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Unsere 20 Lieblingssongs 2013

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Was haben wir in diesem Jahr nicht alles für großartige Songs gehört. Sie aufzuzählen, das würde Bücher füllen. Wir wollen uns heute auf 20 Tracks beschränken, die uns 2013 unheimlich viel Freude bereitet haben. Diese Lieder haben uns in diesem Jahr begleitet – und werden es auch in Zukunft tun.

1. LowJust Make It Stop

Just Make It Stop, ein geradezu beschwörerisches, mit der Welt haderndes Lied. Vielleicht das beste Stück, welches Low je komponiert haben, vermutlich der beste Song, der 2013 veröffentlicht wird.

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Indie-Track-Auslese 2013 (März/April/Mai) – Teil 1

Heute wollen wir nochmals ein paar Songs hervorstreichen, die bei uns in den letzten drei Monaten für Enthusiasmus gesorgt haben. Dies ist der erste Teil einer kleinen Indie-Track-Auslese, welche hoffentlich die eine oder andere Empfehlung bereithält!

ScannersControl (Großbritannien) Album: Love Is Symmetry (VÖ: 28.03.2013 auf Unter Schafen Records)

Small BlackFree At Dawn (USA) Album: Limits Of Desire (VÖ: 17.05.2013 auf Jagjaguwar)

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Lauschrausch XXIII: Junip

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Photo Credit: Klara Andreasson

Zugegeben, ich hätte das neue Album der schwedischen Band Junip wahrscheinlich sogar unter den Tisch fallen lassen, es mir vielleicht erst mit ein paar Monaten Verspätung angehört, schlichtweg weil sich derzeit viele große Klänge in einem kleinen Zeitfenster bündeln, kurzum wäre ich der Veröffentlichung der selbstbetitelten Platte mit einem gerüttelt Maß an stoischer Herangehensweise begegnet, wenn der überaus geschätzte Bloggerkollege Nico nicht quasi gefühlt täglich auf Nicorola neue Vorschauen zum Album gebracht hätte. Da wurde auch ich schwach und habe in die Platte reingehört, allerdings bin ich auch nach einigen Tagen noch nicht über den Eröffnungstrack Line Of Fire hinausgekommen. Zu majestätisch, zu hymnisch-meditativ, zu seelenvoll erweist sich dieser psychedelisch verschmitze, folk-popige Song. In einem bisher wirklich nicht mit musikalischen Reizen geizenden Jahr setzen Junip mit dieser Nummer allem nochmals die Krone auf. Auf, auf in einen schwelgerischen Lauschrausch!

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Lie In The Sound präsentiert: 30 Alben, die 2010 bereicherten

Endjahresbestenlisten verkörpern neben dem Geschmack des Erstellers vor allem eine blogpolitische Message: Sie möchten triftige Gründe liefern, warum der Leser auch im kommenden Jahr das eine oder andere Mal dem Blog oder Magazin seine Aufwartung machen soll. Nun kann die Strategie dahinter in der Platzierung bekannter Namen und Alben liegen, welche ins Auge springen und dem Besucher das Gefühl geben, sich auf vertrautem Terrain zu bewegen. Eine andere Verfahrensweise besteht in der Nennung des Obskuren und Außenseiterhaften, was wiederum den Entdeckerdrang des Lesers besonders anregt, zugleich eine Underdog-Romantik bedient. Oder aber der Lister packt die Last der Musikwelt auf seine Schultern, filetiert einen allumfassenden Querschnitt, der sämtliche Genres und Stile berücksichtigt, die nicht ausschließlich von moldawischen Entenzüchterchören betrieben werden. Einfach um seinen Kunden zu suggerieren, dass man musikalisch alles, schlichtweg alles geboten bekommt, was nur irgendwie ein Instrument in den Händen zu halten vermag.

