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Wundertüte von einer Rockoper – His Name Is Alive

Wenn ich den Inhalt von Tecuciztecatl richtig begriffen habe, dreht sich die Geschichte um eine junge Frau, der bei einer Ultraschall-Untersuchung mitgeteilt wird, dass sie mit Zwillingen schwanger sei. Statt Freude kommt jedoch Entsetzen auf, weil ein Zwilling wohl abgrundtief böse scheint. Die Frau wendet sich daraufhin an einen Bibliothekar, der sich nebenbei als Dämonenjäger verdingt. Zusammen mit ihm versucht sie, den bösen Embryo in ihrem Bauch zu töten, ohne dabei dem anderen Kind Schaden zuzufügen. Klingt wie aus einem billigen Horror-Trash-Movie entsprungen? Das ist zweifelsohne so beabsichtigt. Tecuciztecatl will eine psychedelische Rockoper sein, die den Hörer irritiert und fesselt. His Name Is Alive, das schon seit 25 Jahren bestehende Projekt von Mastermind Warren Defever, hat sich in all den Jahren vorwiegend in der Indie-Nische versteckt und der Unberechenbarkeit gefrönt. His Name Is Alive ist eigentlich eine Misserfolgsgeschichte, weil die unzähligen Sängerinnen der Band, die immer wechselnden stilistischen Ausrichtungen jedwede Wiedererkennung stets torpedierten. Defever war und ist ein einfallsreicher Kopf, der seinem Schaffen jedoch nie ein Mindestmaß an Kohärenz einzuhauchen vermochte.

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