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Am Ende einer Liebe – Jacob Faurholt

Es gibt Situationen, Momente und Gefühlslagen, die sich allesamt schlecht beschreiben lassen. Weil sie sich nicht zur Zuspitzung eignen, nicht zum dramatischen Höhepunkt oder gar zum Happy End taugen. Jene chronisch unerwähnten Umstände, Augenblicke und Emotionen werden mit Verachtung gestraft, weil man sie verdammt schwer in Szene zu setzen vermag. Dem dänische Singer-Songerwriter Jacob Faurholt ist jedoch genau dies gelungen. Sein Album Super Glue beschäftigt sich mit jenem Zustand der Schwebe, der nach dem Ende einer langjährigen Beziehung eintritt. Wenn man zwischen einem bedauernden, melancholischen Blick zurück und dem sich aufrappelnden Blick nach vorn in eine neue Liebe ersehnende Zukunft hin- und hergerissen scheint. Super Glue macht ein von Trauer und Hoffnung gleichermaßen geprägtes Innehalten erlebbar. Vor allem aber zeigt es einen reifen, respektvollen Umgang mit der beendeten Beziehung, indem es selbige nicht durch den Dreck zieht, die Erinnerung nie in Bitterkeit ertränkt.

Schauen wir uns die Lieder kurz näher an. Schon das spacig-psychedelische Floating In Space steckt den Rahmen ab. Unwirklichkeit und Träumerei dominieren die Szenerie, verdichten sich zu einem Sein ohne Gegenwart, welches sich nur über das Gestern und das Morgen definiert. Der Song wabert in Vorstellungen dahin, angenehm erkenntnislos. Denn heute wird ein Scheitern ja immer auch als Chance zu persönlichem Wachstum auf dem Weg zur Selbstoptimierung angesehen. Doch enthalten die vermeintlichen Lehren aus gescheiterten Beziehungen oft jede Menge Selbstbetrug, weil sich die charakterliche Prädisposition nicht einfach abschütteln lässt. Faurholt sucht gar nicht erst Erklärungen, packt nicht den Zeigefinger aus, um Schuldzuweisungen vorzunehmen. Am Ende einer Liebe – Jacob Faurholt weiterlesen

Unsere liebsten Songs 2015 (1-25)

Nach dem ersten Teil unserer Lieblingslieder mit den Plätzen 26-50 folgt nun der zweite Teil unserer liebsten Songs des Jahres 2015. Samt Spotify-Playliste, die immer 47 der 50 Titel beinhaltet. Doch genug der Worte, stürzen wir uns ins musikalische Getümmel!

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1.) Radio Elvis – Goliath

Goliath ist nicht weniger als phantastisch, weil es markanten, durchaus an französischen Chansonniers orientierten Gesang mit melodischem und zugleich erstaunlich robustem Indie-Rock verbindet. Die Band ist für mich die Entdeckung des Musikjahres. Und Goliath ist das Lied, dass ich auf immer mit 2015 verbinden werde! (Die EP Juste avant la ruée ist am 09.03.2015 auf PIAS erschienen.)

Wanda Bussi Albumcover ©Vertigo Berlin

2.) Wanda – Bussi Baby

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Schatzkästchen 38: Jacob Faurholt – Future Wife

Musik hat einen ausgesprochen tröstlichen Charakter. Sowohl für den Musiker, der in ihr all seine Emotionen verarbeitet, als auch für Hörer, für die sie ein klein wenig Weltflucht bedeutet. In Zeiten wie diesen, wenn Hiobsbotschaften im Sekundentakt auf uns alle einwirken, scheint Trost unentbehrlich. Die digitale Welt lässt Leid viel ungefilterter an uns heran. Psychohygiene ist wichtiger denn je – und Musik das vielleicht probateste Mittel. Denn natürlich ist die Zeit nach den Anschlägen von Paris zugleich auch die Zeit vor dem nächsten Terrorangriff. Wenn man an der Welt nicht verzweifeln will, sollte man den staccato dargereichten Nachrichten mehrmals am Tag einen guten Song entgegenhalten. Ich für meinen Teil habe die letzten Tage den Track Future Wife des Dänen Jacob Faurholt gehört. Über Faurholt habe ich in der Vergangenheit nur Gutes zu berichten gewusst. Das ist auch dieses Mal der Fall. Future Wife steht für eingängigen, melodisch-shoegazigen Rock mit Hang zu Lo-Fi und Hall. Vom Tonfall her wirkt der Song entgegen dem eigentlich romantischen Titel eher melancholisch. In dieser Einschätzung wird man bestärkt, wenn man sich in den Pressetext vertieft. Schatzkästchen 38: Jacob Faurholt – Future Wife weiterlesen