All die aufgezählten Zugänge winken verheißungsvoll. Und würden mir dennoch ein Gähnen entlocken, da der unter die Oberfläche tauchende Leser bereits ohnehin erkannt hat, wie es um die Grundausrichtung des Blogs bestellt ist. Warum also nicht eine Auflistung, welche auch dem, der handverliest, einen Spannungsmoment beschert? Aus besagtem Grunde will ich die 30 Lieblingsalben unseres Blogs, davon wurden ja bereits 10 vor 2 Wochen genannt, nach Provenienz sortieren. Welche Aussagekraft lässt sich aus der Herkunft unserer Favoriten ableiten? Einerseits könnte man ihr Hotspots entnehmen, an den von uns verehrte Musik entsteht. Ein weiterer Zugang würde die Weite unseres Horizont determinieren. Und eine dritte – allgemein gültigere – Betrachtung könnte skizzieren, dass auch in Zeiten des ach so globalen Internets gewisse kulturelle und sprachliche Barrieren dazu führen, dass dem neugierigsten Zeitgenossen – nämlich mir – Musik von ganzen Kontinenten de facto verschlossen bleibt. Doch seien nun ohne längere Umschweife die 30 Platten des Jahres präsentiert:

England

Her Name is CallaThe Quiet Lamb

ScannersSubmarine

RPA & The United Nations of SoundUnited Nations of Sound

Grasscut1 Inch / ½ Mile

BonoboBlack Sands

The Strange Death of Liberal EnglandDrown Your Heart Again

Betty and the WerewolvesTeatime Favorites

Exit CalmExit Calm

Allo Darlin‘Allo Darlin‘

Wales

Tom JonesPraise & Blame

USA

Clem SnideThe Meat of Life

Damien JuradoSaint Bartlett

The PostmarksMemoirs At The End Of The World

Sharon Van EttenEpic


EelsEnd Times

BlockheadThe Music Scene

InterpolBroken Bells

Broken BellsBroken Bells

Island

Pascal PinonPascal Pinon

Schweden

SambassadeurEuropean

Nina KinertRed Leader Dream

JunipFields

Norwegen

Jaga JazzistOne-Armed Bandit

Deutschland

Mardi Gras.bbVon Humboldt Picnic

Get Well SoonVexations

Philipp PoiselBis nach Toulouse

HundredsHundreds

Österreich

Francis International AirportIn The Woods

Kanada

Thee Silver Mt. Zion Memorial OrchestraKollaps Tradixionales

Mali

Ali Farka Touré & Toumani DiabatéAli and Toumani

Welche Blöße gibt sich diese Liste? Außer dem bereits erwähnten Umstand, dass sie ganze Kontinente zu weißen Flecken erklärt, Asien, Australien und Südamerika mangels Angeboten negiert. Weiters enthüllt sie, dass nur eine Handvoll Alben nicht die englische Sprache als Mittel des Ausdrucks wählen. Als zusätzliche Information sei erwähnt, dass uns 11 der 30 Platten aktiv von Promotoren angepriesen wurden, während wir bei 19 selbst schon lange mit dem Fernrohr Ausschau haltend harrten oder Breschen durch den Veröffentlichungsdschungel schlugen, um sie zu entdecken. Von den 30 Interpreten waren 13 darunter, von denen wir zum ersten Male ein Platte erlauschten, 8 davon können sich ihres Albumdebüts rühmen. Die Bandbreite der vertretenen Stile reicht von Post-Rock über Twee, Indie-Rock, Downtempo und ähnlichen elektronischen Spielereien hin zu Pop, Folk und gar World Music.

Natürlich kann man nicht jedes 2010 publizierte Werk in Augenschein nehmen. So lebt die Auflistung auch von schmerzhaften Auslassungen. Die aktuelle Scheibe der Manic Street Preachers fehlt ebenso wie Gisbert zu Knyphausens jüngster Release. Auch Sun Kil Moon blieb noch ungehört oder sogar Fran Healys  Alleingang. Daher bedeutet eine etwaige Absenz keinesfalls, dass wir ein Album verdammen. Xiu Xiu fabrizierte einen der besten Track des Jahres und glänzt doch durch Abwesenheit, ähnliches gilt für Johnny Cashs posthume Auferstehung. Vielen davon wird bei unserer Reihung der besten Songs Gerechtigkeit widerfahren. Für heute jedoch gilt, mögen unsere Lieblinge des Jahres beim Leser auf fruchtbaren Boden fallen.

