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Musikvideo: Kasabian – You’re In Love With A Psycho

Dank sozialer Netzwerke kann man heutzutage Launen und Gemütslagen jederzeit mit der ganzen Welt teilen. Daran ist nichts weiter auszusetzen. Problematisch jedoch wird es, wenn die eigene Befindlichkeit zur alleinigen Argumentationsgrundlage wird. Wenn man also etwas furchtbar findet, weil man sich beleidigt sieht. Es wird in diesem Fall nicht nach der Intention des Tuns geforscht, es zählt ausschließlich die Wirkung am eigenen Leib. Das zeugt schon von Empathielosigkeit. Dass viele Menschen sich daraus einen Sport machen, die Weiten des Internets nach vermeintlich anstößigen Dingen zu durchforsten, die sie zusammen mit Gleichgesinnten als verletzend wahrnehmen können, schlägt dem Fass den Boden aus. Einen solchen Shitstorm hat vergangene Woche auch die britische Formation Kasabian erlebt, als sie das Video zum Song You’re In Love With A Psycho präsentierte. Ein britischer Interessenverband namens Time to Change stieß sich nicht nur an der Verwendung des Wortes Psycho, darüber hinaus fand man auch den Inhalt des Clips äußerst unpassend. Time to Change möchte der Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen den Kampf ansagen, versucht die öffentliche Wahrnehmung zu verändern. Prinzipiell löblich, aber nicht wirklich zielführend, wenn man vor lauter Verbissenheit jeglichen Sinn für Humor verliert. Denn Kasabians Parodie auf den Alltag in einer Irrenanstalt steht fraglos in der Tradition von Einer flog übers Kuckucksnest. Die Albernheit, die dem Schaffen der Jungs aus Leicester oft innewohnt, ist selbstironisch zu verstehen. Kasabian persiflieren gekonnt ihr Rockstar-Image. Ihr Faible für sehr schräge Inszenierung macht sie zu absoluten Sympathieträgern.

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Unsere Lieblingslieder 2014

Heute wollen wir den werten Lesern unsere 30 Lieblingslieder des Jahres 2014 vorstellen. Diese 30 Tracks sind uns ans Herz gewachsen und werden auch 2015 nicht aus dem Gedächtnis purzeln. Natürlich hätten wir locker 100 Songs nennen können, der Übersichtlichkeit halber haben wir uns auf diese Liste beschränkt. Weiters gilt: Nummerierungen sind Schall und Rauch, höchstens die Top 5 sind mit einem besonderen Ausrufezeichen versehen. Viel Vergnügen beim Erlauschen!

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1. Wanda – Bologna

Schon das erste Lied der Platte gerät zum Volltreffer. Bologna gefällt als verhinderte Inzest-Hymne (“Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine schlafen/ Obwohl ich gerne würde, aber ich trau mich nicht“), lässt Italien als Sehnsuchtsort für Amore und Dol­ce­far­ni­en­te wiederauferstehen. All den Irrungen und Wirrungen des Fühlens steht ein kehlig geschmettertes, die Liebe bejahendes Lebensgefühl entgegen.

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2. Andreas Dorau – Reden wir von mir

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Unsere Lieblingsalben 2014

Wir haben auch 2014 wieder so einiges an Musik gehört und vieles davon auf dem Blog vorgestellt. Hier sind die 20 Platten, die meine Co-Bloggerin und mich in diesem Jahr fasziniert haben. Wir hätten sicher auch mindestens ein Dutzend weitere wunderbare Alben nennen können, der Übersichtlichkeit halber wollen wir es bei 20 Stück belassen. Vielleicht schaffen wir es ja, das eine oder andere Werk dem werten Leser doch noch ans Herz zu legen!

1. Wanda – Amore

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Fazit: Es lässt das Kulturgut Austropop in der Moderne ankommen. Wanda sind so robust wie feinsinnig, so euphorisch wie wehmütig, so schlawineresk wie direkt. Mehr noch, Wanda sind die, die all der Heurigenseligkeit und dem ganzen Walzerflair ein Stückchen Wien abtrotzen, es wieder auf der Landkarte des Pop-Rock verorten. (Review)

VÖ: 17.10.2014 (Problembär Records)

2. Kasabian – 48:13

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Stream: Provo City Christmas Concerts