Zum Liebling gemausert – Crystal Shipsss

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Schon mehrmals habe ich über den in Berlin ansässigen dänischen Singer-Songwriter Jacob Faurholt geschrieben. Ich habe Faurholt ein Depri-Schnucki genannt, aus dessen musikalischer Darbietung Trost erwächst, ihm wunschträumerische Lippenbekenntnisse attestiert. Diesen Musiker allen, die vom Leben gezeichnet, gemeuchelt, geschunden scheinen – und sich dabei doch noch einen winzigen, tagträumerischen Hoffnungsschimmer ausbedingen, wärmstens empfohlen. Auch sein jüngstes, unter dem Projektnamen Crystal Shipsss veröffentlichtes Album Dirty Dancer spinnt ähnliche Sentimente fort. Laut Pressetext ist diese Platte autobiographisch zu verstehen, ihre Geschichten legen ein Ringen mit Angst, obsessiven Gedanken, der Unsicherheit des Heranwachsens und sogar einer Panikattacke dar. Stilistisch ist diese Platte mal im psychedelischen Lo-Fi, mal im Noise-Pop, mal im Folk verhaftet. Und nahezu immer vermag sie den Hörer zu berühren, tiefste Emotionen so schräg wie liebenswert mitzuteilen.

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Unser ABC der Nordlichter: Dänemark

Wenn man sich die Bevölkerungszahl der nordischen Länder Europas so ansieht, zählt man knapp 26 Millionen Köpfe. Island, Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden zusammen bringen es auf weniger als ein Drittel der deutschen Einwohner. Man sollte sich das öfter vergegenwärtigen, wenn man einmal mehr über eine Band aus dem Norden stolpert. Deutschland kann weder in puncto musikalischer Fülle noch im Bezug auf internationale Anerkennung mit all den Ländern mithalten, die im weitesten Sinne unter dem Begriff Skandinavien firmieren. Wir haben uns seit 2008 mit 90 Bands und Musikern aus nördlichen Breiten befasst, so manch Großartigkeit dabei entdeckt. Zeit also für einen kleinen Überblick. Diesmal: Dänemark! Ein Land, welches ich sehr lange gewaltig unterschätzt habe…

Alex Canasta (Facebook, Blogpost) – Hörproben: Let It Out (vimeo), Got It Coming:

Broken Twin (Facebook, Blogpost) – Hörprobe: Beaches (SoundCloud)

Choir of Young Believers (Facebook, Blogpost) – Hörprobe: Nye Nummer Et (SoundCloud)

Cody (Homepage, Facebook, Blogpost) – Hörprobe: Mirror (YouTube)

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Depri-Schnucki – Jacob Faurholt

Schwermut ist keine Schande. Nachdenklichkeit und Sentimentalität sind für die künstlerische Betätigung seit je her eine der produktivsten Grundhaltungen. Aus Wehmut erwächst bekanntlich viel Trost, vor allem bei musikalischer Darreichung. Der Singer-Songwriter Jacob Faurholt hat sich bereits mit seinem Werk Are You In The Mood For Love? als Kind von ausgewählter, sacht gemalter Traurigkeit präsentiert. Diese Attitüde steigert der in Berlin lebende Däne auf dem jüngsten Album Dark Hours noch, nicht ohne dabei den einen oder anderen elfentänzelnden Sonnenstrahl einzufangen und derart manch finsteren Stunden den Fluch absoluter Dunkelheit zu nehmen.