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Das Berlin Festival für Botaniker (Junip)

In wenigen Stunden wird sich zeigen, ob das Berlin Festival 2010 die Kinderkrankheiten des letzten Jahres abgeschüttelt hat. In der Summe freilich liest sich die Liste der vertretenen Künstler und Bands durchaus bunt genug, um vielfältigste Geschmäcker zu bedienen. Besonders das freitägliche Line-up der vom Label City Slang beschickten Hangar-5 Stage spiegelt dies wider. Aus diesem Grund wollen wir noch einmal im Geiste das weite Tempelhofer Feld entlang irren und ein weiteres die Blüten von sich reckendes Pflänzchen am Wegesrand mit Aufmerksamkeit überschütten.

Cannabis indica (Indischer Hanf) – Junip

Wenn man die Beschaffenheit einer Band anno 2010 derart zu charakterisieren vermag, dass sie sich ungezwungen-hippiesken, psychedelisch-verwuschelten, aufgeräumt-experimentellen Folk-Pop auf die Fahnen heftet, kann man entweder von unseligem Retro-Speck ausgehen – oder aber von unverkrampfter Einverleibung musikalischer Traditionen. Im Falle des schwedischen Trios Junip springt die mangelnde Verkrampfung ins Auge, wirkt leicht, was sonst oft überaus bemüht und abgetakelt durch die Boxen kriecht. Das Album Fields zählt zu den gelungensten Werken dieses Herbstes, weil es sich wie ein guter Joint in die Windungen des Hirns pustet, eine nostalgische Unwirklichkeit mit entrücktem Sentiment vom Stapel lässt, die Luftigkeit aber auch mit demonstrativer Hemdsärmeligkeit präsentiert.

Photo Credit: Jon Bergmann

Kommen wir ohne Umschweife zu den Highlights dieses Trips. Bereits der Opener In Every Direction schrammt mit seinem Zusammenspiel aus wohlportionierter Drögheit und schluffig-verschrobenen Sound nur haarscharf am Zustand der Berauschtheit vorbei. Die Single Always zeichnet die beschwingte Seite der Band, mutet nicht zuletzt wegen des Latino-Rhythmus sommerlich bekömmlich an, die Manifestation eines sonnendurchfluteten Tages an der amerikanischen Westküste, irgendwann in den Siebzigern. Rope & Summit ziert abermals ein psychedelisch orgelndes, mit Percussion angespitztes Etwas,  welches stets die besten Momente der Platte beschert. Beispielsweise bei Tide, wenn auf sieben Minuten aufgefaltet aus stilistischer Nähe zu Simon & Garfunkel eine aufstrebende spacige Abgehobenheit keimt. Ähnlich präsent Sweet & Bitter, herrlich schlagzeugbeherrscht, ehe angenehm warme Synthies nach E.T. suchen. Sänger José González verleiht der Platte dank seines behutsamen Vortrags zusätzliche Behaglichkeit, flicht nicht nur auf Faded The Grain tagträumerische Seligkeit in die Fäden der Musik.

JUNIP – Always (Official Video) from City Slang on Vimeo.

Junip kultivieren mit dem Longplayer Fields einen gelösten Trip, dessen Farben zwar dumpf verschwimmen, aber dessen Konturen klar und prägnant bleiben. Hinter der versponnenen Fassade schlummert eine nachgerade handfeste Methodik, die den Zauber nie abheben lässt, ihm die Art Erdung gibt, welche Retro-Klänge nie in der Vergangenheit baumeln lässt. Superb!

Fields erscheint am 10.09.10 auf City Slang.

Konzertermine:

10.09.10 Berlin – Berlin Festival (23:45 Hangar-5 Stage)
24.09.10 Hamburg – Uebel & Gefährlich (Reeperbahn Festival)
25.09.10 Leipzig – Central Theater
26.09.10 Wien (A) – Szene
27.09.10 München – Atomic Café
28.09.10 Zürich (CH) – Exil
29.09.10 Stuttgart – Club Schocken
12.10.10 Köln – Gebäude 9

Links:

Offizielle Webseite

MySpace-Auftritt

Kostenloser Download von Rope & Summit auf City Slang

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