English/Deutsch

Christmas is almost over and it’s time to mothball all the Christmas tunes soon. It’s strange that we anticipate Xmas for at least four weeks, but on the eve of the 26th of December there’s an abrupt ending. One day later we start with all the preparations for New Year’s Eve. We are officially done with Christmas for another year! But hold on. Provided that the end of the world isn’t near and there’ll be another holiday season it makes sense to bookmark the Provo City Christmas Concerts playlist on YouTube for next year or even purchase the CD, which supports Sub for Santa, a Christmas charity that provides gifts for children, elderly, and disabled in the Utah County area. Local musicians from Utah have recorded new renditions of Christmas classics and many versions are quite remarkable. Joshua James for example, a singer-songwriter we’ve featured in the past, delivers a haunting version of We Three Kings, Madilyn Paige & Stephen Nelson contribute a classy interpretation of The First Noel, The National Parks accounts for the original folk song It’s Christmas, and I Like You. Auld Lang Syne, performed by Bat Manors, is another track that’s a perfect fit for end of the year celebrations. Christmas might be almost over, but these Provo City Christmas Concerts are definitely worth keeping in mind for next year’s Christmastime.

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Stream: Kasabian – Bow Morning Zone for Christmas Day

English/Deutsch

Oh wow, one of my favourite bands do release a Christmas song and it doesn’t sound christmassy at all. I actually don’t care, I love Kasabian and the song is fucking good. There had been a lot of talk about a Christmas music project involving Idris Elba, comedian Noel Fielding and Kasabian guitarist Serge Pizzorno. Well obviously what we were presented today is something completely different. Talk on the street: Some more Christmas goodies might pop up soon.

Loose Tapestries have a Christmas number on the way, destined for the second series of Luxury Comedy, and who knows, maybe the Christmas charts.

“Because it’s not too serious, we keep coming up with stuff like a Christmas song with Idris Elba rapping on it,” says the aptly named Noel. “It’s called Can’t Wait For Christmas To Come – it’s quite Sladey, but also it goes from Morrissey to Michael Jackson to hip-hop to The Beatles in one go. I think it’s going to be big, the alternative to the X Factor single.”

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Unsere Lieblingslieder 2014 – Ein Zwischenstand

Wir haben uns auch dieses Jahr die Ohren wund gehört und so manch Lied hat sich als Balsam für die Gehörgänge entpuppt. Und was wir erst alles (noch) nicht erlauscht und erfühlt haben, weil gut Ding halt Weile braucht und die Zeit ohnehin verrinnt! Nun also zwanzig in loser Unordnung zusammengetragene Songs, die mich und die derzeit schweigsamere Co-Bloggerin in den letzten 6 Monaten bewegt haben.

Andreas DorauReden wir von mir

Begründung: Dorau liefert mit dem famosen Reden wir von mir eine großartige Parodie auf die gegenwärtige Selbstbezogenheit und bewahrt sich dabei eine Naivität, die man einfach knuddeln möchte. (Kurzrezension) [Album: Aus der Bibliothèque / 17.01.2014 / Bureau B]

Mikko JoensuuLand of Darkness

Begründung: Da ich momentan noch zu enthusiasmiert bin, überlasse ich die Einschätzung der werten Eva-Maria vom Polarblog, wo ich auch auf dieses wunderbare Lied gestoßen bin. Sie konstatiert: “Der Track ist ein feines, krautrockig ausuferndes Meditationsstück, dass den üpppigen 70er-Synthiewelten von Vangelis nahesteht. Aber Mikko Joensuu wäre nicht er selbst, wenn der Track nicht in eine Auseinandersetzung mit Glaubensfragen wäre und der liebe Gott mit kindlichem Vertrauen angerufen würde.“ (Hörtipp) [EP: Land of Darkness / Lake of Fire / 07.03.2014 / Fullsteam]

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Die Jungs aus Leicester – Kasabian