Bereits der programmatische Eröffnungstrack Dark Hours schleppt sich als sinnierender Trauermarsch dahin, ehe der beschwörend wiederholte Refrain Hoffnung verspricht. Wie Faurholt überhaupt mehrmals auf die Magie des repetitiven Mantras setzt, um lichternere Zukunft zu suggerieren (Themes Of A Troubled Mind). „Give me my medicine/ I need it now.“ spiegelt das desperate Element der Platte wider (Medicine), dem der Songwriter aber nie mit Haut und Haar verfällt. Der meist spärlich instrumentierte, gedankenschwere Folk sprengt die Ketten deprimierter Einsamkeit, auch weil oft erlösend gesäuselte Background Vocals jedwede sonst überbordende Introspektion sprengen. Creatures In The Sea beispielsweise wäre lediglich halb so schön, wenn nicht Sóley, sowohl auf Solopfaden als auch als Mitglied von Seabear eine Wucht, mit idyllischem Seemannsgarn bestricken würde. Denn Faurholt ist nicht gänzlich vor Larmoyanz gefeit, kämpft gegen den Taumel der Drögheit an (Like Cars Crashing). Die verheißungvollen Harmonien von Untitled erinnern mich stellenweise an Leonard Cohens Famous Blue Raincoat, doch gibt es kaum einen besseren Songwriter, an dem man sich ein Beispiel nehmen könnte. Directionless darf man als das heimliche Kleinod des Albums ansehen, da es trotz seines Stückwerkcharakters zu den bereits benannten Tugenden auch ein elektronisches Element hervorhebt. Spätestens an dieser Stelle will ich den werten Herren in den Rang des Depri-Schnuckis erheben. Immerhin obsiegt letztlich keine nihilistische Tristesse, durchbricht kein schmutziges Meer von Grau die Dämme. Faurholts schärft seine Feder nie an bleischwerem Pessimismus, entzündet seinen Zauber an dem Fünkchen Zuversicht. Wenn ich denn Schwachpunkte benennen müsste, würde ich eine breitere Instrumentierung einfordern, die mehr als nur Gitarre aufbietet. Selbige etwa macht The Hoax trotz dem Gesang von Nona Marie Invie (Frontfrau der famosen Dark Dark Dark) zu einer allzu kargen Schönheit.

Jacob Faurholt zählt für mich fraglos zu den überdurchschnittlichen Singer-Songwriter mit einem noch lange nicht ausgeschöpften Potential. Wer sich Dark Hours in einer Mußestunde einverleibt, findet beste Voraussetzung vor, danach in tröstlicher Besinnlichkeit zu schwelgen. Das sagt wohl vieles über die Güte des Werks aus und sollte ausreichend Anreiz zum Ausbaldowern des Albums sein.

Dark Hours ist am 15.08.11 auf Raw Onion Records erschienen.

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Jacob Faurholt auf Facebook

Kostenlose Mp3: Untitled und Creatures In The Sea (nach Bekanntgabe einer E-Mail-Adresse)

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Wunschträumerische Lippenbekenntnisse – Jacob Faurholt

Solch ich mir folglich wirklich die Mühe machen, der Handvoll deutschsprachiger Leser unseres Blogs, denen Jacob Faurholt eine immense Offenbarung bedeuten könnte, wirklich ausgiebig die Vorzüge des Liedermachers zu schildern? Wäre ein Treffen bei Kaffee und Kuchen samt Faurholt’scher Klangkulisse nicht ein geeigneterer Rahmen? Besonders wenn die Antidepressiva in Reichweite positioniert werden. Man muss im Grunde seines Wesens eine ausgesucht ehrliche, deprimierte Haut sein, um sich dem Folk hinzugeben. Folk ist keine an Eindrücken reiche Blümchenwiese, Folk ist das karge, endlose Weiß der Pole, welches brennend reflektiert. Wer das Genre mit Blüten und Pflänzchen behübscht, wähnt sich des Schmerzes entfleucht, hat jedoch verkannt, dass Folk eine grüblerisch-emotionale Trutzburg errichtet, die jedem Larifari den Garaus macht. Aus genannten Gründen ist das Metier ein Minderheitenprogramm, leider.

