreitende Schreibtisch schrie regelrecht danach, einem Singer-Songwriter die Reverenz zu erweisen. Der Poeten und Dichterinnen gibt es viele, aber Joni ragt hervor. Habe ich schon unseren überbunten Teppich gewürdigt? Sicher man tritt ihn Tag für Tag mit Füßen, doch lässt sich darauf auch abhotten, was das Zeug hält. Ähnlich ergeht es Moby. Mögen ihn Kritiker auch in Grund und Boden reden, für tänzerische Leibesertüchtigung hat der werte Herr einiges im Köcher. Selbst der übliche Nippes im Raum ist samt und sonders mit Namen versehen: Ob Placebo, Goldfrapp oder Travis, sie alle lächeln von Regalen und Kommoden herüber. Der kleine verschrumpelte Zinngartenzwerg mit dem langen Bart etwa, der auf dem Schreibtisch thront, was streichle ich Mr. E von den Eels nicht oft liebevoll über den Kopf.

Ein Modell, das - wie ich meine - nur The Boss heißen kann. (Photo Credit: Uwe Besendörfer aus de.wikipedia.org / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 von Wikimedia Commons)

Natürlich existiert auch problematischeres Mobiliar. Welcher Künstler möchte etwa seinen Namen mit einem Bücherschrank assoziiert sehen, wenn darin Kaliber vom Schlage eines Kafka oder Rilke die Feder schwingen? Welchen Liederschreiber überfällt dann nicht das Muffensausen? Ich habe den Bücherschrank guten Gewissens Nick Cave verehrt. Oder der chromglänzende, filigran von der Decke baumelnde Kronleuchter. Den will man nur einer wahren Lichtgestalt zuschreiben. Keinesfalls einem sinister gestimmten Persönchen. Darf man solch einen Leuchter mit dem Etikett Röyksopp behängen, ohne dass Ikea sein Monopol auf skandinavisch klingende Einrichungsgegenstände gefährdet sieht? Zu guter Letzt, der Papierkorb. Ein unverzichtbares Accessoire, zweifelsohne. Zugleich aber kaum zu Ehrungen taugend. Eben jene hätten die Papercuts freilich mehr als verdient.

Was fühlt man sich den Möbeln nicht gleich inniger verbunden, wenn sie weder Billy, Ivar noch Klippan heißen. Würde man eine mit verträumtem Motive versehene Vase namens Sigur Rós jemals versehentlich vom Tisch fegen? Niemals, das würde sich nicht mal die ungeschickte Co-Bloggerin trauen.

SomeVapourTrails

500 essentielle Songs der Dekade – Teil 2

Auch dieses Mal wollen wir eine bunte Mixtur an bekanntem und unbekanntem, wichtigem und besonders wertvollem Liedgut vorstellen. Und obzwar Listen immer den Geschmack des Erstellers widerspiegeln, haben wir doch versucht über den Tellerrand zu lugen. So mag ob des Haareraufens nun das eine oder andere davon in der Suppe schwimmen. Dennoch wollen wir uns ans  Servieren machen – umso mehr, da wir der bloggenden Nachbarschaft mit dampfender Terrine und gutem Vorbild voranschreiten. Teil 1 offerierte bereits jede Menge Leckerbissen, jetzt folgt der Nachschlag.

500Tracks(Teil2)

wallofarmsThe Maccabees – Love You Better (2009)

someofmybestfriendsaredjsKid Koala – Skanky Panky (2003)

ghostsofthegreathighwaySun Kil Moon – Glenn Tipton (2003)

kidaRadiohead – The National Anthem (2000)

whateveryouloveyouareDirty Three – I Offered It Up To The Stars & The Night Sky (2000)

keystotheworldRichard Ashcroft – Words Just Get In The Way (2006)

siberiaEcho & The Bunnymen – In the Margins (2005)

championsoundJaylib – Champion Sound (2003)

lostchannelsGreat Lake Swimmers – Everything Is Moving So Fast (2009)

zMy Morning Jacket – Dondante (2005)

10 Songs, die 2008 überdauern

Jeden Dezember wieder werden wir mit Bestenlisten und Jahresrückblicken vollgedröhnt. Ob unwichtiges Käseblatt oder Mini-Blog, alle werden vom missionarischen Eifer gepackt die Ereignisse des Jahres in viele Schubladen zu packen. Warum also sollte sich Lie In The Sound von der Masse abheben, Tradition negieren?

Heute wollen wir 10 mehr oder minder bekannte Lieder ins Rampenlicht rücken, die 2008 unsere Gehörgänge verschönerten. Die Auswahl freilich ist rein subjektiv, erhebt eben keinen absoluten Anspruch, ist vielmehr von der Hoffnung getragen, dass man mit dieser Meinung nicht ganz alleine steht.

Hier leuchten die Perlen – in willkürlicher Reihenfolge.

Portishead – Magic Doors

Travis – Before You Were Young

The Verve – Love Is Noise

Goldfrapp – Clowns

Joan As Police Woman – To Be Lonely

Sun Kil Moon – Lost Verses

Sigur Rós – Festival

3-11 Porter – Surround Me With Your Love

R.E.M. – Until The Day Is Done

Schöne Songs dabei, nicht wahr? Demnächst werden wir auch die Newcomer des Jahres  und die überflüssigsten Alben des Jahres unter die Lupe nehmen – natürlich wird zum Beispiel AC/DC dort nicht fehlen!

SomeVapourTrails

Der klingende Adventskalender – Türchen 2: Goldfrapp – Clowns (live) Gratisdownload

Unser heutiges Türchen öffnet sich in eine fantastische Traumwelt. Goldfrapp haben mit ihrem neuen Album ein radikalen Stilbruch gewagt und mich ein zweites Mal als Fan gewonnen.

Goldfrapp – Clowns

Verträumt und verspielt überraschte Seventh Tree – luden die Songs der Band doch bisher eher zu wild durchtanzten Nächten ein. Als Appetithappen ihrer Seventh Tree Special Edition DVD bietet zur Zeit der Rolling Stone eine wunderschöne Live-Version von Clowns als kostenlosen Download an.

Link: Rolling Stone

DifferentStars