Es existiert diese Demut und Bescheidenheit vorgaukelnde Phrase, wonach man sich noch ganz genau entsinnen könne, woher man komme. Das sagen gerne diejenigen, die bescheidenen Verhältnissen entstammen und es zu Ruhm und Ehre in der großen weiten Welt gebracht haben. Solch Menschen wollen zum Ausdruck bringen, dass sie den Aufstieg in elitäre Sphären aus eigener Kraft geschafft haben. Die britische Formation Kasabian kann sich nicht mit solch Worten schmücken. Sie ist noch immer die Band aus Leicester, einer nicht eben als musikalisches Zentrum verschrienen Stadt in Mittelengland. Die Mitglieder von Kasabian sind bei ihren Wurzeln geblieben, müssen somit nicht im Gedächtnis kramen, um sich ihre Ursprünge zu vergegenwärtigen. Die Gruppe um Sänger Tom Meighan und Songwriter Sergio Pizzorno ist auf der Insel mittlerweile eine feste Größe, besitzt Headliner-Qualitäten bei den größten Festivals. Kasabian hat in den vergangenen 10 Jahren von Leicester aus das Rockstartum kultiviert. Doch so erfolgreich sich die Formation auch in Großbritannien präsentiert, so wenig wird sie in Deutschland wahrgenommen. Hierzulande denkt man noch immer an permanente Minderleister wie Coldplay, wenn man erfolgreiche britische Acts nennen soll. Dabei ist Kasabian eine Entdeckung wert, weil mit jedem Album neue Qualitäten lässig unters Volk gestreut werden, während Coldplay der Arsch doch längst auf Grundeis gegangen ist und sich Chris Martin und Co. nur noch als Besitzstandswahrer verdingen. Meighan, Pizzorno und Konsorten dagegen sind die mit den Eiern in der Hose, wie auch die neue Platte 48:13 belegt.

KASABIAN
Photo Credit: Charlie Gray

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Lauschrausch LIII: Kasabian

Einer der lässigsten Hunde der musikalischen Gegenwart ist zweifelsohne Sergio Pizzorno. Dieser Name ist wohl nicht jedermann vertraut, als Gitarrist und kreativer Kopf der britischen Band Kasabian sorgt er jedoch mit dafür, dass Großbritannien von der musikalischen Landkarte nicht so schnell verschwinden wird. Kasabian haben die Coolness sowie eine kultivierte Unangepasstheit, zu der Bands aus Amerika einfach nicht befähigt scheinen. Velociraptor! war 2011 fraglos eines der verwegenen, deftigen Alben, die das Musikjahr erst rockig aufgewertet haben. Dieser Tage nun haben Kasabian ihre neue Platte namens 48:13 angekündigt. Es ist eine Scheibe, die man ohne zu überlegen, ohne reinzuhören kaufen sollte – ja muss. Der erste Track eez-eh reiht sich nahtlos in die Verrücktheit des Vorgängerwerks ein. Es besticht als launiger Party-Sound einer Band, die ganz dicke Cojones hat. Und an selbige fasst sich Mastermind Pizzorno wohl auch auf dieser Platte einmal mehr.

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DifferentStars Lieblingslieder 2009

Doves – Kingdom Of Rust

White Lies – To Lose My Life

Ladytron – Tomorrow

Soulsavers – You Will Miss Me When I Burn

Hope Sandoval & the Warm Inventions – Trouble

Röyksopp Feat Robyn – The Girl And The Robot

The Girl And The Robot from Röyksopp on Vimeo.

Great Lake Swimmers – Everything Is Moving So Fast

The Sons – Welcome Home Again

Placebo – Kings of Medicine

Manic Street Preachers – William’s Last Words
(leider kein gutes Video gefunden)

The Alexandria Quartet – Goodbye, Future Boy
The Alexandria Quartet – live @ Magnet Club Berlin

DifferentStars | MySpace Video

Alessi’s Ark – Magic Weather

Papercuts – John Brown

Kasabian – Fire

Kasabian – Fire from Kasabian on Vimeo.

Paolo Nutini – Candy

Paolo Nutini – Candy from Nikke Osterback on Vimeo.

Metric – Help I’m Alive

Florence + the Machine – You’ve Got the Love

Die Liste ist zugegeben so durcheinander wie auch mein Musikgeschmack, ganz bewusst keine Top Ten, denn wie lieb ich ein Lied gerade habe, hängt auch immer von meiner momentanen Laune ab. Wobei die Doves mit Kingdom Of Rust und die Soulsavers mit You Will Miss Me When I Burn ganz besondere Meisterwerke geschaffen haben und Hope Sandoval schwebt eh über allem. Und jetzt nicht ankommen und klugscheißen, dass Soulsavers Lied sei nur ein Cover, ist mir bekannt…

Fast vergessen, also last but not least:

Timo Breker – Julia da es kein gutes Video gibt, hier stattdessen: Ocean Song

DifferentStars

Herz_mit_Pfeil