Der dänische Singer-Songwriter hat mit Are You In The Mood For Love? ein puristisches, oft akustisches Album vorgelegt, dass nun auch in hiesigen Breiten eine Veröffentlichung erfährt und all denen ins Stammbuch geschrieben ist, die das Lieben und Leben nicht zwangsläufig mit Jubel, Trubel, Heiterkeit verbinden. Faurholt bietet auf jener Platte einen Gesang an, der trotz Wärme ein gerüttelt Maß an Brüchigkeit suggeriert, der jedwede Traurigkeit nicht gänzlich der Hoffnungslosigkeit preisgibt, das Außenseitertum zwar pflegt, dabei jedoch auf Eitelkeit und Pathos verzichtet. Diese Herangehensweise hebt das Werk weit aus dem Veröffentlichungsbrei hervor. Es sind fragmentarische Einblicke erlaubende Lieder wie A Fish In A Bowl, in denen eine sich zerfransende Seele in Einsamkeit ersäuft, oder Blood On The Floor, wo die Scherben einer Beziehung betränt werden. Ob nur mit geschürzter Gitarre oder von ätherisch raunendem Background-Gesang unterstützt, Faurholts Texte kräuseln sich meist der Hoffnung auf eine in weiter, weiter Ferne winkenden Veränderung entgegen, welche allerdings oft zum wunschträumerischen Lippenbekenntnis mutiert. Da bildet Let’s Build A House On This Ground keine Ausnahme. Wenn der Barde von True Love singt, klingt die Zunge belegt, während We Stole Those Years in schönster Schwermut zerläuft. Ab und an driften die Songs gen Dream-Pop-Gefilde, kurbelt die E-Gitarre eine Entrückung an. Bei You Sing No Louder Than A Little Bird gerät die Erlösung fast schon greifbar.

Rusty Country Cage, True Love sowie Let’s Build A House On This Ground sind als Gratis-Downloads hier erhältlich.

Are You In The Mood For Love? bedient gediegenen Masochismus und existentielle Ängste weitaus mehr als jegliche Romantizismen. Und eben darum gibt es an diesem manchmal bedrückenden Folk-Album auch rein gar nichts auszusetzen. Jacob Faurholt empfiehlt sich all denen, die vom Leben gezeichnet, gemeuchelt, geschunden scheinen – und sich dabei doch noch einen winzigen, tagträumerischen Hoffnungsschimmer ausbedingen. Ein exzellentes Album!

Konzerttermine:

31.08.10 Berlin – Madame Claude (Record Release)
03.09.10 Kiel – Prinz Willy
04.09.10 Leipzig – NBL
08.09.10 Stuttgart – Café Galao
09.09.10 Unna – Spatz&Wal
10.09.10 Dortmund – Rasthaus Fink
11.09.10 Saarbrücken – Sparte 4
15.09.10 Berlin – Ä
17.09.10 Berlin – Sowieso
29.09.10 Berlin – Café Ici

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MySpace-Auftritt

Jacob Faurholts Blog

Kostenloser Download von Our Old Neighbourhood auf Last.fm

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Playlüsternes Mixtape (I) – Diesmal mit Pinup Saints, Sweet Sweet Moon und vielen mehr

Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. Sie ist ganz eigenartig. Sobald ich eine interessante, gerne auch krude Mischung an putzigen Musikempfehlungen in unserer Rubrik Stippvisite poste, führt dies zu fast schon überschwänglicher Ignoranz seitens der werten Leser unseres Blogs. Wenn ich jedoch irgendwo den Begriff Mixtape fallen lasse, erweist eine erkleckliche Anzahl von Besuchern dem Beitrag die Ehre. Nun denn, der Kunde ist König, soll die Chose halt Mixtape heißen. Was auf der Verpackung prangt, das ist letztlich einerlei, der Inhalt zählt. Und der ist dieses Mal besonders vielfältig.

Diego Bernal:

Über Diego Bernal habe ich bereits vor über einem Jahr berichtet und sein Album For Corners heftigst empfohlen. Vor wenigen Monaten hat nun „Besides…“ das Licht der Welt erblickt und bietet wiederum kräftige Beats en masse samt Latino-Flair. Ich werde mich der Angelegenheit noch ausführlicher widmen, für heute sei Lunch Money (Brown Paper Box) auf unserem Mixtape platziert. „Besides…“ ist via bandcamp kostenlos erhältlich.

Big Blood:

Eigentlich sind die Zeiten, in welchen ich auf Last.fm aktiv war, schon lange, lange vorbei. Aber ein paar Kontakte habe ich mir erhalten und diese senden mir ab und an auch sehr gediegene Empfehlungen. Big Blood wurde mir unlängst vehement angepriesen, inbesondere das Lied Oh Country (Skin & Bones). Wer angeschrägtem Folk und Alternative Country etwas abzugewinnen vermag, der wird die Platte Big Blood & The Bleedin‘ Hearts lieben. Sie darf hier gratis heruntergeladen werden.

Sweet Sweet Moon:

Meinen österreichischen Landsleuten traue ich in musikalischer Hinsicht eigentlich nicht besonders viel zu. Die wenigen guten Bands kann man auch noch an einer verkrüppelten Hand abzählen. Daher war ich eigentlich skeptisch, als mir die Kunde überbracht wurde, dass der unter dem Namen Sweet Sweet Moon agierende Singer-Songwriter Matthias Frey eine Coverversion eines Songs von Beirut aufgenommen hat. Zach Condon nachzueifern – diese Chuzpe muss man sich ja erst einmal herausnehmen. Aber My Night With The Prostitute From Marseille gerät in dieser Fassung erstaunlich eigenständig und stilvoll. Dicke Empfehlung!

Sweet Sweet Moon – My Night With The Prostitute From Marseille by Siluh Records

Milhaven:

Man darf mir viel vorwerfen, aber nicht, dass ich kein übergroßes Herz für Post-Rock besäße. Milhaven ist eine deutsche Post-Rock-Band, über die Peter von Schallgrenzen unlängst einige Zeilen verfasst hat. Für mich war danach die Sache gebongt und so habe ich mir die selbstbetitelte näher angehört – und für gut befunden. Ein paar Überraschungsmomente mehr könnte die Scheibe schon vertragen, aber der Track Miami Jesus verfügt über alle notwendigen genretypischen Zutaten. Sehr schön! Das Album ist hier als kostenloser Download verfügbar.

Pinup Saints:

Electro-Pop bewährt sich als Mode unserer Zeit. Aber neben den erfolgreichen Protagonisten werken auch unbekanntere Acts, die nicht minder interessante Töne von sich geben. So zum Beispiel die aus Montreal stammende Band Pinup Saints. Der neue, soeben gratis verfügbare Track Helluva ist ungemein catchy. Sollte man nicht verpassen.


Grasscut:

Was auf Ninja Tune erscheint, dass wird auf Verdacht mit Lorbeer bekränzt. Das Label, dessen Geschmackssicherheit der meinen um nichts nachsteht, hat soeben das Album 1 Inch/ 1/2 Mile des britischen Duos Grasscut zur Veröffentlichung verholfen. Speziell der Titel The Door In The Wall ist luftiger, Experimenten aufgeschlossener Electro-Pop, der nicht mit Kuriosität geizt.

Vello Leaf:

Coast Is Clear fördert öfters Perlen ans Tageslicht. Einmal mehr gelang ihm dies mit Vello Leaf, einer griechischen Shoegaze-Band. Speziell den Song Bitter habe ich ins Herz geschlossen, obwohl es ein durchaus geradliniger, sogar mainstreamtauglicher Titel ist. Aber Stimme, Melodie und Instrumentierung harmonieren hier einfach prima.

Jacob Faurholt:

Dringen wir nun zuletzt in das klassische Singer-Songwriter-Metier ein. Der dänische Liedermacher Jacob Faurholt schickt sich an, seine Platte Are You In The Mood For Love? am 27.08. in Deutschland zu veröffentlichen. Auf selbiger gibt es einige sehr gelungene, eindringliche Songs zu entdecken. Zum Beispiel Rusty Country Cage. Wir werden uns der Scheibe demnächst eingehend widmen.

Das soll es für heute gewesen sein, ich wünsche Hörgenuss ohne Ende!

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